Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Planungen und Verfahren rund um den Diebsteich „Hamburg-Altona“ am Diebsteich: Neuer Fernbahnhof, neue Perspektiven

Noch ist es ruhig um den S-Bahnhof Diebsteich: Das Areal bildet bislang ein von der breiten Hamburger Öffentlichkeit eher wenig beachtetes Gebiet der Bezirke Altona und Eimsbüttel. Es ist gekennzeichnet durch das raumgreifende Brief- und Paketzentrum der Post, Industrie-, Gewerbe- und Wohnnutzungen sowie Sport- und Friedhofsanlagen. Doch auch hier, nördlich der Stresemannstraße, wird sich viel verändern: Wenn im Januar 2024 der neue Fern- und Regionalbahnhof Hamburg-Altona am neuen Standort eröffnet wird, wird das Gebiet deutlich an Zentralität gewinnen.

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„Hamburg-Altona“ am Diebsteich: Neuer Fernbahnhof, neue Perspektiven

Perspektive für den Stadtraum

Die Ansiedlung eines Fern- und Regionalbahnanschlusses am Diebsteich setzt auch einen nachhaltigen Impuls für eine langfristige Veränderung des dortigen Stadtraums. Um die Chancen für eine Neuordnung und Nachverdichtung der städtebaulichen Strukturen sowie eine optimale verkehrliche Einbindung im gesamtstädtischen Interesse zu nutzen, ist eine übergeordnete Steuerung der Entwicklung durch die Freie und Hansestadt Hamburg notwendig. Deshalb hat der Hamburger Senat im Februar 2017 die Einleitung sogenannter vorbereitender Untersuchungen nach § 165 Absatz 4 des Baugesetzbuchs (BauGB) im Umfeld des künftigen Fern- und Regionalbahnhofs Hamburg-Altona beschlossen.

Ziel des Senats ist es, das Gebiet zu einem modernen und urbanen Stadtquartier zu entwickeln, das durch Arbeitsstätten und produzierendes Gewerbe geprägt ist und bestehende und künftige Nutzungen in Einklang bringt. Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen werden eigentumsrechtliche, soziale, strukturelle sowie städtebauliche Verhältnisse und Zusammenhänge des Untersuchungsgebiets umfassend analysiert. Vorbereitende Untersuchungen und die parallel zu erarbeitende Rahmenplanung sollen sowohl die Chancen als auch mögliche nachteilige Auswirkungen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme nach § 165 BauGB ermitteln.

Ob eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme förmlich festgesetzt wird, hängt davon ab, ob deren rechtliche Voraussetzungen vorliegen und ob sie tatsächlich erforderlich ist. Sie ist ein städtebauliches Instrument mit weitreichenden Entscheidungs- und Handlungsspielräumen für die Stadt – auch im Hinblick auf Eingriffe in privates Eigentum. Aus diesem Grund gilt es vorrangig die Möglichkeit der Umsetzung der städtebaulichen Entwicklungsziele im Einvernehmen mit den betroffenen Eigentümern/innen zu prüfen. Wenn diese sich bereit erklären, die Ziele umzusetzen, die die Stadt mit einer möglichen Entwicklungsmaßname erreichen will, wird dies in einer sogenannten Abwendungsvereinbarung (städtebaulicher Vertrag) fixiert. Nur falls die Vertragsverhandlungen scheitern sollten, kann die Stadt in einem dann förmlich festgelegten städtebaulichen Entwicklungsbereich Maßnahmen selbst umsetzen.

Beginn der vorbereitenden
Untersuchungen

Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen hat die Arbeitsgemeinschaft „VU Diebsteich“ im März 2018 mit der Durchführung der vorbereitenden Untersuchungen beauftragt. Zunächst erfolgt eine Bestandsaufnahme im Untersuchungsgebiet sowie Gespräche mit Eigentümern/innen und Betroffenen. Aus den gesammelten Informationen werden Ziele und Zwecke der Planung definiert. Die Ziele, die im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen ermittelt werden, sind Gegenstand der Rahmenplanung und werden durch sie bestimmt und konkretisiert. Die Rahmenplanung bezieht auch Flächen mit ein, für die städtebaulich-landschaftsplanerische Ideen entwickelt werden sollen, die über den Bereich der vorbereitenden Untersuchungen hinaus gehen. Ziel ist es, ein Handlungskonzept für die Neuordnung des Planungsraums zu erhalten, das anschließend zeitnah umgesetzt werden kann.

Kommunikation und Beteiligung

Das Baugesetzbuch verpflichtet die Stadt Hamburg bei der Durchführung der vorbereitenden Untersuchungen dazu, die Eigentümer/innen des Untersuchungsraums sowie die sonstigen Betroffenen über Ziele und Maßnahmen zu informieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu den Planungen zu äußern. Hierzu werden direkte Gespräche mit den Eigentümern/innen und sonstigen Betroffenen geführt. Darüber hinaus wird auch die Öffentlichkeit einbezogen. Im Rahmen mehrerer Veranstaltungen haben Sie die Möglichkeit, sich zu den Planungsständen zu informieren und sich an dem Planungsprozess zu beteiligen. Die Termine werden vorher im Internet, per Newsletter und mit Veranstaltungsplakaten angekündigt.

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