Ungeliebte Denkmäler: die Nachkriegsmoderne
Erst seit wenigen Jahren befasst sich die Denkmalpflege mit den Zeugnissen der 60er und 70er Jahre, denn es braucht einen gewissen zeitlichen Abstand, um das bauliche Erbe einer Epoche richtig einschätzen zu können. Über den Denkmalwert entscheidet nicht der gerade herrschende Geschmack, sondern der Zeugniswert und der historische Gehalt der Bauwerke und Grünanlagen. Ein Denkmal muss deshalb weder uralt noch besonders schön sein!
Die Denkmalpfleger haben es nicht immer leicht, den Wert dieser jungen Anlagen zu vermitteln – zu nahe ist uns diese Epoche noch, zu heftig auch mancher städtebauliche oder architektonische Eingriff in die gewohnte Stadt. Ihre Qualitäten erschließen sich nicht jedem auf den ersten Blick und auch deshalb sind sie stark gefährdet. Die Gefahr ist groß, dass sie abgerissen oder grundlegend verändert werden, bevor die Gesellschaft Zeit hatte, diese Architektursprache lesen und schätzen zu lernen. Das ging übrigens den heute so geliebten historistischen Gründerzeitbauten seinerzeit kaum anders, so verurteilte beispielsweise Lichtwark sie in den 20er Jahren auf das Heftigste! Gerade die jüngeren Generationen haben aber bereits damit begonnen, die 70er Jahre richtig gut zu finden.
Unten finden Sie einige Bilder von Hamburger Denkmälern aus den 60er und 70er Jahren. Für nähere Beschreibungen klicken Sie bitte auf die Lupe!

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