Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Stadtplanung Oberbillwerder – Hamburgs neuer Stadtteil auf dem Weg zum Masterplan

Wettbewerblicher Dialog hat begonnen

Im Bezirk Bergedorf entsteht mit Oberbillwerder das zweitgrößte Stadtentwicklungsprojekt Hamburgs. Nachdem im vergangenen Jahr die Ziele für den neuen Stadtteil definiert wurden, beginnt nun die entscheidende Phase im Prozess der Erstellung eines Masterplans: Der Wettbewerbliche Dialog hat mit der gestrigen Auftaktveranstaltung begonnen. Zwölf Planungsteams aus dem In- und Ausland, die sich in dem europaweit ausgeschriebenen Teilnahmewettbewerb für die Teilnahme qualifiziert haben, präsentierten sich im Rahmen der Veranstaltung. Das gesamte Verfahren ermöglicht eine hohe Transparenz und intensive Beteiligung und wird in Hamburg erstmalig angewendet.

Oberbillwerder – Hamburgs neuer Stadtteil auf dem Weg zum Masterplan

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Oberbillwerder bietet für Hamburg die Möglichkeit, einen modernen und lebendigen und urbanen Stadtteil im Rahmen der Strategie ‚Mehr Stadt an neuen Orten‘ zu entwickeln. Erstmals wollen wir in Hamburg mit dem Wettbewerblichen Dialog ein Verfahren nutzen, das es erlaubt, dass die Planungsbüros miteinander ins Gespräch kommen und die Öffentlichkeit in die Diskussion eingebunden ist. In diesem transparenten und partizipativen Prozess wird in zwei Dialogphasen die Entscheidung für ein Planungsteam vorbereitet, das mit den Planungsleistungen der Masterplanung für dieses anspruchsvolles Bauvorhaben beauftragt wird.
Wir suchen Konzepte für bezahlbare Wohnungen und gleichzeitig Bauten von hoher städtebaulicher Qualität. Lebendige Vielfalt in den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur und Arbeitsstätten ist uns ebenso wichtig wie Aspekte der Nachhaltigkeit und der Erhalt der Kulturlandschaft.“

Arne Dornquast, Bezirksamtsleiter Bergedorf: „Der Startschuss zum Wettbewerblichen Dialog markiert einen weiteren Meilenstein für die Entwicklung des neuen Stadtteils Oberbillwerder. Ziel ist es, weiterhin die Bürgerinnen und Bürger des Bezirkes Bergedorf in die Planungen und Diskussionen eng mit einzubinden. Nicht nur stadtplanerisch, sondern auch im Entstehungsprozess wird dieser Stadtteil neue Maßstäbe setzen. Ein wichtiger Baustein für die spätere Attraktivität und Akzeptanz von Oberbillwerder ist neben guten Entwürfen der Dialog über die anzustrebenden Umsetzungsmöglichkeiten.“

Karen Pein, Geschäftsführerin IBA Hamburg GmbH: „Der neue Stadtteil Oberbillwerder ist eines der ehrgeizigsten Stadtentwicklungsprojekte in Hamburg. Umso anspruchsvoller sind die Anforderungen, die wir den planenden Büros mit auf den Weg geben. Die Potenziale für ein urbanes, lebendiges und vielfältiges Oberbillwerder sind enorm.“

Im September 2016 hat der Hamburger Senat beschlossen, den Stadtteil Oberbillwerder zu entwickeln. Politik, Verwaltung, Fachexperten, und die interessierte Öffentlichkeit definierten die Ziele für das Stadtentwicklungsprojekt Oberbillwerder. Die IBA Hamburg als öffentliche Projektentwicklerin ist beauftragt, die Ziele umzusetzen.

Gestern begann die entscheidende Phase im Prozess zur Erstellung eines Masterplans: Der „Wettbewerbliche Dialog“. Der Prozess zur Entwicklung eines Masterplans für Oberbillwerder soll so bürgernah wie möglich ablaufen. Während klassische Wettbewerbsverfahren aus rechtlichen Gründen nur begrenzt Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung zulassen, bietet das in Hamburg erstmalig angewendete Verfahren „Wettbewerblicher Dialog“ mehr Transparenz und bietet auch die Voraussetzung für den öffentlichen Diskurs. Es eröffnet die Möglichkeit, dass die Planungsbüros ihre Arbeiten öffentlich vorstellen und diskutieren können. Eine Liste der Teilnehmerteams finden Sie im Anhang. 

