Intelligente Netze
Neues Innovations-Kraftwerk für Hamburgs Fernwärmeversorgung
In Wedel am westlichen Hamburger Stadtrand steht bisher ein altes Steinkohlekraftwerk, das weite Teile des Hamburger Gebiets mit Fernwärme versorgt. Die in die Jahre gekommene Anlage des Energieversorgers Vattenfall wird bis zur Heizperiode 2016/17 durch ein hochmodernes neues Gas- und Dampf-Kombikraftwerk ersetzt, das die Wärmeversorgung der Hansestadt künftig an gleicher Stelle viel klimaschonender und effizienter bewerkstelligen wird.
Der Bau ist ein Schlüsselprojekt, das Senat und Vattenfall im Rahmen der Energiewende vereinbart haben. Dieses neue Kraftwerk hilft entscheidend, die Fernwärmeversorgung der Hansestadt umweltfreundlicher zu machen. Es produziert nur etwa die Hälfte der Treibhausgas-Emissionen des alten. Das spart viele hunderttausend Tonnen CO2 pro Jahr.
Heiße Turbinenabgase erzeugen zusätzliche Energie
Gas- und Dampf-Kombi-Kraftwerke sind so etwas wie der letzte Schrei der Kraftwerkstechnik: In ihnen werden Gas- und Dampfturbinen hintereinander geschaltet, um die eingesetzte Energie mehrfach auszunutzen. Das spart jede Menge Brennstoff und CO2. In Wedel wird Erdgas verwendet, um Gasturbinen anzutreiben und Strom und Fernwärme zu erzeugen. Weil Erdgas mit Blick auf seine CO2-Bilanz viel sauberer als Kohle ist, bringt allein das große Klimavorteile. Aber es wird noch besser: Statt die heißen Abgase der Turbinen ungenutzt verpuffen zu lassen, erwärmen sie in der neuen Anlage Wasser. Der entstehende Dampf treibt zusätzliche Turbinen an. Heißwasser und Dampf dienen außerdem zur Fernwärmeversorgung der Hansestadt.









