Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Medizin-Studium Bundesverfassungsgericht entscheidet über Medizin-NC

Bisherige Regelung ist mit dem Grundrecht auf freie Ausbildungswahl nur bedingt vereinbar.


Bundesverfassungsgericht entscheidet über Medizin-NC

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung:

„Ob man einen Studienplatz in Medizin bekommt, sollte nicht von Glück sondern allein von Eignung abhängen. Dass das bisherige, bundesweite Auswahlverfahren das nicht in jedem Fall sicherstellen kann, hat das Bundesverfassungsgericht heute festgestellt. Für eine bessere Chancengleichheit aller Bewerberinnen und Bewerber in Deutschland müssen die Vergabekriterien der Stiftung für Hochschulzulassung überarbeitet werden und die unterschiedlichen Eignungstests an den Hochschulen in den Ländern stärker standardisiert werden. Denn die Regelungen fast aller Bundesländer wurden für nicht verfassungskonform erklärt. Die medizinische Fakultät am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf führt seit Jahren transparente und den bundesweiten Kriterien entsprechende Vergabeverfahren durch. Diese Verfahren erfüllen bereits vorbildhaft die Vorgaben, die das Bundesverfassungsgericht jetzt den Ländern gemacht hat.“

Während die Praxis an der Medizinischen Fakultät am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf nicht Gegenstand der Kritik ist, hat das Bundesverfassungsgericht die landesrechtlichen Regelungen in Hamburg als zu wenig konkret angemahnt. Die Länder haben bis zum 31.12.2019 Zeit ihre gesetzlichen Regelungen anzupassen.