Behörde für Umwelt und Energie

Stromnetz-Rückkauf Erfolgsgeschichte geht in nächste Runde

Umweltsenator Kerstan zieht positive Bilanz und unterzeichnet neue energiepolitische Kooperationsvereinbarung mit Stromnetz Hamburg GmbH

Vier Jahre nach dem Rückkauf des Stromnetzes zeigt sich: der Erwerb ist für Hamburg nicht nur energiepolitisch sondern auch wirtschaftlich ein Erfolg. Das unterstreichen die jüngsten Geschäftszahlen, die das städtische Unternehmen Stromnetz Hamburg GmbH für 2017 vorlegt. Die Stadt kann mit einer Gewinnabführung von 21,6 Millionen Euro rechnen. Das ist signifikant mehr als dem jährlichen Finanzaufwand für Netzerwerb und Investitionen entspricht. Der erfolgreiche Weg wird mit der Unterzeichnung einer neuen energiepolitischen Kooperationsvereinbarung durch Umweltsenator Jens Kerstan und die Geschäftsführung der Stromnetz Hamburg GmbH fortgesetzt.

Erfolgsgeschichte geht in nächste Runde

​​​​​​​Umweltsenator Jens Kerstan zieht eine positive Zwischenbilanz: „Hamburg profitiert vom Erwerb der Stromnetze. Das städtische Unternehmen investiert kontinuierlich hohe Beträge in den Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes, zum Beispiel für die wachsende Aufnahme regenerativer Energien und die Elektromobilität. Zugleich können wir sehen: der Rückkauf ist auch unter Haushaltsgesichtspunkten ein Erfolg. Das zeigt: Die Überführung zentraler Infrastrukturen in die städtische Hand – wie vom Volksentscheid 2013 für die Energienetze der Stadt gefordert – ist nicht nur richtig im Sinne der Daseinsvorsorge, sondern auch rentabel. Diesen Weg setzen wir nun mit Stromnetz Hamburg und der Unterzeichnung einer neuen energiepolitischen Kooperationsvereinbarung weiter fort. Stromnetz Hamburg ist und bleibt ein wichtiger Treiber der Energiewende in Hamburg.“ 

In der neuen energiepolitischen Kooperationsvereinbarung werden zentrale Aufgaben der kommenden Jahre formuliert, um das Netz im Zuge sich verändernder Erzeugungsstrukturen intelligent, sicher und umweltfreundlich auszurüsten. Beispiele sind der Aufbau eines der modernsten, sichersten und leistungsfähigsten deutschen „Smart Grids“ in der Hafen-City und ein neuer Innovationscampus, in dem Speichertechnologien für umweltfreundliche, regenerative Energien zum Einsatz kommen. Daneben haben Stadt und Unternehmen auch die Kostenseite im Sinne der Hamburger Verbraucher im Blick. Das gilt etwa für neue Hausanschlüsse, bei denen das Unternehmen Kostenvorteile weitergibt. Im Fokus von Stadt und Unternehmen steht auch die Ausbildung junger Hamburgerinnen und Hamburger. Parallel zum Engagement im Hamburgischen Ausbildungszentrum (HAZ) baut Stromnetz Hamburg am Geschäftssitz in Hamburg-Bramfeld ein neues Ausbildungszentrum auf - für jährlich 60 junge Menschen.

Thomas Volk, Geschäftsführer Stromnetz Hamburg GmbH: „Die Ausgestaltung einer urbanen Energiewende bedeutet auch eine zunehmende Verschränkung der unterschiedlichen sektoralen Infrastrukturen. Die wachsende Komplexität der damit verbundenen Aufgaben ist nur in einer gut funktionierenden und starken Kooperation zwischen Stadt und den städtischen Akteuren machbar. Wir können bereits, nach dieser kurzen kommunalen Zugehörigkeit, dynamische Lösungsansätze zur dezentralen Energiewende in Hamburg beitragen. Diesen Weg gehen wir kontinuierlich weiter.“

Karin Pfäffle, Geschäftsführerin Stromnetz Hamburg GmbH ergänzt: „Damit diese innovativen und intelligenten Lösungen heute und morgen umgesetzt werden können, bieten wir unseren zukünftigen jungen Fachkräften ein attraktives technisches Ausbildungsangebot mit einem direkten Draht zu unserem Kerngeschäft. Das derzeit im Bau befindliche Ausbildungszentrum setzt hierfür höchste Maßstäbe und kann sich im Wettbewerb mit anderen großen Playern sehen lassen“.

Details zu den Geschäftszahlen der Stromnetz Hamburg GmbH und zur neusten Standortbilanz des Unternehmens für Hamburg finden Sie hier: www.stromnetz-hamburg.de.

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