8. Kurdische Filmtage Hamburg Kurdische Filmemacher präsentieren ihre Werke in Hamburg

Die Begleitung von PKK-Kämpferinnen ins Kriegsgebiet, ein junger Popstar, der durch den Kontakt zu syrischen Flüchtlingskindern die eigene Vergangenheit aufarbeitet oder ein kleiner Junge, der für seine Angebetete die Farbe Pink finden möchte – zum 8. Mal wird Filmkunst auf den Kurdischen Filmtagen in Hamburg präsentiert. 

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8. Kurdische Filmtage Hamburg

Kurdische Filmtage

Termin/e
23. bis 29. Mai 2017
Orte
Savoy, 3001 Kino


Über die Kurdischen Filmtage 

Im Mittelpunkt des kurdischen Films steht die Verarbeitung der Erlebnisse und Geschichte des kurdischen Volkes, das verteilt auf vier Gebiete in der Türkei, Syrien, Iran und dem Irak lebt. In den Beiträgen aus Kurzfilmen, Dokumentationen und Spielfilmen werden Motive wie Krieg und Unterdrückung, aber auch Liebe und Freundschaft auf vielfältige Art und Weise aufgegriffen. Die Filme werden in kurdischer oder türkischer Sprache mit englischem Untertitel gezeigt. Hauptveranstalter sind das Nujiyan Frauenzentrum e.V. in Hamburg und die Arbeitsgemeinschaft Interkultureller Jugendverbände Hamburg e.V.

Aufarbeitung der türkisch-kurdischen Geschichte im Eröffnungsfilm

Den Auftakt der Filmtage bildet die kurdisch-türkische Produktion des Regisseurs Hasim Aydemir, der in dem Spielfilm "14 Tîrmeh  / Juli 14" die Erlebnisse kurdischer Freiheitskämpfer im Gefängnis Diyarbakır aufarbeitet. Der Film beruht auf wahren Begebenheiten: 1982 hatten PKK-Mitglieder ihren Widerstand in türkischer Gefangenschaft durch einen Hungerstreik fortgeführt. Eindrücklich stellen beinahe schwarz-weiße Bilder die düstere Atmosphäre der Erzählung innerhalb der Gefängnismauern dar. 

Beeindruckende Naturlandschaften 

Im Programm der Filmtage finden sich auch Produktionen wieder, die bereits Erfolge auf der Berlinale 2016, der DOK Leipzig 2016 und internationalen Festivals feiern konnten. So erzählt der türkische Spielfilm "Rauf" die Geschichte des gleichnamigen Jungen, der sich für seine große Liebe auf die Suche nach der Farbe Pink macht. Die Regisseure Barış Kaya und Soner Caner zeigen beeindruckende Bilder der anatolischen Berglandschaft, in der sich Raufs Dorf befindet. Verbunden wird die Geschichte des verliebten Jungen mit Einzelschicksalen, die vom Konflikt zwischen Türken und Kurden betroffen sind. 

Die Filmemacher vor Ort 

Für die Vorführung einiger Beiträge sind Filmschaffende und Produzenten als Gäste geladen. Unter anderem konnten Hasim Aydemir, Hiwa Aminnejad und Mehmet Aktaş, der die Dokumentation "Gulîstan"/"Land of Roses" produzierte, für die 8. Kurdischen Filmtage gewonnen werden. Die Doku begleitet kurdische PKK-Kämpferinnen während ihrer Missionen gegen den IS im Irak und Syrien und zeichnet den Alltag der Frauen, ihre Gefühle und ihre Gedanken auf. 

Zum Filmprogramm 

Weitere Infos: 8. Kurdische Filmtage

Kurdische Filmemacher präsentieren ihre Werke in Hamburg
Die Begleitung von PKK-Kämpferinnen ins Kriegsgebiet, ein junger Popstar, der durch den Kontakt zu syrischen Flüchtlingskindern die eigene Vergangenheit aufarbeitet oder ein kleiner Junge, der für seine Angebetete die Farbe Pink finden möchte – zum 8. Mal wird Filmkunst auf den Kurdischen Filmtagen in Hamburg präsentiert. 
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