Psycho
| Adresse: |
Tor 2 Wilstorfer Straße 71, 21073 Hamburg |
|---|---|
| Telefon: | 040 30386895 |
| E-Mail: | besuch@sammlung-falckenberg.de |
| Homepage: | Sammlung Falckenberg / Phoenix Kulturstiftung |
| Öffnungszeiten: | Besuch der Austellungen nur im Rahmen von geführten Rundgängen möglich (Anmeldung erforderlich): Mittwoch und Donnerstag 18 Uhr Freitag 17 Uhr Samstag und Sonntag 11 Uhr und 15 Uhr |
| Preise: | Erwachsene 15 € | Ermäßigt 12 € |
| Anmeldung unter: | 040 32506762 |
Schizophrenie, Psychopathie und Wahnsinn
Die neue Ausstellung in der Sammlung Falckenberg, die noch bis zum 25. März 2012 läuft, zeigt poetisch-surrealistisch anmutende Bilder der amerikanischen Malerin Ena Swansea und subversiv-hintergründige Werke des in Berlin lebenden finnischen Künstlers Robert Lucander. Der Titel "Psycho" spielt auf den gleichnamigen Horror-Klassiker von Alfred Hitchcock an und lässt an die Entgleisungen von Schizophrenen, Psychopaten oder anderer psychisch Kranker denken.
Psycho, das griechische Wort für "Seele", bezeichnet umgangssprachlich eine psychisch erkrankte, häufig verhaltensauffällige und zu aggressivem Verhalten neigende Person. Der Begriff des Geisteskrankheit leitet sich von der Vorstellung ab, dass der Menschen am Geist und der Seele erkranken kann.
Robert Lucander und Ena Swansea
Ena Swansea: shadow and reflection, 2005. Grafit und Öl auf Leinwand. 279,4 x 203,2 cm. Courtesy Assante Collection, CH.
Ena Swansea: big ocean, 2005. Grafit und Öl auf Leinwand. 266,7 x 381 cm. Courtesy Assante Collection, CH.
Robert Lucander: Ohne Titel (Schrei, rot), 2000. 60 x 42 cm. Courtesy Sammlung Falckenberg
Robert Lucander: Full Head Mask, 2000. Courtesy Sammlung Falckenberg.
Essence of freedom, 1999. 61 x 81 cm. Courtesy Sammlung Falckenberg.
Robert Lucander: Man muss Gutes in Frage stellen, um Perfektes zu schaffen, 1999. 100 x 140 cm. Courtesy Sammlung Falckenberg.
Robert Lucander: Die Stimmungsbombe, 2000. 2-teilig. Acryl und Bleistift auf Holz. 100 x 280 cm. Courtesy Sammlung Falckenberg
Robert Lucander: Gefährlich und angriffslustig, 2003. 140 x 100 cm. Courtesy Sammlung Falckenberg.
Robert Lucander: Ausdruck einer wundersamen Freundschaft, 2003. Acryl und Bleistift auf Holz. 170 x 120 cm. Courtesy Sammlung Falckenberg
Ena Swansea: pier, 2004. 193 x 167 cm. Courtesy Sammlung Falckenberg.
Ena Swansea: big incident, 2004. 239 x 245,5 cm. Courtesy Sammlung Falckenberg.
Ena Swansea: a night to remember, 2004. 289,56 x 182,88 cm. Courtesy Sammlung Falckenberg.
Ena Swansea: gay wedding 2, 2005. 182,9 x 213,4 cm. Courtesy Sammlung Falckenberg.
Ena Swansea: devil on the road, 2005. 182,9 x 243,8 cm. Courtesy Sammlung Falckenberg.
Ausdruck von unterbewussten und irrationalen Wünschen und Ängsten
Die Gemälde von Ena Swansea (geboren 1965 in North Carolina) handeln von Träumen und Affekten und zeugen von einer Faszination für das Rätselhafte und die Kraft der Phantasie. Man kann die Bilder als Ausdruck von unterbewussten und irrationalen Wünschen und Ängsten aus den Tiefen der Erinnerung lesen. In Form der klassischen Genres des Porträts, des Gruppenbildes und der Landschaftsmalerei bringt Swansea das Bedürfnis nach der Auseinandersetzung mit der eigenen Befindlichkeit und den persönlichen Ängsten und Traumata zum Ausdruck und hält gleichzeitig der Gesellschaft einen Spiegel vor.
Gesellschaftlichen Abgründe hinter der Welt der schönen Bilder
Das Hauptinteresse von Robert Lucander (geboren 1962 in Finnland) gilt ebenfalls dem Porträt und Gesellschaftsbild, allerdings nicht im traditionellen Sinn. Das verwendete Material und die bildkünstlerische Technik selbst stehen bei Lucander im Vordergrund. Er bedient sich der Bildwelt der Magazine und der Werbung, zerlegt die bunte Medienwelt in Fragmente und setzt sie durch Reduktion, Übermalung, Montage, Spiegelungen und Vervielfältigung zu eigenen Bild-Aussagen zusammen. Lucander will somit die gesellschaftlichen Abgründe hinter der Welt der schönen Bilder aufdecken.
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