Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Hamburger Deckel Deckel A7: 2.500 Wohnungen für Altona

Vereinbarung zur Stadtentwicklung in Altona im Zusammenhang mit dem Bau des A7-Deckels unterzeichnet

Der Senat und der Bezirk Altona, haben sich auf Entwicklungsziele in Altona verständigt, die in einer gemeinsamen Vereinbarung niedergelegt sind. Damit wird über den gesamten Entwicklungszeitraum bis zur Fertigstellung der Autobahnerweiterung und des Deckels in Altona die größtmögliche Planungssicherheit geschaffen. Die Vereinbarung wurde im Beisein des Ersten Bürgermeisters im Rathaus Altona unterzeichnet.

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Deckel A7: 2.500 Wohnungen für Altona

Bürgermeister Olaf Scholz erklärte anlässlich der Unterzeichnung: „Das Gesamtprojekt ,Deckel A 7‘ ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie unterschiedliche Interessen – Schaffung von Wohnraum, wirtschaftliches Wachstum und Lärmschutz bei steigendem Verkehrsaufkommen – zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger miteinander vereinbar sind. Hamburg trägt mit seinem finanziellen Engagement dazu bei, den Ausbau der Bundesautobahn verträglich in das Hamburger Stadtgebiet zu integrieren, was insgesamt zu einer hohen Akzeptanz führen wird.“

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt,: „Mit der Vereinbarung haben Senat und Bezirk einen großen Schritt für die Stadtentwicklung in Altona gemacht. Der lange Deckel bringt nicht nur Lärmschutz, er ermöglicht auch 2.500 neue Wohnungen in Altona, einen großen neuen Grünzug vom Volkspark bis zur Elbe und verbindet als Stadtreparatur lange getrennte Stadtteile. Damit ist der Grundstein für die erfolgreiche Fortsetzung des Projekts im größten und bedeutendsten Abschnitt gelegt.“

Senator Frank Horch: „Wir können mit diesem Jahrhundertprojekt europaweit Vorbild werden bei der Integration einer hochbelasteten Autobahn in einen gewachsenen Stadt- und Landschaftraum. Nach Sicherstellung der endgültigen Finanzierung und nach Zustimmung von Senat und Bürgerschaft werden wir die entsprechenden Vereinbarungen mit dem Bund finalisieren, das Rechtsverfahren beantragen und den Bau vorbereiten. In etwa drei bis vier Jahren wollen wir mit dem Bau beginnen.“

Bezirksamtsleiterin Dr. Liane Melzer: „Zwei lange getrennte Stadtteile können nun endlich wieder zusammenwachsen. Der Letter of Intent dient dem gemeinsamen Ziel aller Beteiligten,  die Lebensbedingungen und die Wohnqualität fur viele Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Durch den mit der Vereinbarung ermöglichten zusätzlichen Wohnungsbau,  die neuen Kleingartenflächen sowie neue Verkehrs- und Grünverbindungen gewinnt der ohnehin beliebte Bezirk Altona noch weiter an Attraktivität. Mein besonderer Dank gilt der Initiative ‚Ohne Dach ist Krach‘ für ihr über 20 Jahre währendes unermüdliches Engagement für den Bau des Deckels.“

Vorsitzender der Bezirksversammlung Altona Dr. Frank Touissant: „Auf den heutigen Tag haben die Altonaer lange gewartet. Endlich wird der Riss, der den Bezirk seit rund vier Jahrzehnten zerteilt, wieder geschlossen werden. Altonaer Bürger, aber auch die Mitglieder der Bezirksversammlung haben sich über Jahrzehnte dafür eingesetzt, die Autobahn zu überdeckeln. Mit der heutigen Unterzeichnung der Absichtserklärung sichern Senat und Bezirk zu, die nötigen Schritte zu unternehmen.“

Nachdem der Bau der Autobahnerweiterung in Stellingen planerisch und rechtlich vorbereitet ist und in Schnelsen bereits begonnen hat, tritt das Projekt jetzt in Altona in eine entscheidende Phase. Der Senat wird der Bürgerschaft den Vorschlag unterbreiten, in Altona den langen Deckel zu realisieren, der vom Volkspark im Norden bis zur Behringstraße im Süden reicht. Das entspricht den Empfehlungen von Bezirksversammlung und Bürgerschaft. Der Deckel wird rund 2.300 m lang sein. Davon wird der Bund als rechtlich zwingenden Schallschutz rd. 730 m finanzieren. Die Mehrkosten gegenüber dem notwendigen Schallschutz trägt Hamburg.

Mit dem langen Deckel wird der bestmögliche Schallschutz erreicht. Zugleich wird die trennende Wirkung der Autobahn beseitigt und die beiderseits gelegenen Teile der Stadt werden wieder miteinander verbunden. Die Stadtreparatur ermöglicht es, dass zum einen die beiderseits der Autobahn gelegenen, noch nicht besiedelten Flächen für dringend benötigten neuen Wohnungsbau genutzt werden können. Zum anderen werden auch die bisher getrennten, historisch bedeutsamen Anlagen von Bonnepark und Lutherpark wieder ergänzt und auf dem Deckel allein in Altona rd. 14 ha neuer Grünfläche über der Autobahn geschaffen, die einen Grünzug vom Volkspark zur Elbe bildet.

Auf den neuen Entwicklungsflächen in Altona werden nach gegenwärtigem Stand der planerischen Vorbereitungen mehr als 2.500 Wohneinheiten geschaffen. Um eine zügige und termingerechte Entwicklung der Flächen zu gewährleisten, hat der Senat die Schaffung des Planungsrechts an sich gezogen und schreibt diese Evokation entsprechend den neueren Erkenntnissen fort.

Auf den Entwicklungsflächen liegen ca. 530 Kleingärten, die für die Entwicklung verlagert werden müssen. Die Ersatzflächen werden vor Verlagerung der Kleingärten innerhalb Altonas bereitgestellt. Da nicht alle Kleingärten auf den Deckel verlagert werden können, sind zusätzliche Ersatzflächen außerhalb des Deckels erforderlich. Weitere Flächen werden mit dem Ziel untersucht, auch dort Kleingärten bereitzustellen. Der neue Grünzug vom Volkspark zur Elbe ermöglicht eine großräumig bedeutsame alltagstaugliche Radwegeverbindung, die mit den bezirklichen Radwegplanungen abgestimmt wird.

Die großen, zusammenhängenden Entwicklungsflächen zwischen der Trabrennbahn im Westen und der Schnackenburgallee im Osten in Bahrenfeld Nord ermöglichen allein den Bau von über 2.200 Wohneinheiten. Dafür ist eine Haupterschließung erforderlich, mit der die neuen Stadtteilergänzungen an das übergeordnete Straßennetz angebunden werden. Die neue Haupterschließung bindet die neuen Wohngebiete an die Luruper Chaussee im Westen am sogenannten Ebertplatz und am Holstenkamp im Osten an. Auf dieser Trasse soll auch eine Buslinie zum Bahnhof Diebsteich eingerichtet werden. Mit dem Bau der neuen Haupterschließung können die bezirklichen Erschließungsstraßen angepasst werden, um Schleichverkehre zu verhindern.

Rückfragen der Medien:

Dr. Magnus-Sebastian Kutz, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen,
Tel. 040/42840-2051, 0170/4568794, magnus.kutz@bsw.hamburg.de

Richard Lemloh, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Tel.: 040/42841-1326, richard.lemloh@bwvi.hamburg.de

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