Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Hilfe für (werdende) Eltern Schwangerschaft und Geburt

Während der Schwangerschaft und nach der Geburt stehen Eltern vor einer Vielzahl von Fragen, Umstellungen und Herausforderungen. In Hamburg gibt es zahlreiche Einrichtungen und Angebote, in denen Sie Informationen sowie Unterstützung und Beratung durch Fachkräfte finden.

Schwangerschaft und Geburt: Informationen zu Hilfen und Beratung in Hamburg


Checkliste: Was ich nach der Geburt zu erledigen habe.

Weitere Informationen rund um die Themen Verhütung, Familienplanung, Schwangerschaft, Vater werden und die erste Zeit mit dem Kind finden Sie auch unter www.familienplanung.de der Bundeszentrale für politische Aufklärung.

Beratung für Schwangere und werdende Väter

Bei mehreren Hamburger Beratungsstellen erhalten Sie Antworten und Unterstützung zu folgenden Themen:

  • Allgemeine Fragen der Schwangerschaft,
  • Vorgeburtliche Diagnostik,
  • Fragen zu Sexualität und Partnerschaft,
  • Finanzielle Hilfen für Schwangere und Familien,
  • Rechtliche und soziale Fragen rund um die Schwangerschaft,
  • Beratung und Hilfe bei Konflikten und in Krisensituationen.

Diese Beratungsstellen helfen Ihnen:

Die Beratung ist kostenlos und unabhängig von Ihrer Nationalität oder Religion. 

Hinweise
- Informationen zum Thema Schwangerschaftskonfliktberatung hat die Hamburger Gesundheitsbehörde für Frauen und Männer zusammengestellt, die mit einer ungeplanten beziehungsweise ungewollten Schwangerschaft konfrontiert sind.

- Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert unter www.familienplanung.de über Themen wie Verhütung, Familienplanung, Schwangerschaft, Vater werden und die erste Zeit mit dem Kind.


Bundesstiftung Mutter und Kind

Die Bundesstiftung Mutter und Kind unterstützt schwangere Frauen in finanziellen Notlagen durch die Übernahme der Kosten von zum Beispiel Schwangerenbedarf oder Erstausstattung für das Kind. Hilfe bei der Antragstellung erhalten Sie bei den oben genannten Beratungsstellen in kirchlicher Trägerschaft (Diakonisches Werk, Caritas, Sozialdienst katholischer Frauen).


Anonyme und vertrauliche Geburt / Babyklappe (Erste Babyhilfe)

Nicht immer können Frauen ihre Schwangerschaft offenbaren, ohne in eine Notsituation zu geraten. Aber keine Frau muss in Hamburg ihr Kind heimlich und allein zur Welt bringen.

Sie haben Angst Ihren Namen zu nennen? Sie glauben, Ihr Kind nicht behalten zu können - aber Sie möchten, dass es in gute Hände kommt? Sie spielen mit dem Gedanken Ihr Kind in eine Babyklappe zu legen? 

Eine vertrauliche Geburt ist ein Weg für alle Frauen, die ihre Identität schützen möchten. 

Rufen Sie an! Rund um die Uhr kostenlos, anonym und mehrsprachig unter 0800 40 40 020. Erfahrene Beraterinnen stellen bei Bedarf schnell einen Kontakt zu einer Beratungsstelle in der Nähe her, die persönlich, anonym und kostenlos hilft: Mehr Informationen 

Oder wenden Sie sich direkt an eine der folgenden Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen in Hamburg:

Die Beraterinnen unterstützen Sie vor und nach der Entbindung, persönlich und vor Ort. Alle unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht - niemand wird von dem Gespräch erfahren, weder Angehörige und Arbeitgeber, noch Ämter, Behörden oder Krankenkassen. Sie haben ein Recht auf Information, anonyme Hilfe oder Beratung! 
In den Hamburger Geburtskliniken (siehe unten) können Sie medizinisch begleitet entbinden, ohne Ihren Namen zu nennen und die Klinik ohne Ihr Kind verlassen. Die Beraterinnen regeln die anonyme Anmeldung für Sie oder unterstützen Sie auch nach der Entbindung.

Sie sind in einer Notsituation, haben Ihr Kind heimlich zur Welt gebracht und sehen keinen Ausweg?
An folgenden Hamburger Krankenhäusern befinden sich Babyklappen:


Schwangerenvorsorge / Geburtsvorbereitung

Die Vorsorge während der Schwangerschaft ist ein wichtiger Beitrag für die Gesundheit von Mutter und Kind. Jede Schwangere hat einen gesetzlichen Anspruch auf Beratung und medizinische Untersuchungen. Nutzen Sie das kostenlose Angebot der professionellen Begleitung durch Ärztin/Arzt der Gynäkologie/Frauenheilkunde und Hebamme. Die Kosten tragen die gesetzlichen Krankenkassen.

Als kompetente Fachfrauen für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit stehen Hebammen (Vermittlung durch den Hebammenverband Hamburg e.V.) von Beginn der Schwangerschaft als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung: Liste von Hamburger Hebammen

Elternschulen und Familienbildungsstätten bieten Kurse zur Geburtsvorbereitung an. 

Die geburtshilfliche Versorgung wird durch zwölf Krankenhäuser auf Hamburger Stadtgebiet (Übersicht der Geburtsklinikenund das Geburtshaus Hamburg sichergestellt. Das Geburtshaus Hamburg e.V. begleitet und unterstützt Frauen von Beginn der Schwangerschaft an bis zur Geburt.


