Elbfest.Hamburg Hafenfest für die Traditionsschiffe

Beim Elbfest.Hamburg gibt es gleich zwei Gründe zum Feiern: den 150. Geburtstag des Sandtorhafens und die maritime Tradition Hamburgs. Zwei Tage lang dreht sich bei einem umfangreichen Programm im Traditionsschiffhafen, im Hafenmuseum und auf der Elbe alles um die alten Schoner, Dampfer und Ewer.

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Elbfest für die Traditionsschiffe

Elbfest.Hamburg

Termin
Das nächste Elbfest findet voraussichtlich 2018 statt.
Ort
Sandtorhafen, Hafenmuseum, Elbe
Weitere Infos
Elbfest.Hamburg
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Über das kommende Elbfest berichten wir rechtzeitig an dieser Stelle. 
Das war das Elbfest 2016. 

Hamburger Schifffahrtstradition

Ein Fest für die maritime Tradition Hamburgs – da sie bei dem ganzen Trubel während des Hafengeburtstages fast ein wenig untergehen, bekommen die Hamburger Traditionsschiffe am 17. und 18. September 2016 ihr eigenes Hafenfest. Dabei schwimmen altgediente Schiffe wie die Seute Deern, der Peildampfer Schaarhörn oder der Lotsenschoner Nr. 5 Elbe wie eh und je oben auf und sind Repräsentanten der großen Hamburger Schifffahrtstradition.

Mit dem Elbfest.Hamburg sollen die ollen aber immer noch dollen Kähne erneut in den Mittelpunkt gerückt werden und dazu die ehrenamtliche Arbeit, die rund 3.000 Hamburger für den Erhalt der maritimen Kultur und Geschichte der Hansestadt leisten. Veranstalter des Festes ist die Stiftung Maritim, die von elf weiteren Institutionen wie dem Museumshafen Övelgönne und der Stiftung Historische Museen Hamburg unterstützt wird.

150 Jahre Sandtorhafen

Das erste Elbfest.Hamburg fällt mit einem einem besonderen Termin zusammen, denn in diesem Jahr feiert der Sandtorhafen, der heute als Traditionsschiffhafen mitten in der HafenCity dient, seinen 150. Geburtstag. Im Jahr 1866 wurde das Hafenbecken offiziell eingeweiht und revolutionierte mit seinen neuartigen, dampfbetriebenen Kränen und Kaianlagen, an denen die Schiffe längsseits anlegen konnten, den Hafenbetrieb.

Tipps

Programm Elbfest.Hamburg

Unter dem Motto "Schippern. Schnacken. Schlendern" wird mit dem neuen Hafenfest im September die maritime Tradition der Hansestadt gefeiert. Das Programm verteilt sich dabei über drei Standorte: den Sandtorhafen in der HafenCity, das Hafenmuseum und natürlich die Elbe. Zwischen den beiden Festzentren Sandtorhafen und Hafenmuseum verkehrt ein Barkassenshuttle (Tagespauschale 5 Euro). 

Im Sandtorhafen liegen die Traditionsschiffe und können aus der Nähe bestaunt werden, dort gibt es Foodtrucks, Poetry Slams, fliegende Händler und vieles mehr. Geführte Touren rund um den Sandtorhafen erzählen von der lebendigen Geschichte. Passend zum maritimen Ambiente gibt es einen Ausschläfer-Fischmarkt. Musikalisch warten das Musikprojekt "tune" und der "Hafen-Tango" mit Tango Chocolate auf. Wer Lust auf kniffeln und rätseln hat, kann sich auf das Kneipenquiz von Tom Zimmermann und Darren Grundorf freuen, die ihr beliebtes Event zum Elbfest in den Hafen verlegen. Zur Einstimmung und Begleitung des Elbfest.Hamburg findet vom 6. bis 30. September im Levantehaus die Ausstellung „Von Menschen und Schiffen“ statt, mit Fotografien aus den 1950er Jahren des Hamburger Fotografen John Holler. An beiden Tagen können Besucher des Elbfests auch auf einem maritimen Flohmarkt Am Sandtorkai 1 stöbern. 

Das Hafenmuseum am Bremer Kai bietet ein Bühnenprogramm mit Musik und Theater sowie ein buntes Kinderprogramm. Bestätigt sind Alex Hirsch und Gerrit Hoss. Schauspieler des Thalia Theaters treten im Schiffsbauch der MS Bleichen auf. Die Geschichte der Hafenarbeit wird vom Improvisationstheater Hidden Shakespeare zum Leben erweckt. Die Kleinen können sich beim Schmieden oder Reepschlagen vergnügen. 

Die Highlights auf dem Elbfest

Auf der Elbe findet am Samstagnachmittag eine Parade der Traditionsschiffe statt, die dabei – anders als bei den Paraden beim Hafengeburtstag – allein den alten Seglern, Schonern, Dampfern und Ewern gehört. Rund 50 Schiffe der Stiftung Maritim, des Museumshafen Oevelgönne e.V. und Gäste werden zu sehen sein. Einige Plätze für die Mitfahrt sind auch über die Stiftung Hamburg Maritim käuflich zu erwerben. Tickets für diesen besonderen Törn gibt es unter parade@elbfest.hamburg oder telefonisch unter 040 780 817 05 

Hiev op! heißt es am Samstagabend um 20 Uhr beim Requiem auf die Krane im Sandtorhafen. Der Dramaturg und Lichtkünstler Michael Batz, der vielen Hamburgern vom Blue Port und vom Jedermann bekannt sein dürfte, inszeniert gemeinsam mit Markus Voigt eine Hommage an die Hebezeuge der Stückgutzeit. Nach der Umstellung auf die Containerfracht haben sich die Häfen verändert, Krane wurden abgewrackt, viele Menschen verloren ihre Arbeit. In dem Sprechoratorium mit viel Musik (Vocals, Trompete, Tuba, Posaune, Altsaxophon) wird die Zeit der klassischen Krane noch einmal zurück geholt. 

An vergangene Hafenzeiten wird auch auf der Lichtbarkassenfahrt mit der Künstlerin Katrin Bethge erinnert. Am Samstagabend um 21 Uhr tauchen an den Wänden des Sandtorbeckens mit Anbruch der Dunkelheit analoge Lichtprojektionen und historische Bilder auf. Im Verlauf einer Barkassenfahrt verwandeln die Projektionen als vergängliche Malerei die Oberflächen, auf die sie fallen. Mit lichtbrechenden Objekten, Flüssigkeiten und alltäglichen Materialien direkt auf dem Projektor lässt Katrin Bethge Räume aus Licht entstehen. 

Mehr Infos: Das vollständige Programm

Engagement von Ehrenamtlichen

Ermöglicht wird das Elbfest.Hamburg unter anderem durch das vielseitige Engagement von Ehrenamtlichen des Museumshafen Oevelgönne e.V. und der Stiftung Hamburg Maritim. Sie setzen sich für den Erhalt und den Betrieb historischer Schiffe ein. Peter Fischer, Till F. Braun und Thees Fock haben hamburg.de im Gespräch erklärt, wie sie zu ihrem besonderen Ehrenamt gekommen sind und was sie an der Pflege der Traditionsschiffe begeistert. 


Hafenfest für die Traditionsschiffe
Beim Elbfest.Hamburg gibt es gleich zwei Gründe zum Feiern: den 150. Geburtstag des Sandtorhafens und die maritime Tradition Hamburgs. Zwei Tage lang dreht sich bei einem umfangreichen Programm im Traditionsschiffhafen, im Hafenmuseum und auf der Elbe alles um die alten Schoner, Dampfer und Ewer.
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