Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Flugbetrieb Sondererlaubnisse

Das Drachensteigen darf die Flugsicherheit nicht gefährden. In einem Bereich rund um Flugplätze sind Drachen deshalb tabu.

Steigenlassen von Drachen in Hamburg: Luftverkehr beachten

Steigenlassen von Drachen in Hamburg: Luftverkehr beachten

In einem Bereich von bis zu 1,5 Kilometern rund um den Flughafenzaun beziehungsweise um die Begrenzung anderer Flugplätze (Sonderlandeplatz Finkenwerder sowie die Segelfluggelände Boberg und Fischbek) ist das Steigenlassen von Drachen grundsätzlich verboten (§ 19 Abs. 1 Luftverkehrsordnung – LuftVO).

Für Hamburg gilt jedoch folgende Ausnahmeregelung (gemäß § 19 Abs. 2 LuftVO): Im Hamburger Stadtpark dürfen Drachen mit einer maximalen Leinenlänge von 50 Metern und einem Gesamtgewicht von nicht mehr als einem Kilogramm aufsteigen, wenn deren Bauart keine metallenen oder metallisierten Flächen und/oder Gestänge aufweist (siehe amtlicher Anzeiger Nr. 31 vom 19.4.2005).

Außerhalb der 1,5-Kilometer-Zone ist das Steigenlassen bis zu 100 Metern maximale Leinenlänge erlaubt. Höher fliegende Drachen bedürfen der Erlaubnis seitens des Luftverkehrsreferats (§ 20 Abs. 1 Nr. 2 LuftVO). Die Erlaubnis wird erteilt, wenn es nicht zu einer Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs oder die öffentliche Sicherheit oder Ordnung kommen kann (§ 20 Abs. 4 LuftVO).

Kinderballons

Für das Steigenlassen von gasgefüllten Kinderballons in der Kontrollzone (besonders geschützter Luftraum um Flughäfen, in Hamburg praktisch über dem gesamten Stadtgebiet) ist eine Flugverkehrskontrollfreigabe der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) erforderlich. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.dfs.de unter dem Stichwort „Kinderballons“.

Im Bereich von 1,5 km um eine Flughafen- oder Landeplatzbegrenzung ist zusätzlich eine besondere Erlaubnis der Luftfahrtbehörde erforderlich.

Himmelslaternen

Die sogenannten Himmelslaternen sind kleine Heißluftballons, die denen die Luft im Inneren z.B. durch eine Kerze oder einen kleinen Spiritus- oder Petroleumbrenner so weit erwärmt wird, dass der Ballon aufsteigt und mit dem Wind davongetragen wird.
Aufgrund der hohen Brandgefahr und der verbauten Metallteile, die andere Luftfahrzeuge gefährden könnten, sind Himmelslaternen im Hoheitsgebiet der Freien und Hansestadt Hamburg verboten.

Außenstarts und -landungen

Für die Erteilung von Außenstart- und Außenlandeerlaubnissen ist möglichst das Antragsformular zu verwenden.

Tiefflug

Unter bestimmten Auflagen können Erlaubnisse zum Unterschreiten der Sicherheitsmindesthöhe erteilt werden. Die Anträge sind an das Luftverkehrsreferat zu richten.

Kontakt

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Carsten Brandt
Luftaufsicht, flugbetriebliche Angelegenheiten, Flugunfälle
Alter Steinweg 4
20459 Hamburg
Tel. 040 42841-2599 (Dienststelle Luftaufsicht)
Tel. 040 42841-1372 (Behörde)
Fax: 040 5075 3391
E-Mail: drohnen-aufstige@bwvi.hamburg.de