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Gesamtmobilitätskonzept Gesamtmobilitätskonzept für den Süderelberaum

Gesamtmobilitätskonzept für den Süderelberaum

Gesamtmobilitätskonzept für den SüderelberaumIm Süderelberaum in Hamburg sind erhebliche städtebauliche Veränderungen in den Siedlungsgebieten und dem Hafengebiet geplant. Die zentrale Lage und Bedeutung des Hafen Hamburg erfordert Anpassungen der Verkehrsinfrastruktur, die eine effiziente Hinterlandanbindung des Hafens auch für die Zukunft sicherstellen und den Schutz der Wohnbevölkerung vor nachteiligen Wirkungen des Verkehrs verbessern. Dabei stellt die besondere Situation der Durchmischung von Gewerbegebieten, Hafenfläche, Wohngebieten und Naturlandschaften eine besondere Herausforderung für den bereits hoch belasteten Raum dar.

Für die Infrastruktur-Großprojekte wie die Hafenquerspange, die A 26, die Wilhelmsburger Reichsstraße sowie für lokale Bereiche wie z.B. in Wilhelmsburg liegen bereits umfassende Verkehrsplanungen vor. Mit dem Gesamtmobilitätskonzept für den Süderelberaum werden nun die wesentlichen Einzeluntersuchungen und Planungsergebnisse mit ihren Auswirkungen im Zusammenhang dargestellt. Zudem werden die Ausgangsbasis und der Prognosezeitraum, die in den vorliegenden Einzeluntersuchungen teilweise unterschiedlich waren, jeweils vereinheitlicht. Das vorliegende Konzept enthält eine umfassende Darstellung der zukünftigen verkehrlichen Situation unter der Annahme unterschiedlicher infrastruktureller Entwicklungen sowie eine Reihe an verkehrsplanerischen Handlungsempfehlungen und soll damit Grundlage für weitere verkehrspolitische Entscheidungen sein.

Zusätzlich zu den bestehenden Untersuchungen wurden weitere wichtige Aspekte in das Konzept einbezogen. Diese sind insbesondere:

  • Verdeutlichung der Einzelwirkungen der raumstrukturellen und infrastrukturellen Planungen auf die Verkehrsabläufe im Hafen Hamburg und speziell im Süderelberaum;
  • Wechselwirkungen des Individualverkehrs mit dem öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) einschließlich von Park + Ride (P+R) Konzepten;
  • Einbindung der Radverkehrskonzeption für Hamburg sowie
  • Verdeutlichung der Umwelt- und Lärmauswirkungen auf Landschaft und Bevölkerung.

Neben der Einbindung vorhandener Informationen und Gutachten werden die unterschiedlichen Interessen von Bevölkerung, Unternehmen und Wirtschaft in der Region berücksichtigt.

Wesentliche Ergebnisse

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2025 mit einer deutlichen Zunahme des Fahrtenaufkommmens im KFZ-Verkehr mit der Folge von Belastungszunahmen im Straßennetz zu rechnen ist. Eine besondere Herausforderung besteht daher zukünftig darin, einerseits die verkehrlichen Beeinträchtigungen der Wohnbevölkerung zu minimieren und gleichzeitig leistungsfähige Verkehrsanbindungen für den Arbeits- und Industriestandort Hamburg, insbesondere das Hafengebiet, bereit zu stellen.

Im Hafen wird hierfür ein Verkehrsmanagement vorgeschlagen, das ein Schwerverkehr-Lenkungskonzept sowie ein Parkraumkonzept für den Schwerverkehr beinhaltet.Neben den infrastrukturellen Erfordernissen wird es ebenso wichtig und notwendig sein, ein attraktives und leistungsfähiges ÖPNV-Angebot zur Verfügung zu stellen, um heutige KFZ-Fahrten auf umweltverträglichere Verkehrsmittel zu verlagern. Bei einem zukünftigen Aus- und Neubau des Radverkehrsnetzes sollten vor allem Lückenschlüsse an erster Stelle stehen. Darüber hinaus werden die Errichtung von Radverkehrsanlagen, Radfahrstreifen oder Schutzstreifen sowie eine sichere Radverkehrsführung vorgeschlagen, um die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen.

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