SONDERVERÖFFENTLICHUNG

Deutsches Hafenmuseum Ein neues Hafenmuseum für Hamburg

Das Deutsche Hafenmuseum soll am Beispiel des Hamburger Hafens die Relevanz deutscher Häfen in Geschichte und Gegenwart vermitteln. Hier wird auch das Museumsschiff Peking ein Zuhause finden. Die Eröffnung des Museums ist zwischen 2023 und 2025 geplant.

Ein neues Hafenmuseum für Hamburg

Ein neues Museum für Hamburg

Am 12. November 2015 wurde entschieden: Hamburg bekommt ein neues Hafenmuseum. An diesem Tag wurden Mittel in Höhe von 120 Millionen Euro für die Errichtung des Deutschen Hafenmuseums in Hamburg durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages bewilligt. Noch befindet sich das Museum in der Planungsphase; auch auf einen Standort muss sich noch geeinigt werden. Die Eröffnung ist zwischen 2023 und 2025 geplant.

Die Standortfrage

In den Hamburger Medien wird bereits hitzig über den Standort des geplanten Museums spekuliert. Klar ist, dass es insgesamt vier Standorte in die Vorauswahl geschafft haben. Als Favorit gehandelt wurde lange der historische 50er Schuppen auf dem Kleinen Grasbrook im ehemaligen Freihafen. Dieser wird seit bereits seit 15 Jahren von der Stiftung Maritim restauriert. Auch wenn vieles für den 50er Schuppen spricht, wie beispielsweise die erhaltenen historischen Hafenanlagen, ist der Standort nicht perfekt. Neben der fehlender Verkehrsanbindung werden in der Nähe auch Gefahrgüter umgeschlagen. Außerdem muss genügend Platz für das Museumsschiff "Peking" vorhanden sein. Der imposante Viermastbark misst immerhin 115 m. 

Ein Zuhause am ehemaligen Überseezentrum?

Das ehemalige Überseezentrum südwestlich der Elbbrücken bietet bietet die besten Bedingungen für einen Museumsstandort, so die Stiftung Historische Museen. Ein Vorteil ist die geplante Entwicklung des des Grasbrooks zu einem gemischten Wohn- und Gewerbegebiet. Das künftige Deutsche Hafenmuseum könnte dort maßgeblich zur Quartiersentwicklung beitragen. Bisher wurde noch kein endgültige Standort beschlossen, die Entscheidung wird im Laufe des Jahres 2018 erwartet. Zunächst wurde eine Studie mit Planungskonzept und Kostenschätzungen für diesen Standort in Auftrag gegeben. 

Der Hafen im Fokus

Fokus des Deutschen Hafenmuseums wird im Gegensatz zum Maritimen Museum nicht die Seefahrt sein, sondern sozusagen die "Landseite", also der Hafen selbst. Dabei wird der Hamburger Hafen stellvertretend für die Rolle deutscher Häfen in der Welt stehen. Als größter Hafen Deutschlands und drittgrößter Hafen Europas, übertroffen nur von Rotterdamm und Antwerpen, ist der Hamburger Hafen ein globaler Riese. Schifffahrtsrouten verbinden ihn mit mehr als 900 Häfen in über 170 Ländern.

Historie trifft auf Neuzeit

Der Hamburger Hafen ist nicht nur historisch wichtig, sondern auch einer der wichtigsten Häfen der Gegenwart. Themengebiete wie die Rolles des Hafens in der Globalisierung, der Hafen als Arbeitswelt, der Hamburger Hafen als Vertreter deutscher Häfen, die kulturhistorische Bedeutung des Hafens für die Stadt und die Werftindustrie und Schiffbau werden die Säulen des neuen Museumskonzepts bilden. Hafenmuseen an Standorten wie Rotterdam, Liverpool und Helsingborg zeigen bereits, was ein Museum des 21. Jahrhunderts im Bezug auf Objektpräsentation und Interaktivität leisten kann und dienen damit zumindest indirekt als Vorbilder für das Deutsche Hafenmuseum.