HVV-Card, App und Co Die Tickets der Zukunft

Der Hamburger Verkehrsverbund rüstet sein Ticket-System flächendeckend auf und bietet bargeldlos bezahlbare E-Tickets und neue App-Services. Fahrkarten aus Papier wird es aber auch weiterhin geben.

HVV führt ab 2016 die elektronische Kundenkarte ein

HVV-Card für bargeldlosen Ticketkauf

Die Einführung der HVV-Card hat begonnen. Seit 2017 erhalten alle Abonnenten die neue elektronische Kundenkarte als Ersatz für ihre bisherige Kundenkarte. Aber auch alle anderen Fahrgäste können kostenlos in vielen Servicestellen oder online ihre HVV-Card bestellen, auf der dann je nach Bedarf eine Fahrkarte gespeichert werden kann. Am Ticketautomaten wählen die Kunden die gewünschte Fahrkarte, und halten dann die HVV-Card vor das Lesegerät. Das Ticket wird auf dem Chip gespeichert und der Fahrpreis wird monatlich per Abbuchung bezahlt. Es kann auch per Prepaid-System bezahlt werden. Gleiches gilt für den Ticketkauf in Bussen. Damit entfällt in Zukunft das Warten in den Servicestellen. Auf alle mit der HVV-Card gekauften Einzel- und Tageskarten werden grundsätzlich drei Prozent Rabatt gewährt. 

Tickets über die HVV-App

Parallel ist auch weiterhin der Fahrkartenkauf über die HVV-App möglich. Die HVV-App bietet neben dem Ticketkauf die persönliche Fahrplanauskunft und zeigt außerdem, wo in der Nähe „switchh“-Carsharing-Fahrzeuge und „StadtRad“-Stationen sind. Der Fahrkartenverkauf über die App wächst stetig und soll zum wesentlichen Vertriebsweg ausgebaut werden. Allein in den ersten beiden Monaten des Jahres 2017 kauften 937.000 Kunden ihre Fahrkarte über die App. Das ist ein Zuwachs von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wie auch bei der HVV-Card gibt es drei Prozent Rabatt auf alle Einzel- und Tageskarten.

"Check-in/ Be out" 

Noch in diesem Jahr geht das Projekt „Check-in / Be-out“ in den Testbetrieb. Nutzer des App-Services müssen nicht mehr im Vorwege auswählen, welche Fahrkarte die richtige ist. Stattdessen registriert das Smartphone wann ein Fahrgast ein- und aussteigt, errechnet automatisch den günstigsten Fahrpreis und bucht ihn ab. Am Testbetrieb sind sechs Verkehrsunternehmen und die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen beteiligt. Anschließend ist die Ausweitung auf den gesamten HVV vorgesehen.