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Suchtsurvey 2015 Alkohol, Cannabis, Opiate - Verbreitung in der Hamburger Bevölkerung

Alkohol, Cannabis, Opiate - Verbreitung in der Hamburger Bevölkerung

vergrößern Suchtsurvey 2015 (Bild: BGV) Am 23. Januar 2017 wurde im Rahmen einer Landespressekonferenz der aktuelle epidemiologische Suchtsurvey für das Jahr 2015 vorgestellt. Das Institut für Therapieforschung in München (IfT) führt mit dem Epidemiologischen Suchtsurvey in regelmäßigen Abständen eine bevölkerungsrepräsentative Studie zum Substanzkonsum von legalen und illegalen Drogen in ganz Deutschland durch. Für 2015 stehen zusätzlich auch repräsentative Aussagen zur Verbreitung des Substanzkonsums in der Hansestadt zur Verfügung.

Laut dieser Erhebung ist Alkohol das am weitesten verbreitete Suchtmittel in Hamburg. Knapp 18 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger im Alter zwischen 18 und 64 Jahren überschritten die von der Weltgesundheitsorganisation WHO gesetzten Grenzwerte und weisen damit ein gesundheitsschädliches Trinkverhalten auf. Zudem verzeichnet die Studie bei 39 Prozent der Befragten mindestens einmal im Monat eine Episode des Rauschtrinkens. Die stärksten Zuwächse dieses Verhaltens sind in der Altersgruppe der 25- bis 39-Jährigen belegt.

Positiv ist, dass die Zahl der Rauchenden in Hamburg im Vergleich zu den Erhebungen in 2009 rückläufig ist. Vor allem bei den 18 bis 24-Jährigen sank die Raucherquote in den vergangenen sechs Jahren von 37 auf 20 Prozent. Die Zahl der Starkraucherinnen und -raucher lag mit 18 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Aus den Daten geht weiterhin hervor, dass der Cannabiskonsum in der Hamburger Bevölkerung besonders unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen weit verbreitet ist und über dem Bundesdurchschnitt liegt. Während jedoch die Prävalenz bei den 18- bis 24-Jährigen und den 40- bis 59-Jährigen gleichgeblieben ist, stieg die Anzahl der Konsumierenden unter den 25- bis 39-Jährigen von 11 auf 18 Prozent an.

Auch bei dem Konsum anderer illegaler Drogen liegt dieser in Hamburg insgesamt über dem Bundesdurchschnitt. Neben dem geringen Anstieg des Konsums von Substanzen wie Amphetaminen, Kokain und Ecstasy ist der Konsum von Heroin leicht zurückgegangen.

Der Bericht steht unten als Download zur Verfügung.

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