Rund 350 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen gestern Abend zum Auftakt in das Forum Allermöhe. Mit dieser Veranstaltung hat die erste Phase des Wettbewerblichen Dialogs Oberbillwerder begonnen. Profilierte Büros aus Hamburg, sowie international renommierte und junge Teams treten in den Austausch mit Fachplanern und der interessierten Öffentlichkeit. In den nächsten Monaten finden mehrere öffentliche Veranstaltungen mit den Planungsteams, dem Beratungsgremium, Sachverständigen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern statt. Zum Abschluss der ersten Phase wird das Feld der Teilnehmerteams von 12 auf drei bis vier verkleinert. Im Mai 2018 soll dann nach Abgabe verbindlicher Angebote zu den jeweiligen Entwürfen eines dieser Teams mit der Entwicklung des Masterplanes beauftragt werden.

Eckpunkte der Aufgabenstellung:

Der neue Stadtteil Oberbillwerder soll sich durch lebendige Vielfalt an Nutzungen, Wohnungstypologien und Arbeitsstätten auszeichnen. Auf dem rund 120 Hektar großen Gebiet können 6.000 bis 7.000 Wohnungen, bis zu 4.000 bis 5.000 Arbeitsplätze, 3 Schulen, 12 Kindertagesstätten, StadtRad-Stationen, Social Hubs, switchh-points und Fahrradgaragen entstehen. Die verfügbaren Flächen sollen nach Möglichkeit mehrfach codiert werden, beispielsweise durch Doppelnutzungen von Schul- und öffentlichen Sportanlagen oder von Dachflächen für Solaranlagen, Begrünung oder Terrassen. Der Stadtteil soll klimafreundlich und zukunftsfähig sein. Dazu gehört ein multimodales Mobilitätskonzept, das das zentrale Augenmerk auf Fußgänger, Radfahrer und den öffentlichen Personennahverkehr richtet. Wichtig ist die Versorgung mit einem hohen Anteil regenerativer Energien. Die historische Kulturlandschaft soll bestmöglichst bewahrt werden, ein möglichst geringer Flächenverbrauch wird angestrebt.

Teilnehmende Planungsteams

  • ISA Internationales Stadtbauatelier (Stuttgart) mit WGF Objekt Landschaftsarchitekten (Nürnberg) & BAEK Architekten (Berlin)
  • UmbauStadt GbR (Weimar, Berlin, Frankfurt/Main, Wien) mit yellow z (Berlin) & häfner jimenez betcke jarosch landschaftsarchitektur (Berlin)
  • ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH (Köln) mit Ramboll Studio Dreiseitl (Überlingen/DE, Peking, Singapur)
  • gmp International GmbH & WES LandschaftsArchitektur (Hamburg) mit  KCAP Architects & Planners (Rotterdam/NL) & Kunst+Herbert_Büro für Forschung und Hausbau (Hamburg) & Arup Deutschland (London, Berlin, Düsseldorf)
  • Machleidt GmbH | Städtebau+Stadtplanung (Berlin) mit sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH (Berlin)
  • EDDEA ARQUITECTURA Y URBANISMO S.L.P (Sevilla/ESP)
  • Ammann Albers StadtWerke GmbH (Zürich) mit HinnenthalSchaar Landschafts-architekten GmbH (München)
  • coido architects  / Cordsen Ipach + Döll GmbH(Hamburg) mit ELBBERG Stadtplanung / Kruse und Rathje Partnerschaft mbB (Hamburg) & Bruun & Möllers GmbH & Co. KG (Hamburg) & urbanista OHG (Hamburg)
  • ADEPT ApS (Kopenhagen, Guangzhou/CN) mit Karres en Brands Landschaps-architecten b.v. (Hilversum/NL) & Transsolar Energietechnik GmbH (Stuttgart)
  • BDP Rotterdam (Rotterdam/NL)
  • De Zwarte Hond (Groningen/NL) mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (Bonn, Köln, Hamburg, Mannheim, Berlin)
  • bjp | Bläser Jansen Partner GbR (Dortmund) und Kraft.Raum Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung (Krefeld)

Rückfragen der Medien

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Dr. Magnus-Sebastian Kutz | Pressestelle
Telefon: (040) 428 40 – 2051 | Mobil: 0170 / 4568794
E-Mail: magnus.kutz@bsw.hamburg.de
 

IBA Hamburg GmbH
Stefan Laetsch | Pressesprecher
Telefon: (040) 226 227-312 | E-Mail: stefan.laetsch@iba-hamburg.de  

Bezirksamt Bergedorf
Sebastian Kloth | Pressesprecher
Telefon: (040) 42891- 2100 | E-Mail: sebastian.kloth@bergedorf.hamburg.de

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