Behörde für Schule und Berufsbildung

Digitales Lernen Bundesweite Studie zur digitalen Bildung: Hamburgs Schulen schneiden hervorragend ab

Senator Rabe: „Gutes Ergebnis als Rückenwind nutzen, um digitales Lernen im Unterricht fest zu verankern“

Bei einer bundesweiten Studie der Telekom-Stiftung und der Technischen Universität Dortmund zum Thema digitales Lernen haben Hamburgs Schulen hervorragend abgeschnitten. In der Studie wurden 1.250 Lehrerinnen und Lehrern weiterführender Schulen repräsentativ zu 12 Themen befragt. Am Ende stellte sich eine Spitzengruppe der Länder Bremen, Hamburg und Rheinland-Pfalz heraus, in der die Lehrkräfte das Thema digitales Lernen besonders positiv bewerteten. Bildungssenator Ties Rabe: „Ich freue mich sehr  darüber, dass in dieser erstmals durchgeführten bundesweiten Studie die digitale Bildung an Hamburgs Schulen so positiv bewertet wird. Hamburg ist auf einem guten Weg. Wir wollen das gute Ergebnis als Rückenwind nutzen, um das Thema digitales Lernen im Unterricht fest zu verankern und weiter auszubauen.“

Studie, digitales Lernen, PMBildung

Unter der Leitung des renommierten Bildungswissenschaftlers Prof. Dr. Wilfried Bos hat die wissenschaftliche Studie eine ganze Reihe von Themen der digitalen Bildung durchleuchtet. Bos erklärte dazu: „Eine solch umfassende Untersuchung gibt es hierzu bislang nicht, und das ist bemerkenswert. Für den Länderindikator führen wir zusätzlich die verfügbaren Daten anderer Studien zur Leistungsfähigkeit des Schulsystems im Bereich digitaler Medien zusammen und bringen sie mit den Ergebnissen unserer Lehrerbefragung in Zusammenhang.“

Bos weist im Vergleich aller Bundesländer auf die Unterschiede hin: „Zunächst, dass die Lehrkräfte in diesen Ländern den Bereich digitales Lernen deutlich besser beurteilen als ihre Kolleginnen und Kollegen. Es ist erstaunlich, wie groß die Unterschiede hier sind und dass es derart eindeutige Spitzenreiter gibt. Im Einzelnen sind die Ergebnisse natürlich unterschiedlich. So geben zum Beispiel die Lehrkräfte in Bremen, Hamburg und Rheinland-Pfalz häufig an, dass an ihrer Schule ein Medienkonzept existiert. Gleichzeitig bestätigen die Lehrkräfte in diesen Ländern auch oft, dass sie über ausreichend Zeit für die Vorbereitung des computergestützten Unterrichts verfügen.“

Im Rahmen der Studie wurden die Einschätzungen der Lehrerinnen und Lehrer zu 12 Themenbereichen erfragt. Hamburgs Lehrkräfte sehen die Hansestadt in 9 Bereichen ganu vorn. Gelobt wird in Hamburg vor allem, dass sehr viele Schulen ein Medienkonzept zum Einsatz im Unterricht haben, dass genügend Vorbereitungszeit für computergestützten Unterricht vorhanden ist, die Kooperation mit den Kolleginnen und Kollegen gut funktioniert und die Schulen in Sachen IT-Ausstattung sowie Internet-Zugang und –Ausstattung mit schülereigenen Geräten gut aufgestellt sind.

Auch in Bezug auf die technische und pädagogische Unterstützung gaben die Hamburger Lehrkräfte ihren Schulen Spitzenwerte.

Senator Rabe: „Ich freue mich über dieses Ergebnis. Es zeigt, dass Hamburg im bundesweiten Vergleich gut aufgestellt ist. Allerdings macht die Studie auch deutlich, dass alle Bundesländer in diesem wichtigen Themenfeld erst am Anfang stehen und noch viel zu tun haben. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich der Unterricht in allen Fächern deutlich stärker für digitale Lernangebote öffnen muss. Computer und digitale Medien prägen mittlerweile die gesamte Berufs- und Bildungswelt, egal ob in Fabrik, Büro, Handwerksbetrieb oder Hochschule. Deshalb müssen Kinder und Jugendliche besser vorbereitet werden.“

Senator Rabe will deshalb eine Reihe von Initiativen umsetzen: „Auf meine Anregung hin arbeiten die Staatssekretäre und Staatsräte aller 16 Bundesländer in der Kultusministerkonferenz daran, ein konkretes Handlungskonzept zum Thema digitales Lernen zu erarbeiten. Insbesondere in den Bereichen Bildungspläne und Lehrerfortbildungen müssen wir vorankommen. Darüber hinaus hat Hamburg das Pilotprojekt „Start in die nächste Generation“ auf den Weg gebracht, um exemplarisch an 6 Schulen und in 50 Schulklassen digitale Lernmedien in zahlreichen Unterrichtsmedien einzusetzen. Wir erhoffen uns daraus neue Erkenntnisse, um in einem zweiten Schritt weitere Schulen und perspektivisch die gesamte Hamburger Schulwelt zu erreichen.“

Hintergrund

Die Studie „Schule digital. Der Länderindikator 2015“ zur aktuellen Situation der digitalen Bildung in Deutschland wird am morgigen Donnerstag, 19. November 2015, von der Deutschen Telekom-Stiftung offiziell veröffentlicht. Eine exklusive Vorab-Meldung findet sich hier: http://www.zeit.de/vorabmeldungen/neu-in-der-aktuellen-zeit/seite-4

Kontakt zur Telekom-Stiftung:

Konrad Hünerfeld, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. (0228) 181 92031,
E-Mail: k.huenerfeld@telekom.de,
Internet: www.telekom-stiftung.de