Speicherintegration
Ein Speicher für die Energie einer ganzen Sturmfront
Wer Erneuerbare Energien in die Versorgungsnetze integrieren will, muss einen Weg zur Zwischenspeicherung der bisweilen unregelmäßig anfallenden Mengen an Wind- und Sonnenstrom finden. Das zukünftige Gas- und Dampf-Kombi-Kraftwerk in Wedel hilft auch bei der Lösung dieses Problems: Auf seinem Gelände baut Vattenfall einen riesigen Speicher für Windstrom.
Er kann so viel Energie aufnehmen, wie ein großer Windpark während eines zehnstündigen kräftigem Sturms produziert - und sie den Bewohnern Hamburgs dann zeitversetzt bereitstellen. Das ist ein weiterer Grund, warum das Wedeler Kraftwerk auch als Innovationskraftwerk bezeichnet wird.
Überschüssige Windkraft wird in Heizwärme verwandelt
Der Trick nennt sich “Wind zu Wärme”: Ist im Netz in Zeiten hoher Produktion ein Überschuss an Windstrom vorhanden, wird damit Wasser in einem riesigen, gut isolierten Speicher auf dem Gelände des Kraftwerks erhitzt. Im Prinzip arbeitet das System wie ein großer Wasserkocher oder Tauchsieder. Wasser kann die Wärme sehr gut und lange halten. Es dient dann später zur Fernwärmeversorgung der Hansestadt, indem es die entsprechenden Dampf- und Wasserkreisläufe des Kraftwerks unterstützt, das außer Strom auch Wärme bereitstellt.
Einen weiteren solchen Speicher zur innovativen Verzahnung von Windenergie und Heizwärmeversorgung baut Vattenfall auf dem Gelände des Hamburger Kraftwerks Tiefstack.









