Behörde für Umwelt und Energie

Silberpflanze Den höchsten Respekt verdient

Loki Schmidt Stiftung und Hamburger Abendblatt zeichnen vorbildliche Naturschutzprojekte aus

Umweltsenator Jens Kerstan hat gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Loki Schmidt Stiftung, Jens Ohde, und dem Chefredakteur des Hamburger Abendblattes, Lars Haider, sechs vorbildhafte  Natur-Projekte ausgezeichnet.

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Den höchsten Respekt verdient

Die Loki Schmidt Silberpflanze wird seit 1977 an Personen und Gruppen vergeben, die sich um den Schutz von gefährdeten Pflanzen, Tieren und Lebensräumen ganz besonders verdient gemacht haben. Die Silberpflanze, gestiftet von Loki Schmidt, gilt als eine der ältesten bundesdeutschen Naturschutz-Auszeichnungen und genießt – obwohl kein Preisgeld ausgelobt wird – ein sehr hohes Renommee.

Umweltsenator Jens Kerstan sagte: „Es sind wunderbare Projekte, die jetzt zu Recht ausgezeichnet werden. Geehrt werden Menschen, die sich mit viel Arbeit, viel Herzblut und noch mehr Zeit, für ihre, für unsere Umwelt stark gemacht haben. Ihr Einsatz verdient unseren größten Respekt.“

Ausgezeichnet wurde Dr. Stefan Meyer aus Göttingen, dessen deutschlandweites Projekt „100 Äcker für die Vielfalt“ dem zunehmenden Schwund der Ackerwildkräuter durch ein Netz von Schutzflächen langfristig entgegen tritt. „Schutzäcker sollen Zentren für eine Wiederausbreitung der Arten sein“, so Meyer. Infos unter: www.schutzacker.de

Ausgezeichnet wurden Elke und Dieter Nitz aus Hamburg Sasel, die durch das Freilegen des Restbestandes einer Apfel-Streuobstwiese aus den 30er Jahren eine für Hamburg einmalige heute mit 100 Apfelsorten umfassende Sortenvielfalt gesichert haben. „Die Appelwisch ist unser persönlicher Dienst an der Umwelt, als Beitrag zu einer Vielfalt fördernden Landwirtschaft“, so Elke und Dieter Nitz. Infos unter: www.appelwisch.de

Ausgezeichnet wurde Dr. Hans-Helmut Poppendiek, langjähriger Kustos am Herbarium Hamburgense der Universität Hamburg, für sein Lebenswerk. Er erforschte unter vielem anderen die Gefäßpflanzen-Flora von Hamburg und Umgebung oder die Systematik und Biologie des Schierlings-Wasserfenchels. „Wie soll der Mensch sich für etwas begeistern, es schützen, wenn er es nicht kennt“, so Poppendiek.

Ausgezeichnet wurde Detlef Hack, dessen Lämmerhof bei Ratzeburg in Schleswig-Holstein ökologischer Landbau und Naturschutz in einem kennzeichnen. Fließende Übergänge und Strukturen auf den Hofflächen sichern durch Vernetzung der Lebensräume vielen Wildkräutern das Überleben oder bieten Tieren Lebensflächen: „Die Rückkehr der Kraniche Mitte der neunziger Jahre ist für uns ein Symbol, hier den richtigen Weg gegangen zu sein“, so Hack. Infos unter: www.laemmerhof.de

Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr der Leserpreis „Grünes Hamburg“ der Loki Schmidt Stiftung und des Hamburger Abendblattes verliehen. Aus mehr als einhundert Einsendungen vergab die Jury letztlich zwei erste Preise.

Ausgezeichnet wurden Sigrid und Klaus Curth für ihr Projekt: „Gemeinsam Gärtnern im Park“. Die beiden Wandsbeker möchten, dass sich Menschen für öffentliche Parkanlagen engagieren und in ihnen treffen. „Lustvoll schaufeln, energisch fegen, kraftvoll graben, stärkt die eigene Bewegungsfähigkeit und belebt das Umfeld“, so Sigrid und Klaus Curth.

Den zweiten ersten Platz belegte Maike Andersson, deren 1000m² großer Garten nicht pflegeleicht, aber dafür umso erlebnisreicher gestaltet ist und eine symbiotische Aufteilung variantenreicher Lebensräume vom Gründach bis zur Wildblumenwiese, bietet. „Gärtnern bedeutet für mich Erhalt des ‚Zusammen Wachsens‘ inmitten urbaner Lebendigkeit“, so Andersson.

Axel Jahn, Geschäftsführer Loki Schmidt Stiftung, sagte: „„Wir können diesen Menschen für ihre Leistung gar nicht genug Respekt zeigen. Unsere Auszeichnungen soll Danke sagen und Mut machen, sich für den Schutz unserer Lebensgrundlagen einzusetzen.“

Lars Haider: Chefredakteur des Hamburger Abendblatts der „Silberpflanze“: „In Zeiten, in denen in Hamburg über Verdichtung diskutiert wird, ist es uns wichtig, auch ein Zeichen für das Grün in der Stadt zu setzen.“

Die Preisverleihung in der Bucerius Law School wurde unterstützt von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Helmut und Loki Schmidt Stiftung.


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