Sie können diese Seite auf facebook.com Ihren Freunden empfehlen, wenn Sie auf den Button klicken. Beim ersten Klick wird der Button aktiviert und Facebook erhebt Daten, beim zweiten Klick wird Ihre Empfehlung übermittelt. Weitere Informationen: http://hh.de/zwei-klick
Bereits im dem 11. Jahrhundert suchten Händler, Handwerker sowie Gaukler und Quacksalber Schutz vor Wind und Wetter im Hamburger Marien-Dom.
(Bild: hamburg.de)
Der Hamburger DOM hat seine historischen Ursprünge im 11. Jahrhundert. Im damaligen Hamburger Marien-Dom suchten Händler und Handwerker, aber auch Gaukler und Quacksalber Schutz vor Wind und Wetter. Den Domherren, den rotbärtigen Erzbischof Burchard von Bremen, störte das weltlich bunte Treiben in seiner Kirche. Er erteilte den Schaustellern 1334 Hausverbot bei Strafe des Kirchenbannes.
Das allerdings nahmen die Kirchgänger übel. Wenn es um Tradition geht, sind die Hamburger schon immer "komisch" gewesen, was in typischem hanseatischen Understatement keinesfalls lustig gilt, sondern eine sehr ernst zu nehmende Gemütsregung anzeigt. Und diese läßt sich selbst von einem Erzbischof nicht beeinflussen. Kurz: Erzbischof Burchard unterließ nicht nur Bannschleudern, sondern gestattete sogar 1337 ausdrücklich die Anwesenheit der Händler im Dom, jedoch nur bei "Hamburger Schietwetter".
Und so blieb der Markt im Dom, bis der Bau 1804 abgerissen wurde. Danach zogen die Händler und Schausteller durch die Hamburger Stadtteile – ohne festen Standort. Der wurde ihnen erst 1893 zugeteilt: das Heiligengeistfeld.
Nomen est omen: Die Volksfeste heißen heute noch nach dem ursprünglichen Standort DOM. Zum Winterdom (Dommarkt) kam 1947 noch der Sommerdom (Hummelfest) hinzu und seit 1948 wird der Frühlingsdom (Frühlingsfest) auf dem Heiligengeistfeld abgehalten.
Mit drei Veranstaltungen (Frühling, Sommer und Winter) ist der Hamburger DOM das größte Volksfest des Nordens und das längstes Volksfest Deutschlands.
Die Domkirche geht zurück auf die 834 von Bischof Ansgar gestiftete Marienkirche. Nach der Reformation gehörte der Dom weiterhin zum Bremer Erzbistum. Er wurde 1804 unter dem Vorwand der Baufälligkeit abgerissen.