Bezirk Eimsbüttel

Bewährungshilfe etc. Fachbereich Jugend

Die Jugendgerichtshilfe und die Jugendbewährungshilfe in Hamburg sind dem Fachamt Straffälligen- und Gerichtshilfe des Bezirksamtes Eimsbüttel zugeordnet, das diese Aufgaben für ganz Hamburg wahrnimmt.

Bezirksamt Eimsbüttel – Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit – Fachamt Straffälligen- und Gerichtshilfe – Fachbereich Jugend – FHH

Jugendgerichtshilfe


Wird gegen junge Menschen ein Strafverfahren eingeleitet und durchgeführt, haben Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichte und Vollzugsanstalten unverzüglich das örtliche Jugendamt einzuschalten und am gesamten Verfahren zu beteiligen. Das Jugendamt ist gesetzlich verpflichtet, als Jugendgerichtshilfe (JGH) im Jugendstrafverfahren mitzuwirken.

Die JGH unterstützt die Jugendlichen, deren Sorgeberechtigte oder die jungen Volljährigen während des Strafverfahrens.

Sie prüft, ob Leistungen der Jugendhilfe oder andere Hilfen erforderlich sind, führt diese im Bedarfsfall selbst durch oder leitet sie ein.

Die JGH ermittelt die erforderlichen Daten zur Entwicklung der Beschuldigten, zu deren Persönlichkeit, zu familiären und außerfamiliären Einflüssen sowie zu eingeleiteten oder durchgeführten Leistungen der Jugendhilfe und zu deren Ergebnissen. Sie informiert die beteiligten Behörden über ihre Erkenntnisse - soweit sie für das Strafverfahren von Bedeutung sind - und empfiehlt Maßnahmen, die aus Sicht der Jugendhilfe zu ergreifen sind.

Kommt es zu Gerichtsverhandlungen, hat die JGH ein Anwesenheits- und Äußerungsrecht.

Um auf Straffälligkeit junger Menschen individuell reagieren zu können, hält die JGH ein differenziertes Angebot ambulanter Maßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz vor. Die Durchführung dieser Maßnahmen erfolgt entweder durch die JGH (Betreuungsweisungen) oder durch Freie Träger, mit denen die JGH Leistungs- oder Kooperationsvereinbarungen geschlossen hat. Die JGH beauftragt den geeigneten Träger, überwacht die Erfüllung und teilt das Ergebnis der Justiz mit.

Ambulante Maßnahmen im Jugendstrafverfahren:

Wird eine Haftstrafe vollstreckt, bleibt die JGH mit dem jungen Menschen während des Vollzugs in Verbindung.

Die JGH wirkt bei der Vollzugsplanerstellung mit und beteiligt sich an den Entlassungsvorbereitungen der Anstalt.

Leitung:
Herr Michael Hoppe

Wiesendamm 30, 22305 Hamburg
Tel.: 040 42854-4535
Fax: 040 42790-3097
Geschäftsstelle: Tel.: 040 42854-2944 oder -4633

Die JGH teilt sich in Abschnitte, die in den Bereichen West, Ost und Süd Standorte unterhalten. Die Geschäftsverteilung orientiert sich an den regionalen Zuständigkeiten der Amtsgerichte. Danach sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Beschuldigte aus deren Stadtteilen zuständig.

Abschnitt West
Museumstraße 18, 22765 Hamburg
Leitung: Herr Arne Dziggel
Tel.: 040 42811-2894
Geschäftsstelle: Tel.: 040 42811-2684 oder -1784

Abschnitt Ost 1
Wiesendamm 30, 22305 Hamburg
Leitung: Herr Rolf Schopper
Tel.: 040 42881-2826
Geschäftsstelle: Tel.: 040 42881-3514 oder -2203

Abschnitt Ost 2
Wiesendamm 30, 22305 Hamburg
Leitung: Herr Thorsten Müller
Tel.: 040 42854-2316
Geschäftsstelle: Tel.: 040 42854-2944 oder -4633

Abschnitt Süd
Schloßmühlendamm  8-10, 21073 Hamburg
Leitung: Frau Johanna Spengler-Wiegand
Tel.: 040 42871-4106
Geschäftsstelle: Tel.: 040 42871-4104 u. -4103

Jugendbewährungshilfe


Von der Jugendbewährungshilfe (JBH) werden junge Menschen betreut, bei denen das Gericht aufgrund des Jugendgerichtsgesetzes die Unterstellung des straffälligen Jugendlichen oder Heranwachsenden unter die Leitung einer Bewährungshelferin oder eines Bewährungshelfers anordnet. Bei den Strafmaßnahmen kann es sich um eine Jugendstrafe handeln, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, oder um die Aussetzung eines Strafrestes zur Bewährung nach bereits teilweise absolvierter Haft.

Die Jugendbewährungshilfe überwacht im Einvernehmen mit der Richterin oder dem Richter die Erfüllung von Weisungen und Bewährungsauflagen und hilft bei der Stabilisierung der Lebenssituation, bei der Beschaffung einer Wohnmöglichkeit, der Sicherstellung des Lebensunterhalts vorrangig durch Entwicklung einer Ausbildungs- und Arbeitsperspektive und gegebenenfalls der schulischen Integration. Gleiches gilt für die Aufnahme notwendiger ärztlicher oder auch therapeutischer Behandlung und die Einleitung von Entschuldungsmaßnahmen.

Ziel ist es, erneuten strafbaren Handlungen vorzubeugen und Perspektiven für ein straftatenfreies und sozial verantwortliches Erwachsenenleben zu entwickeln.

Die Bewährungszeit dauert in der Regel zwei Jahre. Bei positivem Verlauf schlägt die Jugendbewährungshelferin oder der Jugendbewährungshelfer dem Gericht den Erlass der Jugendstrafe bzw. der Reststrafe vor.

Leitung:
Herr Ihsan Atacan-Richter

Winterhuder Weg 31, 22085 Hamburg
Tel.: 040 42863-4803
Fax: 040 42790-3125
Geschäftsstelle: Tel.: 040 42863-4802 oder -4833

Downloads