Behörde für Umwelt und Energie

smartPORT Energy Hamburgs Hafen wird Schaufenster für erneuerbare Energien

Die Behörden für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, die Behörde für Umwelt und Energie sowie die Hamburg Port Authority (HPA) haben im Jahr 2013 eine Energiekooperation für den Hamburger Hafen gegründet. Gemeinsam soll so der Hafen zu einem Schaufenster für erneuerbare Energien entwickelt werden.

smartPORT Energy

Hamburg hat sich zum Ziel gesetzt, im Jahre 2050 80 Prozent seines Energiebedarfs aus klimaneutralen Quellen zu decken. Dazu ist die Abkehr von fossilen Energiequellen hin zu Erneuerbaren Energien notwendig. Mit Blick auf dieses Ziel hat Hamburg bereits wichtige Weichenstellungen vollzogen. Hamburg nimmt bei der Energiewende eine Vorreiterrolle ein und hat sich in den vergangenen Jahren als bedeutender Anwendungs-, Produktions- und Forschungsstandort für Erneuerbare Energien entwickelt. Eine besondere Rolle spielt hierbei der Hamburger Hafen, denn dieser ist nicht nur der führende deutsche Logistikstandort, sondern auch eine der größten zusammenhängenden Industrieflächen in Deutschland und Nordeuropa. Diese Position birgt großes wirtschaftliches Potenzial und große Verantwortung zugleich. Als großer Energieverbraucher kann das Hafengebiet mit den ansässigen Logistik- und Industrieunternehmen wesentlich zur Energiewende und damit zur Stärkung des Standorts beitragen. Als „Tor zur Welt“ kommt dem Hamburger Hafen mit Blick auf die Umsetzung der Hamburger Energiewende daher eine besondere Bedeutung zu.

Um die Nutzung von moderner Energie- und Umwelttechnik im Hamburger Hafen zu forcieren, haben die Behörden für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, die Behörde für Umwelt und Energie sowie die Hamburg Port Authority im Jahr 2013 die Initiative smartPort Energy gegründet. Gemeinsam soll so der Hafen zu einem Schaufenster für erneuerbare Energien entwickelt werden. SmartPort Energy hat seitdem zahlreiche Projekte zum Ausbau Erneuerbarer Energien, der Verbesserung der Energieeffizienz und der Entwicklung innovativer Mobilitätskonzepte umgesetzt. Wegmarke von smartPort Energy war die Welthafenkonferenz im Juni 2015 in Hamburg, bei der wichtige Erfolge von smartPort Energy präsentiert werden konnten. Beispielsweise wurden im industriell genutzten Hafenraum vier neue Windkraftanlagen errichtet und diverse Maßnahmen zur Energieeffizienz in Hafen- und Industriebetrieben umgesetzt. Eine innovative Landstromanlage am Kreuzfahrt-Terminal in Altona wird gebaut und eine hochmoderne „Power-Barge“ versorgt Kreuzfahrtschiffe mit emissionsarm erzeugtem Strom auf Basis von Flüssiggas. Für Fahrten innerhalb des Hafens werden zunehmend häufiger Elektrofahrzeuge eingesetzt.

Angesichts der erfolgreichen Bilanz von smartPort Energy soll die Arbeit der Initiative fortgeführt und weiterentwickelt werden. Die im Rahmen von smartPort Energy gewonnenen Erfahrungen können in Hamburgs Konzept für die Ausrichtung der Olympischen Spiele einfließen.

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