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Life-Berichte aus dem Nanokosmos

Richtfest für die neue Forschungskooperation CFEL

20.07.2010, 15:00 Uhr

Auf dem Campus der Universität Hamburg in Bahrenfeld wurde heute Richtfest für einen weiteren Neubau gefeiert. Das Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) – ein europaweit einmaliges Kompetenzzentrum für Forschung an und mit Lichtquellen der nächsten Generation – hat einen ersten Gebäudeteil für modernste Laborausstattung und Büros erhalten.  

Modell des CFEL-Gebäudes, Außenperspektive Modell des CFEL-Gebäudes, Außenperspektive

(hammeskrause architekten Stuttgart)

Modell des CFEL-Gebäudes, Innenperspektive Modell des CFEL-Gebäudes, Innenperspektive

(hammeskrause architekten Stuttgart)

Modell des CFEL-Gebäudes, Perspektive Büroring Modell des CFEL-Gebäudes, Perspektive Büroring

(hammeskrause architekten Stuttgart)

(Das Fotomaterial finden Sie auch zum Download am Ende des Artikels, bitte beachten Sie bei Verwendung die Urheberrechte)

In Anwesenheit vieler internationaler Wissenschaftler haben Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach, der Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Dr. Martin Stratmann, der Vizepräsident für Forschung der Universität Hamburg, Prof. Dr.-Ing. H. Siegfried Stiehl, der Vorsitzende des Direktoriums des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY), Prof. Dr. Helmut Dosch und der Vorsitzende des CFEL-Leitungsgremiums, Prof. Dr. Joachim H. Ullrich vom Max-Planck-Institut für Kernphysik, dem Neubau und seinen zukünftigen Nutzern ihre guten Wünsche mit auf den Weg gegeben. 

Interdisziplinäre Forschung am CFEL soll es insbesondere ermöglichen, die neuesten Strahlungsquellen mit einer zeitlichen Auflösung von wenigen Femtosekunden (billiardstel Teil einer Sekunde) und extremen Intensitäten (eine Million mal mehr als bisher) optimal auszuschöpfen. Unter anderem lassen sich so dynamische Prozesse und strukturelle Änderungen von Atomen, Molekülen, Festkörpern, Plasmen oder von biologischen Systemen in Realzeit beobachten und analysieren.  

Die Kosten für die Errichtung des Forschungsneubaus belaufen sich auf knapp 49 Mio. Euro.  Die Stadt Hamburg wird den Großteil davon tragen. Wegen der herausragenden Forschungskonzeption des CFEL beteiligt sich der Bund mit rund 14 Mio. Euro. Aufgrund baulicher Verzögerungen durch den langen und strengen Winter wird das Gebäude voraussichtlich erst Anfang des übernächsten Jahres in Betrieb genommen.  

Prof. Dr.-Ing. H. Siegfried Stiehl, Prof. Dr. Helmut Dosch, Dr. Herlind Gundelach, Prof. Dr. Martin Stratmann, Prof. Dr. Joachim H. Ulllrich (v.l.n.r.); © UHH, RRZ/MCC, Arvid Mentz
Prof. Dr.-Ing. H. Siegfried Stiehl, Vizepräsident der Universität Hamburg, Prof. Dr. Helmut Dosch, Vorsitzender des DESY-Direktoriums, Dr. Herlind Gundelach, Senatorin für Wissenschaft und Forschung Hamburg, Prof. Dr. Martin Stratmann, Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Dr. Joachim H. Ulllrich, Vorsitzender des CFEL-Leitungsgremiums (v.l.n.r.)

(UHH, RRZ/MCC, Arvid Mentz)

Dr. Herlind Gundelach, Senatorin für Wissenschaft und Forschung: Mit CFEL wollen wir dazu beitragen, dass Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen und Ländern auf einem der spannendsten Gebiete der Physik, der Forschung an und mit Freie-Elektronen-Lasern, auf höchstem Niveau und unter besten Voraussetzungen zusammenarbeiten können; Wissenschaft kennt keine Grenzen. Ich bin stolz und dankbar, dass es gelungen ist, für die Arbeitsgruppen die besten Wissenschaftler weltweit zu gewinnen. CFEL ist schon jetzt eine wissenschaftliche Erfolgsstory. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass der Standort Bahrenfeld der Universität Hamburg schon heute ein Exzellenzstandort der Physik ist.“ 

