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Behörde für Schule und Berufsbildung Behörde für Schule und Berufsbildung

Aktionsfeld Demografischer Wandel

Nicht die Jahre in unserem Leben zählen, sondern das Leben in unseren Jahren.“ (Adlai E. Stevenson)

Demografischer Wandel

(LvO)

Das Zusammenleben in der heutigen Gesellschaft ist geprägt durch den „demografischen Wandel“, der nach Einschätzungen von Wissenschaftlern eine der größten Herausforderungen für Deutschland im 21. Jahrhundert darstellt. Im Zuge der demografischen Entwicklung nimmt nicht nur der Anteil der Älteren in unseren Städten und Kommunen zu, auch die Zahl der Hochaltrigen steigt. Die Zeit nach der Berentung wird immer mehr zu einer eigenständigen, zu gestaltenden Lebensphase, in der vorhandene Erfahrungen aufgegriffen und Neues hinzugelernt werden kann.

Lernanlässe im Alltag

Dabei sind die Vorstellungen, Interessen und Wünsche der älteren Menschen im Hinblick auf diesen Lebensabschnitt so heterogen, wie die Bevölkerungsgruppe selbst. Zahlreiche Angebote von der Seniorenuniversität über Sprach- und Computerkurse, Gesundheits- und Fitnessangebote bis hin zu selbstorganisierten Gruppen ermöglichen schon heute vielfältige Lernerfahrungen im Alter. Aber auch der Alltag ist ein Ort, der immer wieder Lernanlässe bietet.

  • Wie nutze ich beispielsweise neue Technologien so, dass sie meinen Alltag erleichtern?
  • Wie finde ich mich nach einem Umzug in einer neuen Wohnumgebung zurecht?
  • Wie lerne ich, mit dem Verlust naher Freunde und Verwandte umzugehen
  • und wie kann ich neue Beziehungen aufbauen?

Ziel des Projektes

Ein zentrales Anliegen des Projektes „Lernen vor Ort“ ist daher, Lernen als einen lebensbegleitenden Prozess herauszustellen und das breite Spektrum der Bildungsmöglichkeiten für ältere Menschen sichtbar zu machen. Im Rahmen des Aktionsfeldes „Demografischer Wandel“ wird in ausgewählten Stadteilen der Bezirke Hamburg-Mitte, Hamburg-Nord, Bergedorf und Wandsbek hierzu eine flächendeckende Erfassung durchgeführt. Die gesammelten Informationen sollen Aufschluss über Aktivitäten und Lernbedürfnisse sowie Kompetenzen und Wünsche Älterer geben. Besonderes Augenmerk gilt dabei denjenigen Älteren, die aufgrund verschiedener Faktoren wie hohes Alter, Krankheit, schwierige finanzielle Lage, Einsamkeit, Migrationshintergrund oder eingeschränkte Mobilität vorhandene Angebote nicht im vollen Umfang oder gar nicht nutzen.

Innovative Lösungen gewünscht

Hier sind innovative Ansätze gefordert, die auf die individuellen Bedürfnisse genau dieser Bevölkerungsgruppen eingehen und wohnortnah ausgerichtet sind. Auch sind die älteren Bürgerinnen und Bürger stärker als bislang an der Gestaltung ihrer Angebote aktiv zu beteiligen. Das Projekt „Lernen vor Ort“ strebt daher an, ein Verfahren zu entwickeln und zu erproben, mit dem es älteren Menschen möglich ist, ihre Lernbedürfnisse mitzuteilen. Erfahrungswissen und Kompetenzen Älterer sollen dabei einen herausgehobenen Stellenwert erhalten. Auf diese Weise soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die Lebenssituation in den Wohngebieten zu verbessern und die Lebensqualität im Alter zu erhöhen.