Bezirk Eimsbüttel

Beteiligungsprozess Gemeinsam mit den Eimsbüttelern ein neues Stadtquartier entwickeln

Bezirksamt Eimsbüttel - Beteiligungsprozess - FHH - hamburg.de

Mitten in einem der beliebtesten Hamburger Bezirke soll in den kommenden Jahren ein neues lebendiges Stadtquartier entstehen. Auf dem Gelände der heutigen Konzernzentrale der Beiersdorf AG an der Unnastraße plant die TROMA Alters- und Hinterbliebenenstiftung, die Pensionskasse von Beiersdorf, eine zukunftsorientierte Quartiersentwicklung.

Am Sonnabend, dem 30. Juni 2018, startet mit der „Stadtmacherei“ ein Beteiligungsprozess: Alle interessierten Eimsbütteler sind eingeladen, sich über das Format dieser Bürgerbeteiligung, den zeitlichen Ablauf und das Planungsgebiet zu informieren sowie erste Gedanken zur Entwicklung des neuen Quartiers auszutauschen. Bei der „Stadtmacherei“ geht es vor allem darum, Bürger zu Co-Entwicklern zu machen, die die Grundlagen für die Entscheidungen der Projektverantwortlichen kreativ mitgestalten. Auf dem Gelände der Schule Telemannstraße, Heußweg 65, informieren in der Zeit von 10 bis 16 Uhr die Verantwortlichen der TROMA, der Beiersdorf Immobilienentwicklungs GmbH und des Bezirksamts Eimsbüttel über das Vorhaben, seine Hintergründe und den geplanten weiteren Prozess.

„Die Entscheidung, das Grundstück an der Unnastraße für eine neue Nutzung zu öffnen, fügt sich gut in unser Leitbild ‚Eimsbüttel 2040‘ ein“, erklärt Bezirksamtsleiter Kay Gätgens. „Denn es ist uns ein wichtiges Anliegen, für eine nachhaltige Stadtentwicklung Wohnen und Arbeiten dicht beieinander zu haben. Dabei ist mir wichtig, dass die Bürger gut informiert werden und bei der Planung mitwirken können.“ vergrößern Luftbild Areal Unnastraße (Bild: TROMA)

„Das Ergebnis des Beteiligungsprozesses bildet eine wichtige und wertvolle Grundlage für ein Gutachterverfahren, bei dem Architekten und Stadtplaner die städtebauliche Struktur des Quartiers erarbeiten“, erläutert Dr. Stefan Best, Geschäftsführer der Beiersdorf Immobilienentwicklungs GmbH (BIEG), die im Auftrag der TROMA dieses Projekt in den kommenden Jahren entwickeln wird. „Dabei wollen wir nicht nur neuen Wohnraum, sondern zum Beispiel auch neue öffentliche Freiräume im Stadtteil schaffen.“

Begleitet wird das gesamte Projekt von erfahrenen Stadtplanern: Der Beteiligungsprozess wird konzipiert und moderiert vom Hamburger Büro für Stadtentwicklung und Partizipation urbanista. Die Projektverantwortlichen setzen mit dem von urbanista entwickelten Format der „Stadtmacherei“ auf co-kreative Mitwirkung, bei dem Bürger gemeinsam mit Fachleuten die Planungen mitgestalten. TROMA und BIEG stehen im engen Austausch mit dem Bezirksamt Eimsbüttel und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, um den Planungsprozess vorzubereiten. Im Rahmen mehrerer Themenwerkstätten soll das Projekt im Spätsommer 2018 für den Stadtteil und alle Interessierten geöffnet werden.

Areal mit Geschichte

1892 erwarb Dr. Oscar Troplowitz, der damalige Eigentümer von Beiersdorf, das zu der Zeit noch vor den Toren der Stadt liegende Grundstück und errichtete dort die erste Fabrik. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurde die Präsenz des Unternehmens in Eimsbüttel sukzessiv ausgeweitet – heute arbeiten die Mitarbeiter an drei Standorten. 2017 entschied das Unternehmen, sich bis zum Jahr 2021 an der Troplowitzstraße zu konzentrieren und eine neue Konzernzentrale zu bauen, dort, wo sich heute bereits die globalen Marketing-Funktionen sowie die Forschung und Entwicklung befinden. Damit wird das historische Areal an der Unnastraße gegenüber dem Eimsbütteler Park „Am Weiher“ frei für ein neues Wohn- und Stadtquartier im Herzen Eimsbüttels.

Eigentümer des Grundstücks zwischen Unnastraße und Quickbornstraße ist die TROMA. „Wir wollen gemeinsam mit den Bürgern Ideen für dieses große innerstädtische Areal entwickeln“, so Geschäftsführer Peter Wenzel, „aber wir stehen mit den Planungen noch ganz am Anfang. Wir haben uns für dieses Format der Bürgerbeteiligung entschieden, da sich die Anwohner hier am besten auskennen. Sie können wertvolle Anregungen für die städtebauliche Konzeption und Planung des neuen Quartiers geben. Für die TROMA geht es um die zukunftsorientierte Entwicklung des Grundstücks, welches wir langfristig im Bestand halten werden.“

Die Termine der „Stadtmacherei“ im Überblick:

Auftaktveranstaltung

30. Juni 2018 in der Zeit von 10 bis 16 Uhr

„Stadtmacherei“ – Informationen und Gespräche mit den Verantwortlichen über das geplante Projekt des neuen Stadtquartiers an der Unnastraße.

Werkstatt-Termine

An drei Werkstatt-Terminen am 25. August, 8. September und 22. September 2018 lädt die „Stadtmacherei“ alle Interessierten dazu ein, gemeinsam mit der Grundstückseigentümerin, den Entwicklern und Fachleuten anhand konkreter Aufgabenstellungen Ideen für die Planung des Quartiers zu erarbeiten. Die Werkstätten bieten die Möglichkeit, Anregungen und Wünsche zu verschiedenen Themenbereichen wie Städtebau, Wohnen, Mobilität und Nahversorgung zu sammeln und zu diskutieren.

Gläserne Werkstatt – städtebaulicher Wettbewerb

Die in den drei Werkstätten erarbeiteten Ergebnisse bilden die Arbeitsgrundlage für mehrere Planungsbüros im städtebaulichen Wettbewerb, bei dem die Stadtplaner in einer sehr frühen Phase im Rahmen einer „Gläsernen Werkstatt“ den Stand ihrer Entwürfe öffentlich zur Diskussion stellen werden. Die Wettbewerbsphase endet mit der Jury-Sitzung voraussichtlich im Frühjahr 2019. Betreut wird der städtebauliche Wettbewerb durch das Hamburger Stadtplanungsbüro Claussen-Seggelke.