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Norddeutsche Wissenschaftsminister vereinbaren Norddeutschen Wissenschaftspreis

Mehr Zusammenarbeit bei gemeinsamen Forschungsschwerpunkten

02.11.2011, 14:56 Uhr

Die Norddeutsche Wissenschaftsministerkonferenz (NWMK) mit den Ländern Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg kam heute in Hamburg zusammen, um über gemeinsame Ziele und Vorhaben in der Wissenschafts- und Forschungspolitik zu sprechen.

Als hervorragendes Beispiel der Zusammenarbeit in Norddeutschland kann schon heute der Norddeutsche Wissenschaftspreis bezeichnet werden. Dieser Preis, ausgeschrieben von den Küstenländern, soll die exzellente Wissenschaft in Norddeutschland sichtbar machen. Unter dem Vorsitz der Senatorin für Wissenschaft und Forschung, Dr. Dorothee Stapelfeldt, beschloss die Wissenschaftsministerkonferenz die Einführung des neuen Norddeutschen Wissenschaftspreises. Der Norddeutsche Rundfunk wurde für eine Medienpartnerschaft gewonnen. Das Preisgeld für den Norddeutschen Wissenschaftspreis soll 50.000 Euro im Jahr betragen. Einmal jährlich, mit alternierenden Themenausschreibungen, soll der Norddeutsche Wissenschaftspreis, erstmals Ende 2012, vergeben werden. Federführendes Land für den ersten Norddeutschen Wissenschaftspreis wird Hamburg sein.

Einen weiteren Themenschwerpunkt der NWMK bildete die Diskussion über Maßnahmen zum weiteren Ausbau der norddeutschen Forschung in den Bereichen Energie, Biowissenschaften/Medizin und Meeres- und Klimaforschung.

Im Bereich Energieforschung, Biowissenschaften und Medizin sollen die mit dem Bund stattgefundenen Gespräche zur Förderung der norddeutschen Schwerpunkte fortgesetzt werden. Die Strukturanalyse konnte Vernetzungs- und Kooperationspotentiale aufzeigen und wird als wichtige Grundlage für die wissenschaftliche Schwerpunktbildung und Zusammenarbeit der norddeutschen Länder gesehen.

Im Bereich Meeres- und Klimaforschung hat die Norddeutsche Wissenschaftsministerkonferenz entschieden, eine Strukturanalyse für diesen Forschungsbereich durchzuführen. Hierzu wird für alle norddeutschen Küstenländer ein Auftrag an die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen (WKN) zur Analyse der deutschen Meeresforschung vergeben. Ergebnisse sollen bis 2013 vorgelegt werden.

Für die Stärkung der Meeres- und Klimaforschung wird parallel eine Sondersitzung der NWMK im Januar 2012 mit dem Schwerpunkt Meeresforschung in Brüssel stattfinden. Der maritime Sektor Norddeutschland und die deutschen meereswissenschaftlichen Kompetenzen der in den norddeutschen Ländern vorhandenen Forschungseinrichtungen und Hochschulen sollen hervorgehoben und stärker auf europäischer Ebene verankert werden. Gleichzeitig mit der Sitzung findet für einige Tage eine  Ausstellung des Konsortiums Deutsche Meeresforschung im Europäischen Parlament in Brüssel statt. Die KDM-Ausstellung Die Deutsche Meeresforschung in Europa kann dazu dienen, Entscheidungsträger in Brüssel zu gewinnen, und dass die deutsche Meeresforschung für EU-Förderprogramme berücksichtigt wird. Die Wahrnehmung und Sichtbarkeit des Meeresforschungsstandorts Norddeutschland wird durch diese Tagung gestärkt. 

Die NWMK-Vorsitzende Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt zum Abschluss der Tagung: „Insbesondere freut mich die gute Zusammenarbeit bezüglich des Norddeutschen Wissenschaftspreises. Dieser Preis wird für exzellente wissenschaftliche Leistungen und Kooperationen über die Ländergrenzen hinaus verliehen werden. Der Norddeutsche Wissenschaftspreis wird herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Wertschätzung von fünf Bundesländern zuteilwerden lassen und ihre exzellenten Arbeiten herausstellen und fördern. Wir freuen uns auch sehr, den Norddeutschen Rundfunk für eine Medienpartnerschaft gewonnen zu haben. Die Wahrnehmung durch eine breite Öffentlichkeit ist für die norddeutsche Forschungslandschaft von enormer Bedeutung.“

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