Chilehaus Imposanter Klinkerbau in der Innenstadt

Das Chilehaus im Hamburger Kontorhausviertel ist eines der sehenswertesten Gebäude der Hansestadt. Die besondere Architektur und zahlreichen Geschäfte sowie angesagten Restaurants charakterisieren den Klinkerbau.

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 Chilehaus

Adresse
Pumpen 8, 20095 Hamburg
Öffentliche Verkehrsmittel
U1 Haltestelle Meßberg
Parkplätze
Parkhaus City-Hof-Garagen (Klosterwall 8)

Ein Gebäude wie ein Schiffsbug

Das Chilehaus in Hamburg besitzt eine Grundfläche von 36.000 Quadratmetern und ist einer der imposantesten Bauten der Hansestadt. Ein Blickfang ist besonders das spitz zulaufende östliche Ende des Klinkerbaus: Mit seiner an einen Schiffsbug erinnernden Spitze nach Osten ist es zu einer Ikone des Expressionismus in der Architektur geworden. Besonders auffällig sind die zurückgesetzten Terrassen auf den oberen Etagen. 

Das Chilehaus – ein Bürokomplex mit Einkaufsmöglichkeiten

Der Besucher läuft durch einen Torbogen und gelangt so in einen der Innenhöfe des Gebäudekomplexes. Dort und entlang der Häuserfluchten befinden sich zahlreiche Geschäfte: Reisebüro, Galerie, Warenhaus, Café oder angesagte Restaurants wie das Slowman oder Sausalitos.

UNESCO-Weltkulturerbe ab 2015?

Das Kontorhausviertel mit Chilehaus und die angrenzende Speicherstadt sollen Weltkulturerbe werden – dafür wurde in 2014 offiziell eine Bewerbung eingereicht. Eine offizielle Nominierung wurde ausgesprochen. Der Nominierung vorausgegangen waren dreieinhalb Jahre intensiver Vorbereitung durch das Hamburger Denkmalschutzamt. Die Chancen für die Aufnahme des zehngeschossigen Chilehauses stehen gut. Das Welterbe-Komitee der Organisation der Vereinten Nationen wird laut Kultusministerkonferenz voraussichtlich im Sommer 2015 über die Nominierung entscheiden.

Wie der Salpeterhandel mit Chile zu einem Haus in Hamburg führte 

Das Chilehaus wurde in den Jahren 1922 bis 1924 nach dem Entwurf von Fritz Höger erbaut. In Auftrag gegeben hatte eines der ersten Hamburger Hochhäuser der einst reichste Mann der Stadt: Henry B. Sloman. Dieser war in 1869 nach Chile ausgewandert und machte sich dort mit seiner ersten Salpeter-Fabrik "Gute Hoffnung" in Tocopilla selbstständig. In 1898 kehrte er als reicher Mann nach Hamburg zurück und erwirtschaftete auch in den folgenden Jahrzehnten einen Großteil seines Vermögens durch den Handel mit Salpeter aus Chile.

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Imposanter Klinkerbau in der Innenstadt
Das Chilehaus im Hamburger Kontorhausviertel ist eines der sehenswertesten Gebäude der Hansestadt. Die besondere Architektur und zahlreichen Geschäfte sowie angesagten Restaurants charakterisieren den Klinkerbau.
http://www.hamburg.de/chilehaus/
http://www.hamburg.de/image/2578336/1x1/150/150/cabd132a159263fc2946d5a376c87c78/qR/panorama-chilehaus.jpg