Begleitung für belastete Familien

In den Hamburger Geburtskliniken und Geburtshäusern sind die „Babylotsen Hamburg“  die ersten Ansprechpartnerinnen für die Mütter, wenn Probleme und Belastungen rund um die Geburt bestehen.

Die Babylotsen klären in einem persönlichen Gespräch, ob die Familie in der ersten gemeinsamen Zeit mit dem Kind eine Unterstützung braucht und welche Hilfe für sie die richtige ist. Wenn Sie es wünschen, vermitteln die Babylotsen Ihnen ein Hilfeangebot in Ihrem Stadtteil.

Für (werdende) Eltern, die stark belastet sind und Unterstützung benötigen, sind überall in Hamburg wohnortnah Familienteams (PDF, 350 KB) tätig.

Die Teams aus Familienhebammen, Sozialpädagoginnen und Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen bieten fachkundige Hilfe in allen Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt bis zum dritten Lebensjahr des Kindes. Sie begleiten die Familie, wenn es erforderlich ist und leiten sie mit Zustimmung der Eltern bei Bedarf an weitere unterstützende Stellen aus dem regionalen Netzwerk weiter.


Mutterschutz

Werdende Mütter genießen während der Schwangerschaft und bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung Kündigungsschutz. Für schwangere Frauen gelten auch besondere Arbeitszeitregelungen. Mehr Informationen zum Thema Mutterschutz bietet das Amt für Arbeitsschutz.


Sorgerecht und Vaterschaft

Eltern üben die Sorge grundsätzlich in eigener Verantwortung aus. Bei miteinander verheirateten Eltern haben Mutter und Vater die gemeinsame elterliche Sorge.

Eltern, die bei der Geburt ihres Kindes nicht miteinander verheiratet waren, können die gemeinsame elterliche Sorge übernehmen, wenn sie eine Erklärung für die gemeinsame Sorge abgeben (dies ist auch schon vor der Geburt möglich) oder einander heiraten: Informationen zum Sorgerecht.

Bei nicht miteinander verheirateten Eltern kann auch die Frage der Vaterschaftsanerkennung bzw. Vaterschaftsfeststellung von besonderer Bedeutung sein, da sich hieraus Rechten und Pflichten ableiten lassen. Bei allen Fragen zur Feststellung der Vaterschaft werden Sie - bei Bedarf auch schon vor der Geburt - durch das Bezirksamt (Abteilung für Beistandschaften) informiert, beraten und unterstützt.


Allein erziehen

Sie werden Ihr Kind alleine versorgen und erziehen? Hier finden Sie wichtige Informationen über Ihre Möglichkeiten und Rechte.


Elternzeit

Nach der Geburt steht Müttern und Vätern Zeit für die Betreuung und Erziehung zu (Elternzeit). Planen Sie diese Zeit rechtzeitig mit Ihrem Arbeitgeber.


Finanzielle Leistungen

Bestimmte finanzielle Leistungen stehen Ihnen während Schwangerschaft und nach der Geburt zu. Hierzu gehören zum Beispiel Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Kindergeld, Kinderzuschlag: Mehr Informationen...


Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern

Mit der Geburt eines Kindes verändert sich das Leben sehr stark. Dies kann auch zu Fragen, Problemen und Überforderungen führen. Bleiben Sie damit nicht allein, holen Sie sich Unterstützung! Die Fachkräfte in den verschiedenen Einrichtungen beraten Sie gern – vertraulich und überwiegend kostenlos.

  • Die Mütterberatungsstellen der Hamburger Bezirksämter beraten zum Gesundheits- und Entwicklungsstand des Kindes und zu Fragen der Ernährung, Pflege und Erziehung.
  • Erziehungsberatungsstellen beraten bei Problemen in Partnerschaft und Familie. Sie unterstützen Eltern in allen Erziehungsfragen und bei Verhaltensauffälligkeiten von Kindern.

Auch im Internet gibt es die Möglichkeit, sich bei Fragen und Problemen von kompetenten Fachleuten beraten zu lassen: www.bke-elternberatung.de

Die verschiedenen Einrichtungen der Familienbildung wie Elternschulen, Familienbildungsstätten, Eltern-Kind-Zentren (EKiZ), Mütterzentren sowie Kinder- und Familienhilfezentren (KiFaZ) bieten über Treffpunkte für Familien mit Angeboten und  Kursen hinaus auch Informationen und Beratung an. 

In akuten Krisen und Notlagen, wenn Ihnen alles zu viel wird, wenn es in der Familie zu Gewalt kommt oder die Gefahr dafür besteht, können Sie sich an die Hotline des Kinder- und Jugendnotdienstes wenden – rund um die Uhr erhalten Sie hier Beratung und Hilfe.  Mütter und Väter mit Säuglingen und Kleinkindern können sich auch im Kinderschutzzentrum Hamburg beraten lassen.

Ihr Baby schreit so viel, dass Sie nicht mehr weiter wissen? Wie Sie dem Baby und sich selbst helfen können 


Unterstützung im Alltag

Unbürokratische Unterstützung und kleine Pausen im Alltag nach der Geburt eines Kindes bietet das Projekt "wellcome" für alle Familien im ersten Jahr nach der Geburt. Ehrenamtliche kommen an ein bis zwei Tagen in der Woche für einige Stunden nach Hause und entlasten im Alltag zum Beispiel durch die Betreuung des Geschwisterkindes oder die Begleitung zum Arzt.