Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Mehr günstige Mietwohnungen Wohnraumförderprogramm des Senats

Die Nachfrage nach günstigem Wohnraum in Hamburg ist hoch. Zur nachhaltigen Förderung des Wohnungsbaus stellt der Senat jährlich ein Wohnraumförderprogramm auf, mit dem insbesondere günstige Mietwohnungen entstehen.

Wohnraumförderprogramm des Senats

Unser Schwerpunkt: Jährlich über 100 Millionen Euro Förderung für neue Mietwohnungen

Den Schwerpunkt seiner Förderung legt der Senat auf den Neubau von Mietwohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindungen zur Verbesserung des Wohnungsangebots für Geringverdiener. Dazu zählen auch Familien mit Kindern, Studierende oder Senioren, die auf dem Wohnungsmarkt nur schwer zum Zuge kommen.

2.000 öffentlich geförderte Mietwohnungen mit einer geringen Anfangsmiete sollen jedes Jahr mit städtischer Hilfe neu entstehen – allein hierfür stellt der Senat jährlich über 100 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. 2014 wurde diese Vorgabe – wie in den Jahren seit 2011 auch schon – erfolgreich umgesetzt: 2.340 neue Mietwohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung wurden gefördert. Insgesamt wurden in 2014 Fördermittel in Höhe von rund 143 Millionen Euro bewilligt. In 2015 steht ein Fördervolumen von 171,5 Millionen Euro Subventionsbarwert zur Verfügung, davon alleine für die Mietwohnungsneubauförderung rund 123 Millionen Euro.

Was bedeutet Mietpreis- und Belegungsbindung?

Mit der Förderung verpflichtet sich der Vermieter gegenüber der Stadt, die Mietwohnungen für mindestens 15 – es gibt auch Laufzeiten von 30 Jahren – nur an Interessenten zu vermieten, die die Voraussetzungen für den Bezug einer geförderten Wohnung erfüllen.

Außerdem ist die Miete begrenzt. Je nach Förderart darf sie nur alle zwei Jahre um einen bestimmten maximalen Satz erhöht werden. Auch nach dem Auslaufen der Bindung bleibt die Miete für die Bestandsmieter noch lange moderat, da mögliche Mieterhöhungen gesetzlich geregelt sind.

Was wird gefördert?

  • Neubau von Mietwohnungen
    Die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) bietet zurzeit in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt zwei verschiedene Förderwege für den Neubau von Mietwohnungen an, den sogenannten 1. und 2. Förderweg.
    1. Förderweg für den Bau klassischer Sozialwohnungen
    Der 1. Förderweg stellt den Bau klassischer Sozialwohnungen sicher. Diese sind für Menschen gedacht, deren Einkommen maximal 30 % über den im Hamburgischen Wohnraumförderungsgesetz festgelegten Grenzen liegt, bei Senioren sind es bis zu 50 %. Rund 40 % aller Hamburger Haushalte können diesen Förderweg in Anspruch nehmen. Die monatliche Anfangsmiete, die Vermieter maximal verlangen dürfen, liegt 2013 bei 6,20 Euro pro Quadratmeter. Der Senat stellt jährlich Fördermittel für mindestens 1.200 Wohneinheiten dieses Typs zur Verfügung.
    2. Förderweg für mittlere Einkommensschichten
    Der 2. Förderweg wurde vom Senat 2011 neu eingeführt. Er soll den Bau von Mietwohnungen für Menschen mit mittleren Einkommen stärken, die angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt insbesondere in innerstädtischen Stadtteilen ebenfalls an ihre Grenzen stoßen. Bezugsberechtigt sind Haushalte, deren Einkommen maximal 60 % über dem liegt, was das Wohnraumförderungsgesetz als Grenze definiert. Damit können rund 56 % der Hamburger Haushalte diesen Förderweg in Anspruch nehmen. Die monatliche Anfangsmiete, die Besitzer in diesem Förderweg maximal verlangen dürfen, liegt bei Mietwohnungen, die in 2013 bewilligt wurden, bei 8,30 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.
    Der Senat stellt für diesen 2. Förderweg jährlich Fördermittel für bis zu 800 Wohneinheiten zur Verfügung.
  • Förderung von Baugemeinschaften
    Hamburg fördert Baugemeinschaften seit vielen Jahren auf besondere Weise und mit wachsendem Erfolg. Mit der „Agentur für Baugemeinschaften“ gibt es eine zentrale Anlaufstelle der Stadt Hamburg für alle, die sich für das Bauen in einer Baugemeinschaft interessieren. Im Rahmen der Hamburger Wohnraumförderung gibt es ein spezielles Förderprogramm. Außerdem werden rund 20% der für den Geschosswohnungsbau geeigneten Grundstücke, die von der Stadt verkauft werden, für Baugemeinschaften reserviert.
  • Eigentumsförderung
    Neben der Förderung von Mietwohnungen wird auch der Erwerb von selbstgenutztem Eigentum durch den Senat gefördert. Auch hier gelten Einkommensgrenzen. Für Familien gibt es je nach Anzahl der Köpfe verbesserte Konditionen.
  • Modernisierungsförderung
    Neben der Neubauförderung umfasst die Wohnraumförderung des Senats u.a. auch Programme zur nachhaltigen und sozialverträglichen Modernisierung von bestehenden Wohnungen.
    Gefördert werden sowohl der barrierefreie Umbau und die energiesparende Modernisierung als auch umfassende Modernisierungen, um Mietwohnungen dem aktuellen technischen Stand oder veränderten Wohnbedürfnissen anzupassen.
    Auch für diese Förderangebote werden teilweise Mietpreis- und Belegungsbindungen eingefordert, so dass die Mieten bezahlbar bleiben. Für den Mieter zahlt sich eine Modernisierung aus: Da gesetzlich vorgeschrieben ist, dass die auf den Mieter umlegbaren Kosten um den Betrag der Förderung reduziert werden müssen, steigt die Kaltmiete im Anschluss an eine Modernisierung weniger. Hinzu kommen bei energetischen Modernisierungen die geringeren Energiekosten.