Checkliste: Ist Ihr Haus fit für Solartechnik?
Experten wie beispielsweise vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) sorgen für die richtige Beratung und führen die Verbraucher auch durch den Förderungs-Dschungel. Aber wie fit ist eigentlich Ihr Haus für Solartechnik?
1. Wann ist mein Haus geeignet für eine Solaranlage?
Die Strahlungsintensität in Deutschland ist in allen Regionen des Landes groß genug, um solarthermische Anlagen sinnvoll zu betreiben. Eine zwischen Südost und Südwest ausgerichtete und möglichst schattenfreie Dachfläche mit einer Neigung von 20 bis 60 Grad ist für die Errichtung einer Solaranlage top. Pro Person brauchen Sie hier für die Brauchwasser-Erwärmung 1 bis 1,5 m² Kollektorfläche. Mit einer etwas größeren Kollektorfläche kann auch auf einer West- oder Ostseite der gleiche Energieertrag erzielt werden.
2. Wie ist eine Solaranlage zusammengesetzt?
Solarthermische Anlagen bestehen in der Regel aus einem Sonnenkollektor, einer Regeleinheit mit Pumpe und einem gut gedämmten Warmwasserspeicher. Im Kollektor sammeln speziell beschichtete Kupferbleche die Solarenergie. Unter den Blechen sind Kupferrohre befestigt, durch die mit Frostschutzmittel versetztes Wasser fließt. Die Regeleinheit mit der Pumpe sorgt dafür, dass die Wärme abtransportiert wird. Im Speicher wird die Wärme durch einen Tauscher an das Speicherwasser abgeben. So steht das warme Wasser auch nachts oder an Regentagen zur Verfügung.
3. Welcher Zeitpunkt ist der Richtige zum Einbau einer Solaranlage?
Beim Neubau eines Hauses sind die Bedingungen besonders günstig, weil dann normalerweise ca. 20 Prozent der Kosten gegenüber einem nachträglichen Einbau eingespart werden können.
4. Kann ich meinen gesamten Warmwasserbedarf mit Solarenergie decken?
Teilweise. Eine gut geplante Solaranlage kann über das Jahr gesehen 60 Prozent des Wassers zum Duschen und Waschen erwärmen. Von Mai bis September ist die vollständige Deckung des Warmwasserbedarfs somit kein Problem. Um eine entsprechende Warmwasserversorgung auch im Winter zu erreichen, müsste man die Kollektorfläche vervielfachen. Angesichts der Kosten und der Überschussenergie im Sommer ist dies nicht immer sinnvoll. Im Winter dient die Solaranlage deshalb meist nur der Vorerwärmung des Kaltwassers, der Rest kommt von der konventionellen oder Biomasse-Heizung.
5. Wie wird eine Solaranlage montiert?
Einfach und unkompliziert: Sonnenkollektoren lassen sich auf nahezu allen Dachformen installieren. Geschickt eingebaut, sind sie ein echter Blickfang. Das Gebäude wird aufgewertet. Es gibt mehrere Montage-Möglichkeiten: Aufdach-, Fassaden- oder Indachmontage und Freiaufstellung. Bei der Wahl der Montageart spielen neben der für die Kollektoren günstigen Ausrichtung und Neigung auch optische und architektonische Gesichtspunkte eine Rolle. Für die Montage sollten Sie ein bis zwei Tage einkalkulieren.
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