Behörde für Schule und Berufsbildung

Schulbau Neues Gymnasium für Altona

Attraktiver Standort in Altona-Altstadt zur Entlastung bestehender Gymnasien und aufgrund wachsender Schülerzahlen

Schulsenator Ties Rabe hat heute bekannt gegeben, dass Altona ein drittes Gymnasium bekommen wird. Nach einer intensiven Prüfung fiel die Entscheidung zugunsten des Schulstandortes an der Struenseestraße 20 in Altona-Altstadt. Auf dem Schulgelände der früheren Grund-, Haupt- und Realschule Königstraße können Bestandsgebäude für einen schnellen Start des neuen Gymnasiums schon zum Schuljahr 2016/17 genutzt werden. Rund 19 Mio. Euro sollen für Neubauten und Sanierungen investiert werden, um eine hohe Attraktivität der neuen Schule sicherzustellen. In unmittelbarer Nähe liegt die S-Bahn-Station Königstraße, so dass das Gymnasium verkehrstechnisch für Schüler gut zu erreichen ist. Das neue Gymnasium liegt im Einzugsgebiet der Stadtteilen Ottensen, Altona, St. Pauli und Neustadt.

Gymnasium, Neubau, Altona, PMBildung

Die letzte Anmelderunde hatte gezeigt, dass die Gymnasien in Altona deutlich überangewählt sind und eine Versorgung in angemessener Entfernung immer schwieriger wird. So hatte das Gymnasium Allee 141 Anmeldungen und richtet 5 Eingangsklassen ein, das Gymnasium 174 Anmeldungen und 6 Klassen. Dauerhaft sollten beide Schulen ursprünglich nur jeweils 4 Klassen pro Jahrgang aufnehmen. Am Gymnasium Altona können bereits 2016 keine weiteren mobilen Klassenzimmer mehr aufgestellt werden. Insgesamt hat Hamburg weiter wachsende Schülerzahlen sowie eine unverändert hohe Anmeldequote an Gymnasien.

Das neue Gymnasium soll vier Parallelklassen pro Jahrgang aufnehmen, aufwachsend ab dem Schuljahr 2016/17, so dass sich Schüler und Eltern bereits in der kommenden Anmelderunde Februar 2016 für diese Schule entscheiden können und so das bestehende Schulangebot in Altona deutlich verbessert wird.

Die mit ihrem dritten Teilstandort an der Struenseestraße bislang beheimatete Stadtteilschule am Hafen konzentriert sich künftig auf die beiden Standorte in der Neustadt (Neustädter Straße 60) und St. Pauli (Friedrichstraße 55). Durch die Zusammenführung auf zwei von bisher drei Standorten bekommt die Stadtteilschule bessere Rahmenbedingungen zur weiteren Entwicklung der Schule. Die ebenfalls auf dem Schulgelände der Struenseestraße beheimatete „Ganztagsgrundschule an der Elbe“ ist von der Neugründung des Gymnasiums in direkter Nachbarschaft nicht betroffen, sondern bleibt bestehen. Nach aktueller Planung sollen zwei Kreuzbauten und die sanierte Einfeldhalle bestehen bleiben, Fachräume, Verwaltung, Gemeinschaftsflächen, ein Schulgebäude für die Sekundarstufe II und eine Sporthalle sollen neu gebaut werden. Insgesamt werden dem Gymnasium dann für rund 800 Schülerinnen und Schüler rund 5.500 Quadratmeter Unterrichts- und Verwaltungsfläche sowie 1.300 Quadratmeter Sporthallenfläche zur Verfügung stehen.

Bereits im Schulentwicklungsplan 2012 war der Neubau eines zusätzlichen Gymnasiums für die Schulregion 4 (Altona) vorgesehen.

Hamburg hat derzeit 60 staatliche Gymnasien. Zuletzt neu gegründet wurde das Gymnasium Hoheluft zum Schuljahr 2012/13, das jetzt bereits knapp 250 Schülerinnen und Schüler hat und bis zu 7. Klasse aufgewachsen ist. Davor war 1991 das Gymnasium Allermöhe gegründet worden. Als nächste Neugründung eines Gymnasiums steht in das Gymnasium Hafencity am Baakenhafen an, voraussichtlich zum Schuljahr 2018/19.

Auch viele neue Stadtteilschulen sind in Hamburg in den letzten Jahren gegründet worden. Mit den Stadtteilschulen Rissen, Ilse-Löwenstein-Schule (Uhlenhorst), Stadtteilschule Maretstraße (Harburg), Stadtteilschule Auf der Veddel und der Stadtteilschule Meiendorf hat sich die Zahl der Stadtteilschulen auf insgesamt 59 erhöht.