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Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

100 Euro Klimaschutz-Förderung für einkommensschwache Haushalte

Hamburger EnergieAgentur und Caritas starten Kühlschranktausch

12.10.2010, 16:00 Uhr

Kühlschranktausch Übergabe der Klimaschutzförderung für den neuen energieeffizienten Kühlschrank an Uwe Steinbach (m.) durch Staatsrat Christian Maaß (re.) und Rolf Krautter (Stromsparhelfer der Caritas).

(Foto: BSU)

Umweltstaatsrat Christian Maaß und der Abteilungsleiter des Caritasverbandes Hamburg, Josef Laupheimer, gaben heute den Auftakt zum Kühlschranktausch-Programm. Hamburger Haushalte die ALG II, Wohngeld oder Sozialhilfe beziehen, erhalten beim Kauf eines neuen Kühlschrankes der Energieeffizienzklasse A++ eine Förderung von 100 Euro. Voraussetzung ist, dass im Haushalt im Rahmen des Projekts „Stromspar-Check“ ein Kühlgerät registriert wurde, das älter als zehn Jahre ist und das alte Kühlgerät fachgerecht entsorgt wird. Das Kühlschranktausch-Programm ist ein Projekt im Rahmen des Stromspar-Checks der Caritas Hamburg in Zusammenarbeit mit der Hamea (Hamburger EnergieAgentur) in der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt.

Seit März 2010 berät der Caritasverband Hamburg mit Unterstützung der Hamburger EnergieAgentur (Hamea) einkommensschwache Haushalte beim Energiesparen. Nach einem Zwischenbericht der Caritas seien mehr als ein Drittel der erfassten Kühlgeräte älter als zehn Jahre. Ein modernes A++-Kühlgerät verbraucht gegenüber solch alter Geräte rund 2/3 weniger Strom. Daraufhin wurde das Kühlschranktausch-Programm entwickelt. Es soll einkommensschwächste Haushalte dabei unterstützen, die Investition in ein modernes, effizientes Kühlgerät leisten zu können. Mit modernen Kühlgeräten ist ein Einsparpotenzial von mehr als 200 KW/h pro Jahr  möglich. Das entspricht ca. 120 Kilogramm CO2 -Einsparung und einer Stromkostenersparnis von über 44 Euro jährlich.

Im Regelsatz eines Ein-Personen-Haushaltes von 351 Euro (Stand Februar 2009) sind ca. 1,60 Euro pro Monat im Berechnungsansatz für die Neuanschaffungen von Kühl- und Gefriergeräten zu Grunde gelegt. Damit müsste ein Einpersonenhaushalt umgerechnet 15-20 Jahre sparen, um sich ein neues effizientes Kühlgerät der Energieeffizienzklasse A++ leisten zu können. In der Praxis wird deshalb der Kauf von gebrauchten Kühlgeräten getätigt, was zu langfristig unwirtschaftlichen Entscheidungen und zu hohem Stromverbrauch führt.

Umweltstaatsrat Christian Maaß: „Energiesparen ist bei steigenden Energiepreisen auch eine soziale Frage. Mit einem effizienten Kühlgerät können auch die einkommensschwächsten Haushalten unnötige Energiekosten sparen und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“

Caritas-Abteilungsleiter Josef Laupheimer sagte: „Dieses Programm bietet den von uns beratenen Haushalten die Chance, einen großen Schritt bei der Energie- und Kosteneinsparung zu machen. Die Anschaffung eines energiesparenden Neugerätes ist für sie ohne den Zuschuss nicht zu stemmen.“

Marktübliche A++-Kühlgeräte sind, abhängig von der Ausstattung, ab ca. 300 € erhältlich – die einkommensschwachen Haushalte müssen die Restsumme selber finanzieren. Die Fördermöglichkeit besteht für Hamburger Haushalte, die ALG II, Wohngeld oder Sozialhilfe beziehen und die eine Beratung beim Caritasverband Hamburg in Anspruch genommen haben. Benötigt werden die Rechnungskopie des Lieferanten des A++-Gerätes sowie der Nachweis über die fachgerechte Entsorgung.

Ein Rechtsanspruch auf die Förderung besteht nicht. Pro Haushalt wird ein Kühlgerät gefördert, solange bis die Fördermittel der Hamea ausgeschöpft sind. Insgesamt werden für etwa 100 Kühlschränke Zuschüsse gezahlt.

Anmeldungen zum Stromspar-Check der Caritas unter: 040 / 180 464 22

oder per Mail: stromspar-check@caritas-hamburg.de

 

 

Kontaktmöglichkeit
Pressestelle der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Björn Marzahn Pressesprecher Stadthausbrücke 8 20355 Hamburg
Tel.: Fax: Mobil: E-Mail:
040 42840-3063 040 42840-3735 0173 91698158 bjoern.marzahn@bsu.hamburg.de