Museen für die ganze Familie Familienurlaub in Hamburg: tolle Museen

Museen sind verstaubt, langweilig und nix für Kinder? Das war einmal. Die Hamburger Kunsthalle und das Hamburg Museum zum Beispiel haben sich fabelhaft auf die kleinen Gäste eingestellt. Auch andere Hamburger Ausstellungen nehmen Kinder ernst und werden deshalb von Familien sehr gern besucht.

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Familienurlaub in Hamburg: tolle Museen

Kunsthalle

Glockengießerwall / 20095 Hamburg
HVV: Sämtliche U- und S-Bahn-Linien Haltestelle Hauptbahnhof
Dienstag und Mittwoch, Freitag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr, Donnerstag 10:00 bis 21:00 Uhr

Kinder werden in der Kunsthalle wertgeschätzt. Familien erwartet dort ein umfangreiches Kinderprogramm. Gleich am Eingang bekommen Kinder eine Extra-Wanderkarte, die sie spielerisch zu Bildern und anderen Kunstwerken leitet, am Ende der Tour finden sie einen kleinen Schatz. Nachmittags ist das von Olafur Eliasson eingerichtete Kinderzimmer ein spannender Ort. Hier tummeln sich Kinder ab sechs Jahren mit ihren Eltern. Eliasson entwarf für die Kleinen ein kreatives Steckspiel, mit dem diese sich ihre eigenen Paläste, Höhlen, Türme bauen.

Samstags von 14:00 bis 17:00 Uhr finden in der Kunsthalle Führungen für größere und kleinere Kinder statt. Themen sind zum Beispiel: „Tierisches Vergnügen“, „Schwarz auf Weiß! Fotoexperimente“, „Welche Farbe hat die Fremde?“, „Sammelwut und Ordnungsliebe“. Museumspädagogen besuchen gemeinsam mit den Kindern einige Kunstwerke und dann werden die Kids selber aktiv und drucken, bauen, zeichnen oder schneiden. Viele Materialien stehen zur Verfügung.

Am Sonntag gibt es in der Kunsthalle Familienführungen. Themen sind unter anderem: „Wie kam das große Bild in den Saal?“, „Wer ist Picasso?“, „Weshalb ist der Rahmen kunterbunt?“. Die Museumspädagogen gehen toll auf die Kinder ein und diese inspirieren die Runde mit ihren oft klugen Fragen und Erkenntnissen. Diese Führungen für Große und Kleine finden jeden Sonntag um 15:00 Uhr für Eltern und Großeltern mit Kindern ab fünf Jahren statt. Die Kosten betragen pro Kind 2 Euro, wenn beide Eltern bezahlt haben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Mehr Infos:
Die Kunsthalle bei hamburg.de
www.hamburger-kunsthalle.de

Hamburg Museum

Holstenwall 24 / 20355 Hamburg
HVV: U3 Haltestelle St. Pauli
Dienstag bis Samstag 10:00 bis 17:00 Uhr und Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr

Die bewegte Geschichte Hamburgs vom Jahr 800 bis zur Gegenwart wird in diesem großen stadthistorischen Museum lebendig. Das Museum eignet sich sehr für einen Familienbesuch. Schon am Eingang erhalten Kinder den Flyer mit der Museumsratte Fitz. Auf einer Museumspiraten-Tour erkunden die Kleinen das Museum auf ihre Art. Überall im Museum sind auf Augenhöhe der Kinder Tafeln aufgestellt, in denen sie spannende Details zum Leben der Piraten in der Hansezeit, Seeräubern aus Nordafrika und zum Alltag im Mittelalter erfahren. Sie sehen den Kopf von Klaus Störtebeker aus nächster Nähe.

Am Wochenende finden spezielle Sonntagskinder-Führungen für Familien mit Kindern ab fünf Jahren statt, die sehr gut angenommen werden. Kinder dürfen auch alleine teilnehmen. Auf den Rundgängen um 13 und 14 Uhr erfahren Eltern und Kinder Wissenswertes über das harte Leben von Schiffsjungen und Kapitänen, darüber, wie ein Schiff gebaut wird und wie man es navigiert. Themen der Rundgänge sind zum Beispiel: „Wo der Pfeffer wächst: wie Gewürze und andere Kostbarkeiten nach Hamburg kamen“, „Familienrallye durch Hamburgs Geschichte! Von Kedelkloppern und Schauermännern – Berufe im alten Hamburger Hafen“.
Mehr Infos:
Das Hamburg Museum bei hamburg.de
www.hamburgmuseum.de

