Behörde für Umwelt und Energie

Neues Energie-Zeitalter Energiewende in Deutschland

Wir stehen am Anfang eines neuen Energie-Zeitalters. Deutschland verabschiedet sich von klimaschädlichen fossilen Brennstoffen und steigt aus der riskanten Atomenergie aus. Statt auf Kohle, Erdöl und Uran setzt die Bundesrepublik künftig auf Erneuerbare Energieträger wie Wind, Sonne, Wasser und Biomasse und wird sich so zu einer der umweltfreundlichsten großen Volkswirtschaften der Erde wandeln. Sie zieht damit einerseits die Konsequenz aus der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima, die 2011 zum beschleunigten Atomausstieg führte. Andererseits reagiert sie damit auf den Klimawandel, der durch die Verbrennung fossiler Energieträger entsteht und eines der dringendsten Probleme unserer Zeit ist.

Energiewende in Deutschland

CO2-Emissionen sollen bis 2050 um mindestens 80 Prozent sinken

Jeder Deutsche verursacht mit seinem Energieverbrauch und seinem Lebenswandel rund 11 Tonnen CO2 im Jahr. Laut Weltklimarat darf ein Erdenbürger aber nicht mehr als zwei Tonnen CO2 verursachen, um das Weltklima nachhaltig zu schützen.
Die Ziele der Bundesregierung zur CO2-Reduktion sind ehrgeizig: Deutschland will den Ausstoß des Treibhausgases CO2 bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken, bis 2050 um mindestens 80 Prozent. Dafür muss das komplette Energieversorgungssystem umgebaut werden – eine Jahrhundertprojekt. Denn Energie ist ein Schlüsselthema für unser Land: Ohne Energie für die Wirtschaft gibt es keinen Wohlstand, die Gesellschaft benötigt sie täglich zur Befriedigung elementarer Bedürfnisse wie Licht und Wärme. Deutschland verbraucht gigantische Mengen an Energien.

Die Innovationen sind verfügbar, die Ziele sind gesetzt

Aber es ist möglich. Die Innovationen sind verfügbar, die Ziele sind gesetzt: Der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamt-Energieverbrauch soll bis 2020 auf 18 Prozent steigen, 2050 werden es 60 Prozent sein. Beim Strom geht es schneller: Ökostrom soll im Jahr 2020 mindestens 35 Prozent des Verbrauchs decken, 2050 dann 80 Prozent. Zugleich aber muss der Energieverbrauch in den nächsten Jahren drastisch reduziert werden, damit die deutschen Klimaziele erreicht werden können. Er soll bis zur Mitte des Jahrhunderts um die Hälfte sinken.

Neues Energiezeitalter bietet große wirtschaftliche Chancen

Die Energiewende ist also weitaus mehr als der Bau von Windparks, Solaranlagen und Stromleitungen. Von mindestens ebenso großer Bedeutung sind Investitionen in  Energieeinsparung und Effizienzsteigerung. Dabei geht es nicht um Verzicht. Hinter der Energiewende steht auch die Überzeugung, dass mit ihr große wirtschaftliche Chancen einhergehen und ein einfaches "Immer weiter so" fahrlässig wäre. Denn die Welt verändert sich rapide, fossile Rohstoffe wie Öl und Kohle werden teurer. Der Umstieg auf Erneuerbare Energie wird zu einer langfristig bezahlbaren Energieversorgung in Deutschland beitragen, der Wirtschaft neues Knowhow erschließen und zahlreiche Arbeitsplätze sichern. Gerade für Hamburg bietet sich die Chance, den Wirtschaftsstandort national als auch international auszubauen und zur Hauptstadt der "Erneuerbaren Energien" zu werden.