Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Senatsempfang zum Weltfrauentag Internationaler Frauentag im Rathaus

Auftakt in das Jubiläumsjahr „100 Jahre Frauenwahlrecht“

Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank empfängt heute rund 400 Gäste zu einem Senatsempfang anlässlich des Internationalen Frauentages im Hamburger Rathaus. Mit der Feierlichkeit würdigt der Senat das Engagement zahlreicher Organisationen, Verbände und privater Initiativen, die sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern einsetzen. Im Mittelpunkt des diesjährigen Senatsempfangs steht das Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“. Herma Koehn, Schauspielerin des Ohnsorg-Theaters, erinnert in szenischen Lesungen an historische Momente rund um die Erringung des Frauenwahlrechts.

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Internationaler Frauentag im Rathaus

Als Gastrednerin spricht Prof. Dr. Doris König, Richterin des Bundeverfassungsgerichts und Präsidentin außer Dienst der Bucerius Law School, über den Erfolg für die Frauen damals und die Verpflichtung für heute. Gemeinsam mit Deborah Steinborn, Autorin und Vorstandsmitglied des Landesfrauenrates HH e.V., diskutiert Senatorin Fegebank zudem über die Errungenschaft des Frauenwahlrechts mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Der Internationale Frauentag ist heute wichtiger denn je: Aktuell verdeutlicht die anhaltende metoo-Debatte, dass Frauenrechte wie die körperliche Unversehrtheit und die menschliche Würde in vielen Ländern und allen Lebensbereichen stark unter Druck stehen. Jetzt ist der richtige Moment die Stimme zu erheben und deutlich zu sagen: Frauenrechte sind Menschenrechte! Wir dürfen nicht nachlassen und müssen weiterhin die vollständige Gleichberechtigung einfordern und bereits erreichtes verteidigen.“

Der Internationale Frauentag fand 1911 zum ersten Mal in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt. Initiiert wurde er von der sozialistischen Arbeiterinnenbewegung, allen voran Clara Zetkin. Eine der zentralen Forderungen damals war das aktive und passive Wahlrecht für Frauen. Am 30. November 1918 trat das Reichswahlgesetz mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Deutschland in Kraft.

„Der internationale Frauentag ist ein ganz besonderer Tag: Heute blickt die ganze Welt auf uns Frauen. In diesem Jahr feiern wir besonders im Zeichen von 100 Jahre Frauenwahlrecht einen fundamentalen Schritt für die Gleichberechtigung. Jeder Fortschritt wurde von Frauen vor uns hart erkämpft. Insgesamt haben wir schon viel erreicht in den letzten Jahren und Jahrzehnten – auch dank einer starken Frauenbewegung – aber gerade jetzt in einer Phase, in der sicher geglaubte Rechte und Freiheiten in Frage gestellt werden, sind wir in der Verantwortung, diesen Kampf fortzusetzen. Unser Ziel bleibt: Die Hälfte der Macht den Frauen“, so Fegebank weiter.