Cyclassics 2015 in Hamburg und Kiel Der Start war dieses Mal in Kiel

Diese Veranstaltung bringt im wahrsten Sinne des Wortes etwas ins Rollen: Bei den Vattenfall Cyclassics am 23. August 2015 traten sowohl Profis als auch Jedermänner in die Pedale.

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Cyclassics 2015 in Hamburg

Cyclassics 2015: André Greipel war der Beste


Hamburg hat mal wieder einen deutschen Sieger: André Greipel vom Team Lotto Belisol gewann in einer Sprintankunft des Hauptfeldes und fuhr als erster über die Ziellinie auf der Mönckebergstraße. „Ich bin sehr stolz in Hamburg gewonnen zu haben“, sagt der Sieger nach dem Rennen. Und er lobte sein Team: „Die Mannschaft war einzigartig“. Vorjahressieger Alexander Kristoff musste sich mit dem zweiten Platz begnügen. Mit-Favorit MarkCavendish (Etixx-Quick Step) stürzte kurz vor dem Ziel. 

Das 20-jährige Jubiläum

Hamburg kam auf Touren – und das auf Weltklasse-Niveau. Bereits seit 1996 werden die Cyclassics in Hamburg ausgetragen. 2015 ging es am 23. August in die 20. Runde. Der Radsport-Klassiker ist mittlerweile das einzige Profi-Radrennen der höchsten Kategorie (UCI World Tour) in Deutschland. Damit gehört es zu den wichtigsten Eintagesrennen der Welt.

Die Jedermann-Rennen mit 15 000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen (55, 100 oder 155 Kilometer) waren in diesem Jahr gespickt mit Prominenz. Dabei waren u. a. die DFB-Fußballtrainer Horst Hrubesch und Hansi Flick, Tagesschausprecher Thorsten Schröder, Ex-Verkehrsminister Kurt Bodewig, die Ex-Rad-Profis Marcel Wüst, Toni Rominger und Olaf Ludwig. Auf dem Tandem am Start: Fußball-Manager Helmut Schulte und TV-Moderator Lou Richter. Der Veranstalter spricht mit 20 000 Jedermänner und-Frauen.

Im Anschluss an das Jedermann-Rennen wurde das Weltcup-Rennen über 221 KIlometer gestartet. 160 Profis fuhren mit. Darunter die Deutschen André Greipel (Sieger), Marcel Kittel, Linus Gerdemann sowie Fabian Wegmann. Auch Tony Martin war nach seinem Schlüsselbeinbruch bei der Tour de France erstmals wieder am Start, hatte aber mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.


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Das war neu

Zum Jubiläumsjahr bekamen die Vattenfall Cyclassics ein „Facelifting“. Die 20. Auflage des internationalen Rennens wartete mit zwei gravierenden Änderungen aus: Erstmals erfolgte der Start des Profirennens in Kiel und nicht in Hamburg. Aufgrund der Streckenänderung fielen die Südschleife des Rennens und die Überquerung der Köhlbrandbrücke weg. Der Start erfolgte nun im Kieler Hafen von der dort liegenden Autofähre „Stena Scandinavia“. Der Kurs führte am Plöner See vorbei, über Bad Segeberg, Kaltenkirchen und Pinneberg nach Hamburg auf die Westschleife nach Blankenese mit seinem Waseberg. Auswirkungen hat das auch für die die Jedermannstrecken über 100 und 150 Kilometer. Der Start wurde in die Hafencity verlegt und es ging auf beiden Distanzen zweimal über die Köhlbrandbrücke.

Die 55-Kilometer-Runde bleibt unverändert. Aber: Erstmals gab es die Möglichkeit, diese Strecke auch ohne Zeitnahme zu fahren. Dieser sogenannte „Hamburg Ride“ stellte die grundsätzliche Zielsetzung der Vattenfall CyClassics heraus: Miteinander, statt gegeneinander. Die Fahrt war auf 1000 Teilnehmer begrenzt.

Die Cyclassics 2015 waren die letzten mit dem Titelsponsor "Vattenfall". Für das Jahr 2016 suchen die Veranstalter einen neuen Partner. Das schwedische Unternehmen begründete seinen Rückzug mit Veränderungen in der Firma. Trotzdem zeigten sich die Veranstalter für die Zukunft optimistisch. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren bereits Anfragen von interessierten Sponsoren erhalten und keine Bedenken.  

Übrigens: In Hamburg wird überlegt, sich für die Rad-WM 2018 zu bewerben.

Rückblick: Cyclassics 2014

Vergangenes Jahr gingen die 18 besten Radteams der Welt an den Start. Sieger wurde der Norweger Alexander Kristoff vom russischen Team Katusha. „Jetzt ist es mein Lieblingsrennen“, sagte er nach dem Wettbewerb. Bester Deutscher wurde Marcel Kittel (Erfurt) vom Team Giant-Shimano auf Platz sechs.
Neben den Profis waren 17.500 „Jedermänner“ am Start, aufgrund des schlechten Wetters 1000 weniger, als im Jahr 2013. An der Strecke feuerten 600.000 Zuschauer die Sportler an.

Interessantes am Rande

Das Weltcuprennen der Profis, das meist kurz nach der Tour de France stattfindet, ist für Fans ein echtes Highlight. Hier können Sie viele ihrer großen Stars hautnah erleben. Jan Ullrich beispielsweise gewann das Rennen 1997, Erik Zabel im Jahr 2001. Und auch in den vergangenen Jahren waren die deutschen Stars regelmäßig bei den Cyclassics dabei.

Hundertausende Fans des Radsports versammeln sich jedes Jahr in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen an der Strecke, wenn die Weltcup-Starter auf ihren Rundkurs von etwa 246 km gehen. Höhepunkt der Jedermann-Strecke sind die Überquerung der Köhlbrandbrücke und die Anstiege auf den Waseberg.

Weitere Informationen unter: Vattenfall Cyclassics

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Der Start war dieses Mal in Kiel
Diese Veranstaltung bringt im wahrsten Sinne des Wortes etwas ins Rollen: Bei den Vattenfall Cyclassics am 23. August 2015 traten sowohl Profis als auch Jedermänner in die Pedale.
http://www.hamburg.de/cyclassics/
20150824 10:48:00