Behörde für Schule und Berufsbildung

Tagung am 4. November 2016 „Schulentwicklung: Was leisten Daten und andere Treiber?“

Tagung aus Anlass des 10-jährigen Bestehens der Schulinspektion Hamburg am 4. November 2016

„Schulentwicklung: Was leisten Daten und andere Treiber?“

Die Hamburger Schulinspektion feierte ihr 10-jähriges Bestehen mit einer großen Arbeitstagung zum Thema Schulentwicklung. Etwa 130 Gäste aus Hamburg, aber auch aus ganz Deutschland waren am 4. November 2016 ans Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung gekommen, um sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Frage zu beschäftigen, welchen Beitrag zur Schulentwicklung die Schulinspektion neben anderen Akteuren wie der Schulaufsicht und dem Landesinstitut leistet. Fragen waren unter anderem:

  • Welche Rolle spielen Daten?
  • Welche weiteren Impulse befördern Schulentwicklung?
  • Wie sieht eine sinnvolle Arbeitsteilung zwischen den verschiedenen Beteiligten aus?
  • Welche Erwartungen haben die Politik, aber auch andere Anspruchsgruppen an die Schulinspektion?

28 Referentinnen und Referenten aus den unterschiedlichsten Bereichen haben insgesamt 20 Workshops angeboten, in denen die verschiedenen Perspektiven auf Schulentwicklung gründlich beleuchtet wurden. Unter anderem konnte die ehemalige Hamburger Bildungssenatorin und heutige Bundestagsabgeordnete Alexander Dinges-Dierig gewonnen werden, an die Motive für die Gründung der Schulinspektion zu erinnern, aber vor allem die bisherigen Erfahrungen kontrovers mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu diskutieren. Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack sprach über die Wirksamkeit der Schulinspektion im Zusammenhang mit dem schulischen Qualitätsmanagement. Mehrere Schulleitungen aller Schulformen machten deutlich, wie die Schulen selbst die Bedeutung der Schulinspektion für die Schulentwicklung erleben. Von wissenschaftlicher Seite waren mit Prof. Dr. Tobias Feldhoff und Prof. Dr. Felicitas Thiel zwei Protagonisten vertreten, die eine datengestützte Schulentwicklung theoretisch wie methodisch reflektieren konnten. Nicht zuletzt brachten die Schnittstellenpartner der Schulinspektion aus der Schulbehörde, aus dem Landesinstitut und aus dem HIBB ihre Erfahrungen ein.

Ein Highlight bildete der Auftakt der Tagung durch Schulsenator Ties Rabe. In seiner von Wertschätzung und Anerkennung geprägten Rede unterstrich er den hohen Stellenwert, den die Inspektion im Rahmen einer Strategie der datengestützten Schulentwicklung und des Bildungsmonitorings hat. Er formulierte aber auch klare Erwartungen mit Blick darauf, dass die Leistungsentwicklung von Schülerinnen und Schülern an Hamburger Schulen ein zentraler Aspekt der Schulqualität sei, den auch die Schulinspektion nicht vergessen dürfe. Anekdoten aus dem reichhaltigen Erfahrungsschatz der Inspektion sorgten für viel Erheiterung.

 

Zum Hintergrund:

Die Hamburger Schulinspektion hat ihre Arbeit im Oktober 2006 aufgenommen. Als „neuer Akteur“ eingeführt, dient sie seitdem der Rechenschaftslegung der Schulen ebenso wie der Unterstützung der Schulentwicklung.