Bußgeldkatalog Teure Sünden mit dem Fahrrad

Wenn Sie auf dem Fahrrad im Hamburger Straßenverkehr gegen die Verkehrsregeln verstoßen, kann es teuer werden. Mit unserem Bußgeldrechner erfahren Sie schnell und unkompliziert, welche Strafen Sie zu erwarten hätten. 

Bußgeldkatalog Fahrrad


Bußgeldrechner vom vfbv.org (www.bussgeldrechner.org)

Bußgeldkatalog Fahrrad: Wie hoch sind die Bußgelder und welche Bestimmungen gibt es?

vergrößern Bilder: Bußgeldrechner Fahrrad (Bild: vfbv e.V.) Fahrradfahrern drohen bei fehlerhaften Verhalten auch Strafen. Denn neben einem Bußgeldkatalog für Pkw- und Lkw-Fahrer gibt es tatsächlich auch einen Bußgeldkatalog für Radfahrer.

Das Strafmaß reicht von einem vergleichsweise glimpflichen Verwarnungsgeld von 5 Euro bis hin zu deutlich strengeren Strafen in Höhe von mehreren hundert Euro. Auf Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten mit dem Fahrrad können auch Punkte in Flensburg, eine Geldstrafe oder eine Anordnung zur Teilnahme an einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (abgekürzt: MPU) folgen. 

Alkohol auf dem Fahrrad

Wer sich am Wochenende eine nette Runde in der Bar erlaubt, sollte nicht unbedingt das Fahrrad als Transportmittel wählen. Denn nicht nur für Autofahrer gibt es eine Promillegrenze, auch Fahrradfahrer müssen auf ihre Blutalkoholkonzentration achten. 

Die Promillegrenze für Fahrradfahrer liegt bei 1,6 Promille. Ab dieser Blutalkoholkonzentration ist Fahrrad fahren eine Straftat. Denn der Radfahrer kann bei einer derartigen Alkoholisierung nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Ab dieser Blutalkoholkonzentration ist außerdem eine sichere Fahrweise kaum mehr möglich. Das Missachten von Regelungen oder Stürze sind dann denkbar.

Wer denkt, Vekehrsverstöße mit dem Fahrrad haben keinen Einfluss auf den Führerschein, irrt sich. Denn z.B. das Fahrradfahren mit einem Alkoholpegel von über 1,6 Promille wird mit drei Punkten im Fahreignungsregister bestraft. Zudem kann eine Anordnung zu einer medizinisch-psychologischen-Untersuchung folgen. Dieser muss der Betroffene bestehen, denn ansonsten erhält er seinen Führerschein nicht zurück. Sogar ein Fahrradfahrverbot kann folgen.

Allerdings kann der Radfahrer auch mit weniger als 1,6 Promille im Blut eine Straftat auf dem Fahrrad begehen. Ähnlich wie beim Bußgeldkatalog für Autofahrer gibt es eine Ausnahmeregelung. Fährt ein Radfahrer bspw. mit 0,3 Promille Schlangenlinien, beachtet die Verkehrsregeln nicht oder verursacht einen Unfall, kann auch bei dieser geringen Promillezahl eine Strafanzeige folgen.

Beleuchtung, Straßenbenutzung und Geschwindigkeit

Die Fahrradbeleuchtung ist essentiel für die sichere Straßenbenutzung mit dem Fahrrad. Ein Radfahrer kann ohne Beleuchtungseinrichtungen leicht von Autofahrern übersehen und somit verletzt werden. Um dem vorzubeugen, droht bei fehlenden oder falschen Beleuchtungseinrichtungen am Fahrrad ein Bußgeld zwischen 20 und 35 Euro. Für Radfahrer ist der Radweg von besonderer Wichtigkeit. Oft ist jedoch nicht klar, ob seine Nutzung Pflicht oder Wahl ist. Ist ein blaues Schild vorhanden, muss der Radfahrer den Radweg zwingend nutzen, ansonsten folgt ein Bußgeld. 

vergrößern Bilder: Bußgeldrechner Fahrrad (Bild: vfbv e.V.)

Zum Erstaunen von vielen Radfahrern gibt es auch einen Bußgeldkatalog zum Thema Geschwindigkeit auf dem Fahrrad. Hierbei gilt allerdings kein Tempolimit wie für Autofahrer. Fahrradfahrer müssen vielmehr ihre Geschwindigkeit den jeweiligen Gegebenheiten anpassen,um keine Strafe zu riskieren. Die Gefährdung von anderen Verkehsteilnehmern durch eine zu hohe Geschwindigkeit mit dem Rad muss ausgeschlossen sein. Gefährden Fahrradfahrer Fußgänger in einem stark frequentierten Fußgängerbereich, weil sie zu schnell gefahren sind, droht daher ein Bußgeld und sogar ein Punkt.

Unfallstatistik von Radfahrern

Radfahrer werden im Straßenverkehr leicht von anderen Fahrzeugen übersehen und sie haben keine schützenden Karosserie wie Autofahrer. Der einzige Schutz ist, wenn überhaupt vorhanden, ein Fahrradhelm. Es ist also nicht verwunderlich, dass sich jährlich viele Radfahrer verletzen oder ums Leben kommen. Sie stellen nach den Pkw-Fahrern die am häufigsten verunglückende Gruppe an Verkehrsteilnehmern dar.

Jahr

Verunglücke
insgesamt

Verunglückte
Fahrradfahrer

1978572.91551.262
1980555.96654.583
1985471.46663.077
1990521.97769.294
1995521.59572.352
1996501.91665.988
1997509.64372.667
1998505.11168.314
1999528.89975.696
2000511.57773.214
2001501.75271.565
2002483.25570.622
2003468.78376.120
2004445.96873.480
2005438.80478.272
2006427.42877.054
2007436.36879.004
2008413.52479.316
2009401.82375.711
2010374.81865.480
2011396.37476.750
2012387.97874.680
2013377.48171.333

Quelle: Statistisches Bundesamt

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