Finanzbehörde

Baustart 2017 34,9 Millionen Euro für die neue Geschwister-Scholl-Schule

Es ist eines der größten Schulbauprojekte in Hamburg überhaupt: Bis zum Jahr 2021 errichtet SBH | Schulbau Hamburg in Osdorf die Geschwister-Scholl-Stadtteilschule komplett neu. Erste Arbeiten starten noch in diesem Jahr.

34,9 Millionen Euro für die neue Geschwister-Scholl-Schule

Der Neubau ist Teil eines rund zwei Milliarden Euro umfassenden Programms der Freien und Hansestadt Hamburg für Sanierung und Neubau von Schulen. Für die Geschwister-Scholl-Stadtteilschule ist den in diesem Herbst startenden bauvorbereitenden Maßnahmen ein umfangreicher Beteiligungsprozess mit allen zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern sowie ein Architektenwettbewerb vorausgegangen. 

Konkret wird es noch im Jahr 2017 erste Arbeiten auf der Baustelle geben: Einige Bäume müssen gefällt und Starkstromleitungen verlegt werden. Zu Beginn des Jahres 2018 finden die notwendigen Umzüge statt, so dass zum Frühjahr die alten Schulgebäude abgebrochen werden können. Die Fertigstellung des komplexen Neubauvorhabens ist für das Jahr 2021 geplant.


Zur Architektur

Der dreigeschossige Schulneubau ist in vier zueinander versetzte Baukörper gegliedert. Hierdurch entstehen differenzierte Außenräume unterschiedlicher Qualität: repräsentative und eigenständige Eingangsbereiche der Schule und des Haus der Jugend. Geschützte Außenbereiche laden zum Lernen, Essen, Ausruhen und Spielen ein. In der Nähe der Sporthalle ist das Parken vorgesehen. Die Sporthalle ist als freistehendes Gebäude rückwärtig zum Glückstädter Weg angeordnet. Im Erdgeschoss befinden sich die Mensa, das Forum, die Musikräume und die Bibliothek, die von zentraler Bedeutung sind und als das „Herz der Schule“ begriffen werden. Die Räume bieten den Schülerinnen und Schülern eine hohe Aufenthaltsqualität und eine direkte Verbindung zum Vorplatz und Pausenhof. In Eingangsnähe sind die Räume der Verwaltung und Schulleitung angeordnet. Im nordwestlichen Gebäudeteil schließen sich die Räumlichkeiten des „Haus der Jugend“ mit eigenem Eingang an.

In den vier Baukörpern im Obergeschoss sind die sieben Jahrgangscluster und die Naturwissenschaften untergebracht. Die Einteilung in Cluster schafft das notwendige Zugehörigkeits- und Sicherheitsgefühl in der von Multikulturalität geprägten Schule. Jedes Cluster besteht aus einer multifunktionalen Fläche (Clustermitte) und aus Klassenräumen, die um diese Mitte gruppiert sind. Verglasungen sorgen für Transparenz zwischen Klassenzimmern und Clustermitte. Diese kann als Gruppen- und Einzelarbeitsfläche, als Bewegungs- und Rückzugsraum, als Kommunikations- und Ruhezone genutzt werden. Diese Einteilung ermöglicht ein flexibles Reagieren auf sich ändernde pädagogische Konzepte.  Die Dreifeldsporthalle gliedert sich in das Dreifachsportfeld und den zugeordneten Nebenräumen. Es ist auch eine Nutzung als Bezirkssporthalle vorgesehen. Dafür steht eine Auszugstribüne für Wettkämpfe zur Verfügung.

 

Das Gebäude ist durch eine helle, lichtdurchflutete Atmosphäre geprägt.  Für das Schulgebäude ist eine bandartige Fassade geplant: geschlossene Flächen wechseln sich mit transparenten Flächen ab und bilden eine horizontale Struktur. Die Fensterbänder aus Holz-Alufenster belichten die Klassenzimmer und bestimmen die hellen Lern- und Arbeitsräume. Natürliche Materialien und eine sorgsam ausgewählte Farbigkeit bestimmen die Stimmung in der Schule.

 

Schultyp / Pädagogisches Konzept

Die Geschwister-Scholl-Stadtteilschule ist eine inklusive Ganztagsschule mit Oberstufe, an der alle schulischen Abschlüsse erlangt werden können. Zukünftig soll die Anzahl der Schüler/-innen auf etwa 900, die Anzahl der Lehrer/-innen auf etwa 100 ansteigen.

Die Schülerschaft wird durch einen hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund geprägt. In allen Klassen gibt es im Rahmen der inklusiven Schule Schülerinnen oder Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Die Schule hatte 2013  einen Wettbewerb der Montag Stiftung – „Pilotprojekte Schulen Planen und Bauen“ gewonnen. Fachleute von SBH und der Stiftung  begleiteten in der Phase 0 die Schule und den Stadtteil bei der Entwicklung eines umfangreichen baupädagogischen Konzeptes, das sich deutlich von den bisherigen „Flurschulen“ abhebt. Im Zentrum der Planungen stehen die Jahrgangscluster, d.h. die Gruppierung der Klassenzimmer eines Jahrgangs um eine gemeinsame Mitte. Diese Jahrgangscluster waren der zentrale Ausgangspunkt für die organisatorischen Planungen des Schulneubaus.