Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

In jedem Bezirk Aufgaben des Fachamtes für Jugend- und Familienhilfe (Jugendamt)

Aufgaben des Fachamtes für Jugend- und Familienhilfe (Jugendamt)

Eltern und andere Erziehungspersonen, die Rat suchen oder Probleme mit ihren Kindern haben, können sich an das Fachamt für Jugend- und Familienhilfe (Jugendamt) in ihrem Bezirk wenden. Die Jugendämter sind Teil der sieben Hamburger Bezirksämter, die Zuständigkeit richtet sich nach dem Wohnort der Sorgeberechtigten.

Das Jugendamt bietet selbst Rat und Unterstützung an und vermittelt bei Bedarf spezielle und intensivere Hilfen. Darüber hinaus hat das Jugendamt den Auftrag, Kinder vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen. Da die Probleme von Kindern, Jugendlichen und Eltern sehr vielfältig sind, gibt es auch sehr unterschiedliche Angebote und Hilfen.

Erster Ansprechpartner ist der Allgemeine Soziale Dienst (ASD). Das Handeln des ASD gründet auf Akzeptanz der Ratsuchenden und ihrer Mitwirkung bei der Realisierung von notwendigen und geeigneten Hilfsangeboten.

Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls

Gehen beim Jugendamt Hinweise auf Notsituationen oder Gefährdungen von Kindern ein, so wird der Allgemeine Soziale Dienst des Amtes diese Hinweise umgehend prüfen. Stellt sich heraus, dass Eltern nicht bereit oder nicht in der Lage sind, ihre Kinder vor Gefährdungen zu schützen, ist der Allgemeine Soziale Dienst verpflichtet, das Familiengericht einzuschalten, das - wenn erforderlich - auch gegen den Willen der Eltern Hilfen für ihre Kinder einleiten kann.

Das Jugendamt kann Kinder kurzfristig "in Obhut" nehmen, die sich in einer akuten Notlage befinden und sofort Schutz und Hilfe benötigen.

Außerhalb der Dienstzeiten der Jugendämter bietet der Kinder- und Jugendnotdienst Kindern und Jugendlichen sowie Eltern in akuten Krisen "Erste Hilfe". Er ist zentral für ganz Hamburg unter der Rufnummer (040) 428 490 zu jeder Tages- und Nachtzeit, auch an Sonn- und Feiertagen erreichbar.

Sowohl die Minderjährigen selbst als auch ihre Eltern können sich an die Einrichtungen des Jugendamtes wenden. Aber auch andere Personen, denen eine akute Gefährdung eines Kindes bekannt wird, können sich melden. Im Fall einer akuten Not- und Gefahrensituation wird dann eine schnelle Hilfe veranlasst.

Betreuung im eigenen Haushalt

Wenn die Eltern kurzfristig durch Krankheit, Kur oder aus anderen zwingenden Gründen für die Betreuung ihrer Kinder ausfallen, können ihre Kinder durch Dritte im Familienhaushalt betreut werden. Damit soll den Kindern die vertraute Umgebung erhalten und eine Trennung von Geschwistern vermieden werden. Es kann – je nach Bedarf – eine stundenweise Betreuung an einzelnen Wochentagen, aber auch eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung in Betracht kommen. Erkundigen Sie hierzu bei den Allgemeinen Sozialen Diensten der Jugendämter.