Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Wärmeversorgung Wärme aus Blockheizkraftwerken findet neue Abnehmer

Wie sich das städtische Wärmenetz für neue umweltfreundliche Kraftwerks- und Energiekonzepte öffnen lässt, zeigt eine Kooperation zwischen dem Versorger E.ON und dem EUROGATE-Containerterminal im Hafen. Das Umschlags-Unternehmen baut ein Blockheizkraftwerk, das Strom und Heizwärme nach dem Prinzip hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung in Eigenregie produziert.

Wärme aus Blockheizkraftwerken findet neue Abnehmer

Ein zukunftsweisendes Modell, bislang aber gab es dabei ein Problem: Die Umwelt-Vorteile kleiner Blockheizkraftwerke schrumpfen, wenn Strom und Wärme vor Ort nicht vollständig verbraucht werden können. E.ON ermöglicht es EUROGATE nun, überschüssige Heizwärme seines Kraftwerks in das Hamburger Wärmenetz einzuspeisen.

Das Netz wird zum flexiblen Speicher für Energie

Das Wärmenetz wirkt so wie ein flexibler Speicher für die Energie des Blockheizkraftwerks. Braucht EUROGATE viel Strom, kann es sein Kraftwerk hochfahren, ohne sich Gedanken über die automatisch mitproduzierte Wärme zu machen. E.ON übernimmt sie und liefert sie an andere Gebäude, die sie gerade brauchen. EUROGATE kann sich den Gegenwert der Heizwärme später aus dem Netz zurückholen. Auf diese Weise geht keine Energie verloren, die Anlage arbeitet wirtschaftlicher und spart maximal CO2.

Die Kooperation mit EUROGATE ist nicht das einzige Projekt dieser Art: E.ON forciert zusammen mit der Stadt die dezentrale Wärmeeinspeisung durch Blockheizkraftwerke und große Solarthermieanlagen, die die Energie der Sonne nutzen.