Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Flüchtlinge Daten zur Zuwanderung

Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland und nach Hamburg kommen, ist über mehrere Jahre stark angestiegen und erreichte 2015 ihren Höhepunkt; seitdem ist Zahl rückläufig.

Daten Flüchtlinge Zuwanderung Hamburg

Wer ist Flüchtling?

Der Begriff des „Flüchtlings“ ist nicht eindeutig definiert. Über die Flüchtlingsdefinition nach Artikel 1a des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Genfer Flüchtlingskonvention) hinaus werden unter „Flüchtlingen“ im allgemeinen Sprachgebrauch nicht nur Personen verstanden, welche die Rechtsstellung nach der Genfer Flüchtlingskonvention innehaben, sondern auch solche Personen, die

  • Inhaber eines Aufenthaltstitels aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen nach Kapitel 2 Abschnitt 5 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) sind; hierzu gehören auch die Personen, denen im Rahmen eines Asylverfahrens die Rechtsstellung nach der Genfer Flüchtlingskonvention zuerkannt wurde;
  • als Asylbewerber diese Rechtsstellung nach der Genfer Flüchtlingskonvention begehren und Inhaber einer Aufenthaltsgestattung gemäß Paragraf 55 Asylverfahrensgesetz (AsylVfG) sind;
  • Inhaber einer Duldung gemäß Paragraf 60a AufenthG sind.

Wie hoch ist die Zuwanderung nach Deutschland?

Laufend aktualisierte Übersichten zur Entwicklung der Zuwanderung nach Deutschland finden Sie auf den Internetseiten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). 

Im Jahr 2017 ist die Zahl der Einreisen von Asylsuchenden nach Angaben des BAMF auf rund 187.000 Personen zurückgegangen. Im Jahr 2016 wurden 280.000, im Jahr 2015 ca. 890.000 Asylsuchende gezählt.

Wie viele Flüchtlinge nimmt Hamburg auf?

Nach dem "Königsteiner Schlüssel" nimmt das Bundesland Hamburg jedes Jahr rund 2,5 Prozent der Gesamtzahl der nach Deutschland einreisenden Asylbewerber auf. Aktuelle Monatsbilanzen für Hamburg veröffentlicht der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge.

In den vergangenen Jahren haben sich die Zahlen wie folgt entwickelt:

Jahr

Schutzsuchende (vor Verteilung)

davon Verbleib in Hamburg

darunter mit Unterbringungsbedarf

20179.0065.4083.321
201616.1679.4487.625

2015

40.86822.31521.018
2014 12.6536.6385.985

2013

7.833

3.619

3.001

2012

5.022

2.091

1.559

2011

3.791

1.546

931

2010

3.574

1.378

878

Quelle: Pressemitteilungen der FHH vom 25.2.2015, 7.1.2017 und 3.1.2018

Die Zuwanderungszahlen sind von einer Vielzahl von Faktoren sowie von der weltpolitischen Lage abhängig, die sich nicht vorhersagen lassen und sich kurzfristig innerhalb eines Jahres stark ändern können. Die Zuwanderer setzen sich zusammen aus Asylbewerbern und Duldungsanstragstellern. 

Zu den im Rahmen dieser Quote aufzunehmenden Erstantragstellern kommen Folgeantragsteller, die dem Ort ihres Erstantrages erneut zugewiesen werden, sowie Asylbewerber, die nach gesetzlichen Regelungen generell zusätzlich zur Quote aufzunehmen sind.

Eine gesonderte Darstellung  bietet der Artikel zu unbegleiteten minderjährigen Ausländern

Woher kommen die Flüchtlinge?

Eine aktuelle Übersicht der Herkunftsländer bieten die monatlichen Statistiken des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie das Lagebild Flüchtlinge des Zentralen Koordinierungsstabes Flüchtlinge (ZKF) Hamburg. 

Die meisten Flüchtlinge erreichen Hamburg gegenwärtig aus Afghanistan, Syrien und Irak. Die aktuellsten Zahlen finden Sie in der oben verlinkten Monatsbilanz.

Wie hoch sind die Ausgaben für Flüchtlinge?

Im Jahr 2016 wurden in Hamburg rund 900 Millionen Euro für die Unterbringung, Versorgung, Integration und Rückführung von Flüchtlingen ausgegeben. Ein Teil der Ausgaben wird vom Bund erstattet. Eine ausführliche Übersicht nennt und erläutert die Ausgaben im Detail.