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Hamburg ist Fairtrade-Stadt

Titelverleihung im Hamburger Rathaus

Am 27. Mai 2011 hat die Zweite Bürgermeisterin Dr. Dorothee Stapelfeldt die Auszeichnung zur Fairtrade-Stadt entgegen genommen. Die Titelverleihung fand im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses statt. Die Urkunde überreichte der Geschäftsführer Dieter Overath von TransFair e.V.

 

Zweite Bürgermeisterin Dr. Dorothee Stapelfeldt und Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair e.V.
Die Zweite Bürgermeisterin Dr. Dorothee Stapelfeldt nimmt die Urkunde vom Geschäftsführer Dieter Overath vonTransFair e.V. entgegen.  (Bild: Pressestelle des Senats Anabela de Sousa)

Der Verein zeichnet weltweit Städte aus, die fairen Handel fördern. Ziel sind verlässliche Einkommen für Erzeuger und die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards. Hamburg ist die 39. und gleichzeitig größte Fairtrade-Stadt in Deutschland. Weltweit umfasst die Bewegung mittlerweile rund 900 „Fairtrade-Towns“

Dr. Dorothee Stapelfeldt stellte bei der Verleihungsfeier die Ziele der neuen Fairtrade Stadt Hamburg vor: „Wir sehen die Auszeichnung „Fairtrade-Stadt“ als Ansporn, den fairen Handel in der Hansestadt im Dialog mit Wirtschaft, Behörden, Handel und Zivilgesellschaft weiter voranzubringen. Hamburg hat heute schon die meisten Fairtrade-Lizenznehmer in Deutschland. Das ist uns jedoch noch nicht genug: Jetzt geht es darum, dass die Hamburgerinnen und Hamburger Produkte des Fairen Handels fest in Ihrem Alltag, beispielsweise beim Einkaufen für den täglichen Bedarf, integrieren.“

Am 25. Januar 2011 hatte Hamburg seine Bewerbungsmappe als Fairtrade-Stadt abgegeben. Für die erfolgreiche Titelvergabe mussten fünf Kriterien erfüllt werden, darunter der Senatsbeschluss, dass fair gehandelte Produkte bei Sitzungen und Empfängen im Rathaus verwendet werden. Die Aktivitäten werden von einer Steuerungsgruppe, aus Behörden, Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften koordiniert.

Das Projekt Fairtrade Stadt Hamburg setzt sich für die Ausweitung des Fairen Handels in Hamburg ein. Auf der eigenen Website (www.fairtradestadt-hamburg.de) gibt es bereits einen Stadtplan, in dem etwa 700 Einzelhändler, Gastronomiebetriebe und weitere Verkaufsstellen fair gehandelter Produkte mit Adressen eingetragen sind.

Weitere Informationen

Die Auszeichnung mit dem Titel "Fairtrade-Stadt" ist Ausdruck eines langjährigen Engagements der Stadt. Seit 2006 setzt sich Hamburg mit dem Aktionsbündnis „hamburg mal fair“ für die Stärkung des Fairen Handels in der Hansestadt ein. Ziel des Bildungsprojektes ist es, das öffentliche Bewusstsein für mehre Fairness und soziale Gerechtigkeit im Welthandel zu schärfen. Im Hamburger Rathaus werden bei Sitzungen und Veranstaltungen ausschließlich fair gehandelter Kaffee und Tee sowie verschiedene Kaltgetränke ausgeschenkt.

Der faire Handel unterstützt insbesondere Kleinproduzenten in ihrer wirtschaftlichen und sozialen Eigenständigkeit, indem ihnen angemessene Preise für ihre Produkte bezahlt werden. So kann Armut wirkungsvoll bekämpft werden.