Kindermuseum KLICK

Achtern Born 127 / 22549 Hamburg
HVV: S1 bis Haltestelle Klein Flottbek (Botanischer Garten), dann umsteigen in Bus 21 bis Haltestelle Achtern Born, Kindermuseum 
Jeden Werktag von 9:00 bis 18:00 Uhr und Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr

Etwas abgelegen in Osdorf liegt das Kindermuseum Klick. Lassen Sie sich aber deshalb nicht von einem Besuch in dieser Kinder-Oase abhalten. Kinder und Eltern werden in Urgroßmutters Haushalt zurückversetzt und erfahren, wie die Menschen in einer Welt ohne Strom zurechtkamen und mit Waschbrettern, Kohleherden, mechanischen Nähmaschinen und Kaffeemühlen den Alltag bewältigten.

Geld bedeutet den Erwachsenen eine Menge, das merken schon kleine Kinder. Im Klick Museum drucken die Kids ihr eigenes Geld und können es in einem Geschäft wieder ausgeben. In der Körper-Ausstellung erfahren sich die Kinder mit allen Sinnen. Wer schnuppert zuerst, wo es nach Kaffee riecht? Welche Stoffpäckchen haben den gleichen Inhalt? Die Lütten beteiligen sich am Geräusche-Memory und schauen durch eine besondere Brille wie ein Insekt auf die Welt. Sie produzieren Töne auf den ausgestellten Musikinstrumenten.

Wenn das Wetter gut ist, gehen die Kinder gerne raus auf die Baustelle und betätigen sich als Handwerker. Sie legen Stein auf Stein und verfugen die Steine mit Mörtel, sie decken ein Dach, verkleben Fliesen und hämmern und leimen. Ein tolles Museum mit unangestrengtem pädadagogischen Ansatz, in dem sich die Kinder garantiert nicht langweilen. Tipp: Kommen Sie als Familie eher nachmittags, morgens sind Schulklassen unterwegs.
Mehr Infos:
Das KLICK bei hamburg.de
www.kindermuseum-hamburg.de

Spicy`s Gewürzmuseum

Am Sandtorkai 34 / 20457 Hamburg
HVV: U3 bis Haltestelle Baumwall
Dienstag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Schon unten im Treppenhaus des alten Speichergebäudes duftet es einem entgegen. Das Spicys ist ein Museum, in dem man den Exponaten ganz nah kommen darf. Darum gefällt es auch Kindern hier meistens sehr gut. Die Gewürze lagen in großen Säcken und Besucher dürfen sie berühren, an ihnen riechen, sie zerreiben und sie schmecken.

Seit Jahrtausenden handeln die Menschen mit den oft wertvollen Gewürzen. Wie und wo baut man Gewürze an? Welchen Produktionsprozess durchlaufen sie? Besucher erfahren etwas über den Anbau der Gewürzpflanzen und können die alten Maschinen und Geräte besichtigen, die man zur Verarbeitung der Gewürze genutzt hat.

Einen Beitrag zur guten Ernährung steuert die Ausstellung „Ein Teller Buntes! oder was Kinder wirklich mögen“ bei. Die Ausstellungsmacher raten Eltern: Das Wort „gesund“ nicht in den Mund nehmen, sondern gutes Essen den Kindern lieber mit den Worten schmackhaft machen: „Auf deinem Teller fehlt was Buntes!“ In dieser Ausstellung bereiten Kinder ein Essen vor und säubern, waschen, schneiden und bearbeiten die Lebensmittel und Produkte der Saison.
Mehr Infos:
Spicy's Gewürzmuseum bei hamburg.de
www.spicys.de

Automuseum Prototyp

Shanghaiallee 7 / 20457 Hamburg
HVV: U1 bis Haltestelle Meßberg, dann 15 bis 20 Minuten Fußweg durch die Speicherstadt 
Dienstag bis Sonntag 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Eine Inspiration für Freunde der Technik und des Motorsports. Und auch Ästheten sind begeistert – vom formschönen Design der ausgestellten Renn- und Sportwagen. Ein spannender Museumsbesuch für die ganze Familie – allerdings mit größeren Kindern und Jugendlichen. Denn das Anfassen der wertvollen Modelle ist verboten. Die Autos stehen im offenen Fabrikloft, Besucher bahnen sich den Weg an Porsches, VWs, Ferrari und circa 50 weiteren Modellen entlang und kommen den noblen Karossen ganz nah. Sie können das Innere der klassischen Automobile inspizieren und sich vor ihnen mit Foto in Szene setzen lassen.