Prof. Dr. Martin Stratmann, Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft: „Die Max-Planck-Gesellschaft wünscht allen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die in wenigen Jahren in dieses neue Gebäude einziehen werden, Kraft, Durchhaltevermögen, die richtige  Intuition und Begeisterung bei ihrer faszinierenden Arbeit, da  ohne dies alles Wissenschaft nicht funktioniert. Nutzen Sie die einmalige Chance, die Ihnen eine Universität und zwei führende Forschungsorganisationen bieten, gemeinsam ins Unbekannte vorzustoßen, um diesem großen Forschungsprojekt die Sichtbarkeit zu verleihen, die es verdient hat. Sie werden es nicht bereuen, der Erfolg wartet schon!“ 

Prof. Dr.-Ing. H. Siegfried Stiehl, Vizepräsident für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und Informationsmanagement der Universität Hamburg: „Das CFEL ist eine für die Universität Hamburg bislang einmalige Form der Zusammenarbeit mit zwei herausragenden außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Freie-Elektronen-Laser-Forschung. Bereits jetzt ist mit diesem Forschungsverbund eine hervorragende Vernetzung der Forschungsaktivitäten gelungen. Der Neubau wird Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen unter einem Dach vereinen und damit die Möglichkeiten des interdisziplinären und vernetzten Arbeitens noch intensivieren. Unser Forschungsschwerpunkt “Materie und Universum” wird davon wesentlich profitieren. 

Prof. Dr. Helmut Dosch, Vorsitzender des DESY-Direktoriums: „Ich freue mich sehr, dass wir heute das Richtfest für das neue Forschungszentrum CFEL feiern können. CFEL wird neue Maßstäbe in der Forschung setzen und die Grenzen unseres Wissens über Bio- und Nanomaterialien dramatisch verschieben. Dieses neue institutionsübergreifende Forschungszentrum hat alle Voraussetzungen, zum internationalen Wahrzeichen dieser neuen Forschung zu werden. Hierzu passt auch das futuristisch-geniale Gebäude.“ 

Prof. Dr. Joachim H. Ullrich, Vorsitzender des CFEL-Leitungsgremiums und Direktor des Max-Planck-Instituts für Kernphysik: „Neben DESY, der Universität Hamburg, der MPG und dem Bund gilt der besondere Dank der CFEL Wissenschaftler der Stadt Hamburg. Sie baut uns dieses Dach mit viel Engagement! Es entsteht ein wunderbares, lichtdurchflutetes Gebäude mit erstklassigen Labors, das mit seiner klugen, ansprechenden Architektur – und hier unser Dank und Kompliment an die Architekten – einlädt, über institutionelle und disziplinäre Grenzen hinweg exzellente und innovative Wissenschaft auf höchstem Niveau zu betreiben! Als Wissenschaftler ist man immer ungeduldig und es müsste alles schneller gehen, aber in Anbetracht der Herausforderungen auf allen Ebenen dringen wir doch in rekordverdächtiger Geschwindigkeit in das neue Terrain der Wissenschaft mit Freie Elektronen Laser vor.“  

CFEL ist eine neuartige Kooperation von DESY, der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und der Universität Hamburg und soll die Zusammenarbeit der universitären und außeruniversitären Forschung weiter intensivieren. Im Rahmen des Richtfestes fand ein Symposium mit internationalen Wissenschaftlern statt, das sich mit der Entwicklung und den zukünftigen Möglichkeiten von Röntgenlasern beschäftigte. 

Für Rückfragen:

Forschungskoordinator CFEL, Dr. Ralf Koehn,
Tel.: +49 (0)40 8998-5785, E-Mail: ralf.koehn@cfel.de

CFEL-Leitungsgremium, Prof. Dr. Joachim H. Ullrich,
Tel.: +49 (0)6221 516-696, E-Mail: Joachim.ullrich@mpi-hd.mpg.de

Kontaktmöglichkeit
Pressestelle der Behörde für Wissenschaft und Forschung N. N. Hamburger Straße 37 22083 Hamburg
Tel.: Fax: E-Mail:
040 42863-2322 040 42863-3722 pressestelle@bwf.hamburg.de

Downloads

CFEL-Bildmaterial

X-ZIP-COMPRESSED , 4.85 MB