Behörde für Umwelt und Energie

Solarthermie Ein warmes Bad mit Hilfe der Sonne

Ein Neubaugebiet in Harburg macht vor, wie sich bei der Warmwasseraufbereitung mit Hilfe der Sonnenenergie völlig neue Wege beschreiten lassen: Solarkollektoren mit einer Fläche von nur 100 Quadratmetern sammeln Sonnenwärme ein und verteilen sie über ein Nahwärmenetz in der Siedlung “Auf der Jahnhöhe” rund 70 Reihen- und Doppelhäuser.

Ein warmes Bad mit Hilfe der Sonne

Dort kann einen Teil der Wärme auch zentral zwischengespeichert werden. An sonnigen Sommertagen reicht das, um den gesamten Bedarf des Viertels an Warmwasser zum Baden oder Händewaschen zu decken. Ergänzt wird das System durch Biomasse-Heizkessel. Für das außerordentlich klimafreundliche Gesamt-Konzept gab es 2011 den Hamburger Solarpreis.

Solarthermie versorgt bereits viele tausend Haushalte

Solarthermie-Anlagen sind in Hamburg heute schon weit verbreitet. Sie versorgen bereits viele tausend Haushalte mit Warmwasser. Hauseigentümer, Wohnungsgenossenschaften und Immobilienunternehmen schätzen sie auch unter finanziellen Gesichtspunkten. Denn der Löwenanteil des Energieverbrauchs privater Haushalte entfällt auf Heizung und Warmwasseraufbereitung - da spart das “Anzapfen” der Sonne auf dem Dach in Zeiten steigender Rohstoffpreise bares Geld. Und so finden sich Solarthermie-Anlagen heute auf den Dächern der Hafencity ebenso wie an einem modernisierten Hochhaus in Niendorf aus den 1960er Jahren, wo sie rund die Hälfte des Warmwasserverbrauchs von 40 Wohnungen sichern.