Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Mehr günstige Mietwohnungen Wohnraumförderprogramm des Senats

Die Nachfrage nach günstigem Wohnraum in Hamburg ist hoch. Zur nachhaltigen Förderung des Wohnungsbaus stellt der Senat jährlich ein Wohnraumförderprogramm auf, mit dem insbesondere günstige Mietwohnungen entstehen.

Wohnraumförderprogramm des Senats

Unser Schwerpunkt: Über 200 Millionen Euro Förderung für neue Mietwohnungen

Den Schwerpunkt seiner Förderung legt der Senat auf den Neubau von Mietwohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindungen zur Verbesserung des Wohnungsangebots für Menschen mit geringem Einkommen. Dazu zählen auch Familien mit Kindern, Studierende oder Senioren, die auf dem Wohnungsmarkt nur schwer zum Zuge kommen.

Seit 2011 sollten jährlich 2.000 öffentlich geförderte Mietwohnungen und ab dem Jahr 2017 3.000 öffentlich geförderte Mietwohnungen mit einer geringen Anfangsmiete mit städtischer Hilfe neu entstehen – der Senat stellt die dafür notwendigen Fördermittel zur Verfügung.

Seit 2011 wurde diese Vorgabe in jedem Jahr erfolgreich umgesetzt und die Zielzahlen oft sogar übertroffen: 2.290 Neubau-Mietwohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung wurden in 2016 neu gefördert. Für 2017 steht ein Fördervolumen von 245,7 Millionen Euro Subventionsbarwert zur Verfügung, davon alleine für die Mietwohnungsneubauförderung rund 210 Millionen Euro.

Was bedeutet Mietpreis- und Belegungsbindung?

Mit der Förderung verpflichtet sich der Vermieter gegenüber der Stadt, die Mietwohnungen für mindestens 15 Jahre nur an Personen zu vermieten, die die Voraussetzungen für den Bezug einer geförderten Wohnung erfüllen. Es gibt auch Laufzeiten von 20 oder 30 Jahren.

Außerdem ist die Miete begrenzt. Je nach Förderart darf sie nur alle zwei Jahre um einen bestimmten maximalen Satz erhöht werden. Auch nach dem Auslaufen der Bindung bleibt die Miete für die Bestandsmieter noch lange moderat, da mögliche Mieterhöhungen gesetzlich geregelt sind.

Was wird gefördert?

Neubau von Mietwohnungen
Die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) bietet zurzeit in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen zwei verschiedene Förderwege für den Neubau von Mietwohnungen an, den sogenannten 1. und 2. Förderweg.

1. Förderweg für den Bau klassischer Sozialwohnungen 

Der 1. Förderweg stellt den Bau klassischer Sozialwohnungen sicher.

Diese sind für Menschen gedacht, deren Einkommen maximal 30 % über den im Hamburgischen Wohnraumförderungsgesetz festgelegten Grenzen liegt, bei Senioren sind es bis zu 50 %. Rund 36 % aller Hamburger Haushalte können diesen Förderweg in Anspruch nehmen. Die monatliche Anfangsmiete, die Vermieter maximal verlangen dürfen, liegt bei Wohnungen, die 2017 bewilligt wurden, bei 6,40 Euro pro Quadratmeter. Der Senat stellt jährlich Fördermittel für mindestens 2.200 Wohneinheiten dieses Typs zur Verfügung.

300 dieser Wohnungen sollen als so genannte „WA-Wohnungen“ für vordringlich wohnungsuchende Haushalte mit bis zu 40-jähriger Bindungsdauer entstehen.

2. Förderweg für mittlere Einkommensschichten

Der 2. Förderweg wurde vom Senat 2011 neu eingeführt. Er soll den Bau von Mietwohnungen für Menschen mit mittleren Einkommen stärken, die angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt insbesondere in innerstädtischen Stadtteilen ebenfalls an ihre Grenzen stoßen.

Bezugsberechtigt sind Haushalte, deren Einkommen maximal 60 % über dem liegt, was das Wohnraumförderungsgesetz als Grenze definiert. Damit können rund 50 % der Hamburger Haushalte diesen Förderweg in Anspruch nehmen. Die monatliche Anfangsmiete, die Besitzer in diesem Förderweg maximal verlangen dürfen, liegt bei Mietwohnungen, die 2017 bewilligt wurden, bei 8,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Der Senat stellt für diesen 2. Förderweg jährlich Fördermittel für bis zu 800 Wohneinheiten zur Verfügung.

Förderung von Baugemeinschaften

Hamburg fördert Baugemeinschaften seit vielen Jahren auf besondere Weise und mit wachsendem Erfolg. Mit der „Agentur für Baugemeinschaften“ gibt es eine zentrale Anlaufstelle der Stadt Hamburg für alle, die sich für das Bauen in einer Baugemeinschaft interessieren. Im Rahmen der Hamburger Wohnraumförderung gibt es ein spezielles Förderprogramm. Außerdem werden rund 20 % der für den Geschosswohnungsbau geeigneten Grundstücke, die von der Stadt verkauft werden, für Baugemeinschaften reserviert.

Eigentumsförderung

Auch der Erwerb von selbstgenutztem Eigentum wird durch den Senat gefördert. Wie bei der Förderung von Mietwohnungen gelten auch hier Einkommensgrenzen. Für Familien gibt es je nach Anzahl der Personen im jeweiligen Haushalt verbesserte Konditionen.

Modernisierungsförderung

Neben der Neubauförderung umfasst die Wohnraumförderung des Senats unter anderem Programme zur nachhaltigen und sozialverträglichen Modernisierung von bestehenden Wohnungen.

Gefördert werden barrierefreie Umbauten, energiesparende und  umfassende Modernisierungen, um Mietwohnungen dem aktuellen technischen Stand oder veränderten Wohnbedürfnissen anzupassen.

Auch für diese Förderangebote werden teilweise Mietpreis- und Belegungsbindungen eingefordert, so dass die Mieten bezahlbar bleiben. Für den Mieter zahlt sich eine Modernisierung aus: Da gesetzlich vorgeschrieben ist, dass die auf den Mieter umlegbaren Kosten um den Betrag der Förderung reduziert werden müssen, steigt die Kaltmiete im Anschluss an eine Modernisierung weniger. Hinzu kommen bei energetischen Modernisierungen die geringeren Energieverbräuche und somit geringere Betriebskosten.