Die ältesten gezeigten Modelle vom Typ Porsche und VW stammen aus den 30er Jahren. Tafeln informieren über das Schicksal von früheren Rennsportlern, die ihre Autos zum Teil selber bauten. Wie Petermax Müller, der seinen Wagen 1948 mit einfachsten Mitteln aus Aluminium und einem frisierten Käfer-Motor selbst konstruierte und damit acht Weltrekorde errang. Erwachsene Besucher können ihre Fahrfähigkeiten im Fahrsimulator austesten – im Kult-Porsche 356. Durch die Scheibe haben Besucher Einblick in die gläserne Werkstatt, in der Rennwagen repariert werden.
Mehr Infos:
Prototyp bei hamburg.de
www.prototyp-hamburg.de

Chocoversum

Meßberg 1 / 20095 Hamburg
HVV: U1 Haltestelle Meßberg 
Täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Ein „über“-sinnliches Erlebnis für Schokoladenfans ist ein Besuch im Chocoversum. Besucher, unter ihnen viele Familien, verbringen hier abwechslungsreiche Stunden. Sie schnuppern an den Duftstationen, probieren Schokolade während des Fertigungsprozesses und produzieren selbst eine Schokolade. Gäste erfahren Wissenswertes über den Weg der Kakaobohnen, die mit dem Schiff aus den Tropen nach Deutschland transportiert und anschließend verarbeitet werden.

Am Anfang steht die frische Kakaofrucht, mutige Besucher dürfen von den bitteren Kakaobohnen kosten. Den Produktionsprozess von der Bohne bis zur fertigen Schokolade verfolgen die Gäste an fünf Maschinen von der Mélangeur bis zur Conche direkt mit, Naschen ist immer erlaubt. Das Highlight der Führung ist der Gang ins Aromalabor. Hier stellt jeder Gast selbst eine Schokolade seiner Wahl her und „garniert“ sie zuletzt mit Gummibärchen, Streuseln oder Chili. Nach der Führung lohnt es sich, nochmal auf eigene Faust durchs Chocoversum zu schlendern. Fazit: Eine familientaugliche Ausstellung, allerdings sollten die Kinder acht Jahre und älter sein. Die stolzen Eintrittspreise könnten manche Eltern abschrecken. Eine Familie mit zwei Kindern zahlt 38 Euro.
Mehr Infos:
Chocoversum bei hamburg.de
www.chocoversum.de

Deutsches Zollmuseum

Alter Wandrahm 16 / 20457 Hamburg 
HVV: U1 bis Haltestelle Meßberg 
Dienstag bis Sonntag 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Vor dem Zollmuseum in der Speicherstadt liegt der ausgemusterte Zollkreuzer „Oldenburg“. Bei einem Rundgang durch das historische Zollamt erfahren die Besucher viele Fakten über das Zollwesen und amüsante Details aus der Welt des Schmuggels. Denn seit es Zölle gibt, also seit den Zeiten des Römischen Reichs – wird auch geschmuggelt. Einige besonders skurrile Schmuggelfunde sind ausgestellt – eine Beinprothese, ein großer Holzelefant, der mit Drogen gefüllt war oder ein Kanadischer Wolf (allerdings im ausgestopften Zustand).

Um die Zolleinnahmen zu erhöhen, kamen die Fürsten früher auf drollige Ideen – zum Beispiel eine Bart- und Perückensteuer zu erheben. Heutzutage stehen Produktfälschungen bei Kleidungsstücken, Zigaretten und Alkohol im Fokus der Zollermittler. Spannend für Kinder sind die Schmuggelverstecke oder die High Tech Prüfanlage für Computer. Das Museum eignet sich Kinder ab ca. zehn Jahren und für Jugendliche, die sich besonders für die Markenfälschungen und Drogenfunde interessieren.
Mehr Infos:
Das Deutsche Zollmuseum bei hamburg.de


Außerdem:

  • Das Maritime Museum in der Hafencity mit seinem riesigen Fundus an Booten, Schiffen, nautischen Geräten und Infos zu Seefahrtsgeschichte www.immhh.de/museum
  • Das Völkerkundemuseum mit Kursen für Kindern und offenen Werkstätten www.voelkerkundemuseum.com

Alle Angaben ohne Gewähr - Stand der Informationen: September 2013

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Familienurlaub in Hamburg: tolle Museen
Museen sind verstaubt, langweilig und nix für Kinder? Das war einmal. Die Hamburger Kunsthalle und das Hamburg Museum zum Beispiel haben sich fabelhaft auf die kleinen Gäste eingestellt. Auch andere Hamburger Ausstellungen nehmen Kinder ernst und werden deshalb von Familien sehr gern besucht.
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