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Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Geothermie - Erdwärme

Angesichts der aktuellen Entwicklung auf dem Energiesektor findet die Nutzung von Erdwärme zunehmend größeres Interesse. Als Erdwärme wird die unterhalb der Erdoberfläche in Form von Wärme gespeicherte Energie bezeichnet. 

Eine Quelle für den Wärmefluss ist der Wärmetransport aus dem heißen Erdkern und dem Erdmantel, eine andere Quelle ist die Wärmeproduktion durch den Zerfall natürlicher und langlebiger Elemente in den Gesteinen der Erdkruste. Im oberflächennahen Bereich bis etwa 20 m Tiefe beeinflusst auch die Sonneneinstrahlung die Temperaturentwicklung. Darunter nimmt der Anteil des geothermischen Wärmeflusses zu, der dann zunehmend die Temperatur des Untergrundes bestimmt.

Aufgrund der unterschiedlichen Temperaturregime im Untergrund ergeben sich in Abhängigkeit von der Tiefe verschiedene Nutzungsmöglichkeiten für Erdwärme.

Mehr zum Thema bei der Geothermischen Vereinigung e. V. ...

Oberflächennahe Geothermie

Angetrieben durch die derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklungen auf dem Energiesektor kommt einer stärkeren Nutzung des verfügbaren oberflächennahen geothermischen Potenzials im Hamburger Raum zunehmend größere Bedeutung zu.

Nutzungsmöglichkeiten

Erdwärmekollektor Gebäude mit Erdwärmekollektor
In den oberen 100 Metern der Erdkruste wird das Wärmepotenzial vor allem für dezentrale Heizanlagen genutzt. Möglich ist auch eine Nutzung des Untergrundes als Quelle für Kühlsysteme oder als Wärme- oder Kältespeicher. Typische Systeme sind Erdwärmekollektoren, Erdwärmesonden, Grundwasserbrunnen oder seit neuerem auch erdberührte Betonbauteile wie z.B. Energiepfähle.

Auskunft über das geothermische Potenzial 

Das Geologische Landesamt gibt Ihnen anhand der verfügbaren Informationen aus dem umfangreichen Bohrarchiv über den zu erwartenden geologischen Aufbau des Untergrundes und das daraus ableitbare geothermische Potenzial Auskunft.

Wasserrechtliche Erlaubnis zum Einbau von Erdwärmesonden

Für den Einbau von Erdwärmesonden ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich, die Sie im Amt für Umweltschutz, Abteilung „Gewässerschutz“ (U1) der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt beantragen können. Den "Leitfaden zur Erdwärmegewinnung in Hamburg" sowie die Antragsunterlagen erhalten Sie hier.

Für den Wasserrechtsantrag zum Einbau von Erdwärmesonden ist in jedem Fall eine schriftliche Stellungnahme des Geologischen Landesamtes erforderlich.

Übersichtskarten

Das Geologische Landesamt Hamburg hat für Hamburg Übersichtskarten zur Abschätzung des geothermischen Potenzials entwickelt, die bei uns eingesehen werden können.

Projekt "GeoEnergie"

In Zusammenarbeit mit anderen Geologischen Diensten beteiligt sich das Geologische Landesamt an dem Gemeinschaftsprojekt „GeoEnergie“. Ziel dieses Vorhabens ist eine Erweiterung der vorhandenen geowissenschaftlichen Fachinformationssysteme um aussagekräftigere Daten zur Wärmeleitfähigkeit des Untergrundes, um die Planungssicherheit bei der Auslegung von flachgeothermischen Heiz- oder Kühlsystem (Erdwärmesonden, -kollektoren usw.) deutlich zu verbessern.

Kontakt

Für mündliche und schriftliche Auskünfte stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Sie können sich telefonisch unter der

Telefonnummer: (040) 4 28 45 - 2632 oder 428 45 - 2602

an uns wenden oder per E-Mail Kontakt mit uns aufnehmen.

Kontakt: gla@bsu.hamburg.de

Tiefengeothermie 

Geothermische Energie kann nicht nur über erdgekoppelte Wärmetauscher wie beispielsweise Erdwärmesonden oder Erdwärmekollektoren sowie durch Wärmepumpen gewonnen werden, sondern auch durch Heißwassernutzung aus größerer Tiefe (> 1000 m) aus hydrothermalen Energievorkommen oder mit Hilfe des Hot-Dry-Rock-Verfahrens. Tiefe Erdwärmesonden nutzen ähnlich wie bei den oberflächennahen Systemen direkt die Gesteinswärme.

Das Geologische Landesamt Hamburg ist Ihr Ansprechpartner für geologische Informationen über den tiefen Untergrund von Hamburg und berät Sie gern.

Wenn Sie zunächst mehr über das Thema "Tiefe Geothermie" nachlesen möchten, finden Sie eine Definition, wann man von "Tiefer Geothermie" spricht, hier...

Um die Arbeitshilfe der Geologischen Dienste "Nutzungen der geothermischen Energie aus dem tiefen Untergrund (Tiefe Geothermie)" herunterzuladen,klicken Sie hier...

Geothermie-Projekt Hamburg-Allermöhe

Geothermie-Projekt Allermöhe Hamburg Geothermie-Projekt Allermöhe Hamburg
Ende der neunziger Jahre wurden in einem gemeinsamen Projekt von HEW (heute Vattenfall) und Umweltbehörde (heute: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt) die Möglichkeiten zur Nutzung von hydrothermaler geothermischer Energie im Hamburger Raum erkundet. Ziel des Projektes sollte der Bau einer geothermischen Heizzentrale für das Neubaugebiet Allermöhe III im Südosten Hamburgs sein. In etwa 3.300 m Tiefe wurde 125 °C heißes Wasser erbohrt. Die geförderte Wassermenge war jedoch für den erfolgreichen Betrieb einer Heizkraftanlage nicht ausreichend.

Warum, lesen Sie hier ...  

Informationssystem zur Tiefengeothermie

Das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) hat für eine erste Orientierung bei der Planung von Tiefengeothermie-Projekten ein Geothermisches Informationssystem für Deutschland (GeotIS) entwickelt. Dieses Projekt wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

GeotIS ist eine der Öffentlichkeit zugängliche Internetanwendung, die auf Browser-Technologie basiert und für die Sie keine spezielle Software herunterladen müssen.

Um zur GeotIS-Startseite zu gelanden, folgen Sie bitte diesem link ...  

Kontaktmöglichkeit
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (U) Dr. Renate Taugs Geologisches Landesamt Billstraße 84 20539 Hamburg
Tel.: E-Mail: