Gratis WLAN Hochbahn Kostenloses Surfen in Bus und Bahn

Die sechsmonatige Testphase im Jahr 2016 war ein voller Erfolg. Nun will die Hochbahn bis Ende 2017 kostenloses WLAN in all ihren Busse und bis Ende 2018 in allen U-Bahn-Haltestellen installieren. Das Pilotprojekt wurde von den Fahrgästen überaus positiv angenommen. 

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Gratis WLAN bei der Hochbahn - Rollout nach erfolgreicher Testphase

Testphase erfolgreich abgeschlossen – WLAN-Rollout kommt

Das halbjährige Pilotprojekt war ein voller Erfolg. Deshalb hat sich die Hochbahn entschieden, alle 1.000 Busse und die 91 U-Bahn-Haltestellen mit einem kostenlosen WLAN-Zugang auszurüsten. Das ganze soll relativ zügig abgewickelt werden, sodass die Busflotte bereits Ende nächsten Jahres komplett mit WLAN-Routern ausgestattet wäre. In den Haltestellen der U-Bahnen wird es etwas länger dauern, da dafür Bauarbeiten zur Installation von Glasfaserkabeln nötig sind. Die Haltestellen sollen Ende 2018 alle mit WLAN-Zugängen ausgestattet sein. 

wilhelm.tell bleibt Partner

Das Unternehmen wilhelm.tel aus Norderstedt war der Partner im Pilotprojekt und wird auch weiterhin mit seinem Angebot MobyKlick der Provider sein. wilhelm.tel schließt unter anderem alle U-Bahn-Haltestellen an das Glasfaserkabelnetz an. Die Freie und Hansestadt Hamburg plant zudem, mit MobyKlick bis zu 900 Accesspoints im öffentlichen Raum einzurichten. Rund 1,7 Millionen Euro soll die Investition in die Ausstattung der kompletten Busflotte mit Routern und der Anschluss aller U-Bahn-Haltestellen an das Glasfasernetz von wilhelm.tel kosten. 

USB-Buchsen für leere Batterien

Ohne Saft nützt auch das schnellste WLAN nichts, daher sollen auch USB-Ladebuchsen in den Bussen und U-Bahnen eingebaut werden. Bereits Mitte Dezember 2016 soll der erste DT5-Zug mit USB-Buchsen nach Hamburg kommen. Die bereits im Betrieb befindlichen DT5-Fahrzeuge, sollen Stück für Stück nachgerüstet werden. Es ist noch nicht abschließen geklärt, ob es sich lohnen würde, die älteren DT4-Fahrzeuge ebenfalls nachzurüsten. Die neuen Solarisbusse haben bereits USB-Buchsen, weitere sollen folgen. 

Projekt begann im April 2016

Am 21. April 2016 hatte die rund sechs Monate andauernde Testphase des Hamburger Hochbahn Projekts "Kostenfreies WLAN für Fahrgäste" begonnen. Dabei wurden die U-Bahn-Haltestellen Mönckebergstraße (12.000 Fahrgäste täglich) und Borgweg (15.000 Fahrgäste täglich) sowie die MetroBus-Linie 5 (60.000 Fahrgäste täglich) mit frei zugänglichem Internet ausgerüstet. Während Fahrgäste Mitte Mai ca. 2.000 mal täglich das Angebot nutzten, über das kostenfreie WLAN ins Internet zu gelangen, waren es im September bereits ca. 5.000 – mehr als doppelt so viele. 

Die Linie 5 ist eine der größten Buslinien Europas, die von Burgwedel über Niendorf, Hoheluftbrücke, Dammtor und Rathausmarkt bis zum Hauptbahnhof fährt. In allen 92 Bussen dieser Linie wurden WLAN-Router installiert, die sich dann über das LTE-Netz einwählen - die stationären Router an den U-Bahn-Haltestellen nutzen dafür das Glasfaserkabelnetz. 

Testphase: 92% nutzen mobiles Endgerät

Die Hochbahn führte im Rahmen der Testphase eine repräsentative Umfrage unter ihren Fahrgästen durch, um deren Nutzungsverhalten zu untersuchen. Die Ergebnisse zeugten von einem deutlichen Zuspruch: 92% der Smartphone- und Tabletbesitzer unter den Fahrgästen nutzten ihre mobilen Endgeräte, wenn sie mit Bus und Bahn unterwegs waren, 62% davon regelmäßig. Besonders stark war die Nutzung von Nachrichtendiensten wie WhatsApp und Social Media-Apps. Da das WLAN derzeit nicht verschlüsselt ist, sollte von Online-Banking in Bus und Bahn erst einmal abgesehen werden, wenn keine VPN-Verbindung eingerichtet oder anderweitige Sicherheitsvorkehrung vorgenommen wurden. 

Fahrpreise werden deshalb nicht erhöht

Die Maßnahme soll die öffentlichen Verkehrsmittel gerade auch für junge Menschen attraktiver machen, damit diese häufiger aufs Auto verzichten. Das Vorhaben sei der erste große Schritt für die angestrebte Digitalisierung des Unternehmens, sagt Hochbahn-Sprecher Kreienbaum. Auf die Ticketpreise soll sich die Einrichtung des Drahtlosnetzwerkes nicht auswirken.

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