Behörde für Umwelt und Energie

Aktion "Appetit auf Nachhaltigkeit" Gärtnern ohne Garten in der Kita

Am 4. Juni 2012, dem bundesweiten Aktionstag Nachhaltigkeit, fiel der Startschuss zu „Appetit auf Nachhaltigkeit- Gärtnern ohne Garten in der Kita“. Zehn Kitas wurden gesucht, die die Betonwüste in ihrem Innenhof in eine blühende und essbare Landschaft verwandelten.

Gärtnern ohne Garten in der Kita

Die Pestalozzi Kita am Millerntor erhielt als erste Kita ohne begrünbares Außengelände ausreichend Material, um auf ihrer Dachterrasse ein Gemüse- und Kräuterbeet im „Blumentopf“ anzulegen. Neun weitere Einrichtungen erhielten nach den Sommerferien kostenlos eine Ausstattung im Stil des „Urban Gardenings“. Bis zum Herbst konnten die Kinder dann jäten, gießen, ernten und am Ende gemeinsam ihre Ernte verputzen. So lernten sie die Zusammenhänge zwischen Natur, Lebensmitteln und gesunder Ernährung hautnah kennen.

Am 25. Oktober 2012 im Rahmen der Fachveranstaltung „Appetit auf Nachhaltigkeit – Ernährung in der Kita“ wurden im Hamburger Umweltzentrum Gut Karlshöhe die Gewinner der Aktion „Appetit auf Nachhaltigkeit – Gärtnern ohne Garten in der Kita“ ausgezeichnet.

Die Gewinner sind:

  • Der Kinderladen Maimouna
  • Der Internationale Kinderladen aus Altona
  • Die Kita Wümmeweg aus Neuwiedenthal

Die drei Einrichtungen erhielten für ihre „essbaren Gärten im Blumentopf“ den „Goldenen Gartenzwerg“ sowie ein Preisgeld, das der Weiterentwicklung der Projekte dienen soll.

Ein begrüntes großes Außengelände, in dem die Kinder nach Herzenslust herumtollen können, wünschen sich die meisten Eltern für die Kita ihrer Kleinen. Doch in einer Großstadt wie Hamburg sieht die Realität oft anders aus: Hier müssen auch Parkplätze vor der Kindertagesstätte oder asphaltierte Innenhöfe als Außenbereiche herhalten.

„Ein bepflanztes Außengelände bedeutet nicht nur Bewegung an der frischen Luft“, sagt Sabine Hartwig, Leiterin der Kita Wümmeweg, „Durch die Hochbeete, die wir über das Projekt ‚Gärtnern ohne Garten‘ bekommen haben, konnten die Kinder erfahren, wo die Zutaten zu ihrem Mittagessen herkommen und wie sie wachsen. Das Gärtnern verhalf ihnen zudem, ihre Sinne zu sensibilisieren und Sozialkompetenzen zu fördern“, so Hartwig weiter.

Neben der Bepflanzung der Hochbeete mit verschiedenen Kräuter- und Gemüsesorten, der kontinuierlichen Pflege der Pflanzen und der späteren Ernte bauten die Kinder „Gewächshäuser“ in Flaschen, verteilten selbst gerollte Samenbomben in der Nachbarschaft und verarbeiteten die gewonnen Nahrungsmittel zu leckeren Gerichten. Sie bewässerten die Beete mit gesammeltem Regenwasser, beobachten Regenwürmer und Käfer, die sich im Umfeld der Pflanzen tummelten und sprachen mit Experten, wie zum Beispiel einer Ökotrophologin, über das Thema „Gesunde Ernährung“.

„Der Ideenreichtum aller beteiligten Kitas hat uns begeistert“, sagt Jürgen Forkel- Schubert von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU), die das Projekt finanziell gefördert hat. „Wir freuen uns sehr, dass unser Anliegen, die Kinder mit den ‚Gärten im Blumentopf‘ spielerisch an das Thema Ernährung heranzuführen, auf solch vielfältige Art und Weise umgesetzt und von den pädagogischen Fachkräften und Kindern mit einer solchen Begeisterung aufgenommen wurde“.

Vortrag BSU

"Hamburg schaut über den Tellerrand" (PDF, 875 kB)

Das Projekt „Gärtnern ohne Garten in der Kita“ wurde von der S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung durchgeführt. Die Finanzierung erfolgte durch die BSU. Es handelt sich bei diesem Projekt um den Beitrag Hamburgs zur Aktion von insgesamt neun Kommunen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung", um „Appetit auf Nachhaltigkeit“ zu machen. Es ergänzt die bisherigen Aktivitäten der Initiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“ in Schulen und Unternehmen zum Jahresthema Ernährung der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2005-2014.

Ansprechpartnerin:

Anna Tiegel
S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung
040 / 226 327 765
tiegel@save-our-future.de
www.save-our-future.de
www.kita21.de