Behörde für Umwelt und Energie

Nachhaltiges Bauen Guckst du schon, oder schläfst du noch?

Eine Zuschauertribüne aus Holz auf dem Dach des ‚Docks‘ auf der Reeperbahn gewinnt den Gestaltungswettbewerb der Umweltbehörde

Ein Hostel mit begehbarem, tribünenartigem Dach über dem Musikclub ‚Docks‘, mitten auf der Reeperbahn – ein Traum für Musikfans und Hamburg Besucher. Bravourös wahr gemacht, zumindest als Entwurf, haben ihn jetzt zwei Studenten der HafenCity Universität: Dimitrios Traianos und Christian Behrens. Sie gewannen den von der Umweltbehörde ausgeschriebenen Hochschulwettbewerb „Holz on Top“. Weitere moderne bis „visionäre“ Entwürfe sind noch bis zum 15. Juli 2017 in der Europapassage zu sehen.

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Guckst du schon, oder schläfst du noch?

Bei „Holz On Top“ waren Architektur-Studenten der HafenCity Universität, der Fachhochschule Lübeck und der Hochschule 21 in Buxtehude aufgefordert, dem ‚Docks‘ auf St. Pauli ein einfallsreiches, nutzungsreiches Dach aufzusetzen. Einzige Bedingung: es musste aus Holz sein, um zu zeigen, welche Vorteile der Baustoff im innerstädtischen Wohnungsbau hat, auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Verdichtung unserer Stadt.

„Wir wollen mit dem Wettbewerb den Baustoff Holz in Hamburg bekannter machen“, so Amtsleiter Hans Gabanyi von der Umweltbehörde bei der Eröffnung. Auch ging es der Umweltbehörde darum zu demonstrieren, „wie vielfältig Holzbau sein kann“. Ziel sei es, „Bauherren zu bewegen, mehr Holz im Wohnungs- und Nichtwohnungsbau zu verwenden, zumal das Bauen mit Holz neuerdings auch von der Stadt gefördert wird“, so Gabanyi. Außerdem darf Holz künftig auch für Bauvorhaben mit einer Höhe von bis zu 22 Metern – das entspricht etwa sechs bis sieben Stockwerken – genutzt werden.

Der Siegerentwurf einer zuschauertribünenartigen Kombination aus Dachterrasse und Sitzstufen von Dimitrios Traianos und Christian Behrens überzeugte die Jury durch dessen „markantes und stadträumlich ansprechendes Erscheinungsbild“. Es sei „optisch und konzeptionell gut strukturiert“.

Statements der beteiligten Hochschulen:

„Die Profis der Zukunft bauen natürlich mit Holz - dafür schulden wir ihnen die beste Qualifikation in der Ausbildung für Entwurf, Planung und Bauausführung." (Prof. Dr.-Ing. habil. Wolfgang Willkomm, Ressourceneffizienz in Architektur und Planung, HafenCity Universität, Hamburg)

„Es ist fundamental wichtig, Studierende der Architektur, des Bauingenieurwesen und des Städtebaus von Anfang an mit den Prinzipien des nachhaltigen Bauens vertraut zu machen. Das ist die Herausforderung jedes Zeitalters gewesen, heute jedoch ist sie ernster und aktueller denn je!" (Prof. Heiner Lippe, Architekt, Nachhaltiges Planen und Bauen, Energetische Sanierung, technische Diagnostik, Fachhochschule Lübeck)

„Die notwendige Nachverdichtung unserer Städte wird auch in die Höhe erfolgen. Für viele dieser Aufstockungen ist der nachhaltige und reversible Baustoff Holz ideal.“ (Prof. Dr.-Ing. Karsten Ley, Städtebau, Stadtplanung, Entwurf und Architekturtheorie, hochschule 21 in Buxtehude

Alle Preisträger und auch weitere ‚Docks‘-Entwürfe können gerne im Internet zur Veröffentlichung hier heruntergeladen werden. Ebenso werden dort auch Bilder von der Preisverleihung eingestellt sein.

P.S.: Das ‚Docks‘ war für den Wettbewerb ausgewählt, weil es ein zentrales, beliebtes Hamburger Clubhaus auf einer berühmten Meile ist – allerdings ohne Dach. Dennoch: Es ist nicht wahrscheinlich, dass der Dachterrassen-Traum auf St. Pauli wahr wird. Es ist nicht wahrscheinlich, dass der Dachterrassen-Traum auf St. Pauli wahr wird. Sprinkenhof als Eigentümerin der Immobilie plant eine solche Erweiterung in absehbarer Zeit nicht. Falls es aber so weit kommt – kann auf vorhandene Ideen zurückgriffen werden.

Rückfragen der Medien:

Behörde für Umwelt und Energie
Pressestelle: Jan Dube
040 42840-8006
jan.dube@bue.hamburg.de

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