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Chronologie der Zusammenarbeit

von Birgit Hagemann

Dar es Salaam ist mit fast 4 Millionen Einwohnern die größte Stadt Tansanias – und wie Hamburg ebenfalls eine bedeutende Hafenstadt. Seit Juli 2010 besteht eine Partnerschaft zwischen den beiden Städte, die eine noch engere Zusammenarbeit ermöglichen soll.

 

Christa Goetsch trifft Adam O. Kimbisa
Die Zweite Bürgermeisterin Christa Goetsch trifft Adam O. Kimbisa, tansanischer Bürgermeister von Dar es Salaam im Juni 2009 in Tansania. (Bild: Olaf Schiel/BILD)

Juli 2010: STÄDTEPARTNERSCHAFT BESIEGELT

Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust und der Bürgermeister von Dar es Salaam, Adam O. Kimbisa, haben am 1. Juli die Vereinbarung einer Partnerschaft zwischen ihren beiden Städten im Bürgermeistersaal des Hamburger Rathauses unterzeichnet. Demnach ist die Stadt in Tansania die neunte Partnerstadt Hamburgs, neben Dresden, Marseille, Prag und St. Petersburg in Europa, Osaka und Shanghai in Asien, Chicago in Nordamerika und Léon in Zentralamerika. Anlässlich dieses festlichen Aktes, was zugleich auch die Freundschaft beider Städte zueinander formal beschließt, reiste Kimbisa mit einer kleinen Delegation nach für ein paar Tage Hamburg.

Während seines Aufenthaltes steht zudem ein Besuch des Helene-Lange-Gymnasiums mit Hamburgs Zweiter Bürgermeisterin Christa Goetsch an, um mit den Schülern über die Städtepartnerschaft zu sprechen und einen Partnerschaftsbaum auf dem Schulgelände zu pflanzen. Das Helene-Lange-Gymnasium ist Hamburgs erste Schule, die im Rahmen einer Schulpatenschaft mit der Kiluvya Secondary School in Dar es Salaam regelmäßig Schüler und Lehrkräfte nach Tansania entsendet.

Vereinbarung zur Städtepartnerschaft (1. Juli 2010)

pdf-Dokument (Deutsche Version)

pdf-Dokument (Englische Version)

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Juni 2009: NEUE VEREINBARUNG FÜR ENGERE ZUSAMMENARBEIT
Die Zweite Bürgermeisterin Christa Goetsch besuchte im Juni 2009 Dar es Salaam und verständigte sich mit dem dortigen Bürgermeister Adam O. Kimbisa auf eine engere Zusammenarbeit zwischen Hamburg und der tansanischen Hafenstadt für die kommenden Jahre. Gemeinsam unterzeichneten sie am 12. Juni eine neue Vereinbarung.

In der Erklärung sind 13 Bereiche festgelegt, die von der städtischen Infrastruktur über die Förderung der Solarenergienutzung, die wissenschaftliche Zusammenarbeit auf dem Feld der Stadtplanung und der Museen bis hin zu Gesundheitsversorgung, Schulpartnerschaften, Freiwilligendiensten und Jugendaustausch reichen. Angestrebt für die Zukunft ist eine Städtepartnerschaft. Christa Goetsch betonte vor Ort erneut: „ Zwischen Dar es Salam und Hamburg soll es nicht um einseitige Beratung und Unterstützung gehen, sondern vor allem um die Begegnung von Menschen aus unseren unterschiedlichen Kulturen und eine Verbindung, in der beide voneinander lernen.“

An der viertägigen Delegationsreise nahmen auch Staatsrat Carsten Lüdemann, Vertreter der Bürgerschaftsfraktionen von SPD, CDU und GAL sowie Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen, der Handelskammer und der Wissenschaft teil.

Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit (2009/2010)

pdf-Dokument (Deutsche Version)

pdf-Dokument (Englische Version)

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März 2007: MEMORANDUM OF UNDERSTANDING
Der 20. März 2007 markierte einen wichtigen Schritt in den Beziehungen der beiden Städte: Beim Besuch einer Delegation aus Dar es Salaam in der Hansestadt unterzeichneten Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust und sein tansanischer Amtskollege Adam O. Kimbisa ein gemeinsames "Memorandum of Understanding" - den ersten Vertrag dieser Art, den Hamburg jemals mit einer afrikanischen Stadt abgeschlossen hat. Darin enthalten sind die zukünftigen Kooperationsfelder der Partnerschaft - unter anderem die Fortsetzung der Kooperation in der Abfall- und Abwasserbehandlung, der wissenschaftliche Austausch zwischen ausgewählten Hochschulen und verstärkte gemeinsame Jugendarbeit und Schulpartnerschaften. Ein Anliegen beider Städte ist es, dass es in dieser Partnerschaft nicht nur um den Austausch von Expertise geht - sondern auch um die Begegnung von Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen von der beide Seiten profitieren.

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Januar 2005: ERSTE DELEGATIONSREISE
Im Januar 2005 besuchte erstmals eine Hamburger Delegation unter Leitung der Zweiten Bürgermeisterin Frau Schnieber-Jastram die ostafrikanische Metropole, um gemeinsame Interessen der beiden Hafenstädte auszuloten und somit die internationalen Kontakte der Stadt Hamburg auf dem afrikanischen Kontinent zu intensivieren. In Folge des Besuchs entwickelte sich ein Austausch zwischen der Jugendfeuerwehr und der Stadtreinigung Hamburg und ihren Gegenübern auf tansanischer Seite, der bereits zu einigen Besuchen und Gegenbesuchen geführt hat. 

 Auf beiden Seiten gibt es zahlreiche Akteure auf staatlicher, bürgergesellschaftlicher und kirchlicher Ebene, die den Ausbau der Beziehungen vorantreiben. Damals wurde Rosemary Nyerere, Tochter des ersten tansanischen Staatspräsidenten Julius Nyerere, vom Bürgermeister der Stadt Dar es Salaam zur Koordinatorin für die Zusammenarbeit mit Hamburg ernannt. Ihr Ansprechpartner auf Hamburger Seite war Staatsrat Reinhard Stuth. Unterstützt wurden sie von Jürgen Gotthardt, dem Honorar-Konsul von Tansania in Hamburg und Kurt Hirschler, der seit 2004 die Tanzania-Koordination in Hamburg leitete und als Schaltstelle für alle Dar es Salaam bezogenen Aktivitäten in Hamburg fungierte.