Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Hamburger Projektantrag erfolgreich 3,8 Millionen Euro Bundesmittel für die Sanierung des Bürgerhauses Wilhelmsburg

Förderung im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“

Das Bürgerhaus Wilhelmsburg an der Mengestraße wird nach mehr als 30 Jahren saniert. Der umfassende Umbau wird Räume für neue Angebote schaffen und das Gebäude wird barrierefrei erreichbar sein.

3,8 Millionen Euro Bundesmittel für die Sanierung des Bürgerhauses Wilhelmsburg

Die Kosten in Höhe von insgesamt 5,7 Millionen Euro übernimmt zu zwei Dritteln die Bundesregierung, die restlichen knapp zwei Millionen Euro werden durch den Sanierungsfonds der Hamburgischen Bürgerschaft getragen.

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Es ist ein großer Erfolg für uns, dass der Bund den Umbau des Bürgerhauses Wilhelmsburg als Exzellenzprojekt anerkennt und großzügig mit 3,8 Millionen Euro unterstützt. Das Bürgerhaus erhält damit unter anderem einen barrierefreien Zugang, die Gebäude- und Veranstaltungstechnik werden modernisiert, Küche und sanitäre Anlagen saniert und durch die Renovierung werden neue Räumlichkeiten geschaffen. Durch den Umbau wird die Aufenthaltsqualität im Innen- und Außenbereich des Bürgerhauses erheblich gesteigert. Die Beteiligung des Bunds unterstreicht die Bedeutung von Projekten der Städtebauförderung und der Integrierten Stadtteilentwicklung, mit denen wir nicht nur in Wilhelmsburg, sondern auch in anderen Teilen der Stadt wie Eidelstedt und Billstedt/Horn die Lebensbedingungen von Menschen verbessern und den soziale Zusammenhalt stärken.“

Falko Droßmann, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „Das Bürgerhaus Wilhelmsburg dient als offenes Haus der Begegnungen für alle Menschen im Stadtteil und weit darüber hinaus. Zentrale Themen im Bürgerhaus Wilhelmsburg sind unter anderem Kultur, Integration und Stadtentwicklung und es ist dabei ein wichtiger Partner für Beteiligungsprozesse, Diskussion und Austausch. Ich freue mich deshalb sehr, dass die Vergabe-Jury dies ebenso gesehen hat. Ein großes Dankeschön gebührt zudem dem Hamburger Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs, der sich für dieses Projekt stark gemacht hat.“

Auf Empfehlung einer unabhängigen Jury hat sich auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit) für die Unterstützung des Bürgerhauses Wilhelmsburg ausgesprochen, das neben weiteren Projekten aus anderen Ländern in diesem Jahr eine Förderung erhält. Insgesamt stehen im diesjährigen Projektaufruf für alle Länder 65 Millionen Euro zur Verfügung. Der Bund fördert jedes Projekt mit maximal zwei Drittel der zuschussfähigen Kosten.

Für den Umbau des Bürgerhauses Wilhelmsburg ist ein Gesamtvolumen von 5,7 Millionen Euro veranschlagt worden. Der Bund trägt dabei 3,8 Millionen Euro, die restlichen knapp zwei Millionen Euro werden vom Sanierungsfonds der Hamburgischen Bürgerschaft übernommen. Inhaltlicher Förderschwerpunkt des Programms ist der barrierefreie und demografiegerechte Umbau der Städte, der in Hamburg thematisch auf ein hohes Engagement trifft.

Das Bürgerhaus Wilhelmsburg wurde 1985 eröffnet und umfasst 3.800 m2 Nutzfläche für Projekte und Angebote aus unterschiedlichen Bereichen (u.a. Sport, Musik, Soziales) sowie 19.000 m2 Grundstücksfläche. Durch den Umbau sollen gleichermaßen die alteingesessenen und neuen Bewohner des Stadtteils, zuziehende jüngere Menschen, Geflüchtete und Migranten angesprochen werden.

Unter dem Motto „Barrierefreiheit in das Zentrum der Quartiersentwicklung rücken“ soll das Bürgerhaus für die rund 53.000 Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils wieder zu einem sozialräumlich bedeutsamen Treffpunkt und zu einem Kommunikations- und Veranstaltungsort werden. Das Bürgerhaus liegt ebenso zentral wie idyllisch in fußläufiger Nähe des S-Bahnhofs Wilhelmsburg am Bürgerhaus-See.

Mit dem Umbau des Bürgerhauses wird auch auf die aktuellen und zukünftigen demografischen Veränderungen des Stadtteils reagiert. In den kommenden Jahren werden in Wilhelmsburg 5.200 neue Wohnungen gebaut (Elbinselquartier, Haulander Weg und Spreehafenviertel). Zudem sollen die Gebiete Georgswerder, Wilhelmsburger Rathausviertel und Georg-Wilhelm-Höfe weiterentwickelt werden.

Für eine bestmögliche Integration der neuen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner an den neuen Wohnstandorten sollen sozial stabile Quartiere entwickelt werden, die sich in die umgebenden Stadträume und Nachbarschaften einfügen. Das sanierte Bürgerhaus Wilhelmsburg spielt in dieser Entwicklung mit seinem zukünftigen Angebot eine wichtige Rolle.

Hintergrund: Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung und Städtebauförderung (RISE)

Die Zukunft Wilhelmsburgs ist wiederholt im Fokus der Integrierten Stadtteilentwicklung (RISE) und Städtebauförderung, darunter im Rahmen der 2016 aufgehobenen Förderverfahren „Berta-Kröger-Platz/ Wilhelmsburg Zentrum“ und „Südliches Reiherstiegviertel“. Die Entwicklung des Stadtteils profitiert auch von den Projekten der IBA-Hamburg 2013 und der Umsetzung des Rahmenkonzepts „Sprung über die Elbe 2013+“, inklusive der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße.

Im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen werden Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf gefördert, um die Lebensbedingungen zu verbessern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.

Das Bundesprogramm der Städtebauförderung „Nationale Projekte des Städtebaus“ stellt weitere finanzielle Mittel bereit, die den Menschen in RISE-Fördergebieten zu Gute kommen. Im Einklang mit den RISE-Zielen werden national bedeutsame Projekte gefördert. Darunter – neben dem aktuell in die Förderung des Bundesprogramms aufgenommenen Bürgerhaus Wilhelmsburg – die Entwicklung der Landschaftsachse Horner Geest im RISE-Fördergebiet Billstedt/Horn (Bundesmittel rd. 3,3 Mio. Euro) und der Umbau des Bürgerhauses Eidelstedt im RISE-Gebiet Eidelstedt-Mitte (Bundesmittel rd. 2 Mio. Euro).

Weitere Informationen finden Sie unter www.hamburg.de/rise.

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