Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Flüchtlinge Unterbringung von Flüchtlingen bleibt Herausforderung

Allein im Juni 2015 hat Hamburg 1.400 Flüchtlinge untergebracht


Unterbringung von Flüchtlingen bleibt Herausforderung Hamburg

Im 1. Halbjahr 2015 mussten 5.725 Flüchtlinge öffentlich untergebracht werden. Damit wurden bereits zum Halbjahr die Zahlen des gesamten Vorjahres 2014 erreicht. Die Behörden erhöhen ihre Bedarfsplanung für das 2. Halbjahr und intensivieren den Kapazitätsausbau. Auch kurzfristige Notunterbringung in Zelten erforderlich.

„Die Unterbringung von Flüchtlingen in unserer Stadt bleibt eine Herausforderung. Angesichts der Zugangszahlen bitte ich um Verständnis dafür, dass wir auch auf kurzfristige Lösungen setzen müssen. Das heißt im Einzelfall auch, geeignete Flächen unverzüglich zu nutzen – auch mit Zelten als Übergangslösung“, erklärt Senator Detlef Scheele. „Die Hamburger Bevölkerung zeigt ein beeindruckendes Engagement in der Flüchtlingshilfe. Zusammen mit den Engagierten ziehen alle an einem Strang, um die Herausforderungen zu meistern. Ich danke allen ehren- und hauptamtlich Aktiven für ihre engagierten Leistungen.“

Zugangsstatistik

Im 1. Halbjahr 2015 haben sich 12.536 Personen in der Zentralen Erstaufnahme gemeldet und einen Asylantrag gestellt. Hiervon blieben nach der bundesweiten Verteilung auf Basis des Königsteiner Schlüssels 6.443 Asylbewerber/innen in Hamburg, von denen 5.725 auf eine öffentliche Unterbringung angewiesen sind.

Damit sind bereits zum Halbjahr die Zahlen des Vorjahres erreicht.


20142015

gesamt1. Halbjahr
Antragsteller gesamt12.65312.536
davon: nach Königsteiner Schlüssel in Hamburg verbliebene Flüchtlinge6.6386.443
davon: Unterbringungsbedarf5.9855.725

Bedarfsplanung

Grundlage für die Bedarfsplanung ist die Prognose des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Hamburg aufgrund der Erfahrungen der letzten Monate angepasst hat. Aus den tatsächlichen Zugangszahlen der jeweils vergangenen sechs Monate wird ein Durchschnitt ermittelt, der als monatliche Zugangsprognose auf die Folgemonate gelegt wird.

Bisher ging die Bedarfsplanung von rund 850 zusätzlichen Flüchtlingen pro Monat aus. Diese Zahl liegt über der vom BAMF zu Beginn des Jahres prognostizierten Zugangszahl. Allein im Juni 2015 sind jedoch 1.400 Flüchtlinge in Hamburg aufgenommen worden, in der vergangenen Woche zum Teil über 200 Personen pro Tag.

Kapazitätsaufbau

Im 1. Halbjahr 2015 wurden bereits zwölf neue Standorte mit insgesamt 3.285 Plätzen in Betrieb genommen; eine Einrichtung konnte um 140 Plätze erweitert werden. Damit hat Hamburg zurzeit 86 Standorte mit insgesamt 18.819 Plätzen zur Unterbringung von geflüchteten Menschen.

Zurzeit sind insgesamt 38 neue Standorte und sechs Erweiterungen mit insgesamt rund 9.000 Plätzen in Planung. Davon können bis zum Jahresende 2015 rund 4.000 Plätze in Betrieb genommen werden.

Um den kompletten Bedarf zu decken, werden noch rund 3.000 Plätze benötigt. Dabei entsteht insbesondere in den kommenden Wochen ein Engpass, der auch durch Notmaßnahmen geschlossen werden muss.

Hierfür werden zurzeit etliche Flächen geprüft. Dazu zählen zum Beispiel P+R-Parkplätze und andere befestigte Plätze.

Über die konkreten Planungen sowie anstehende Inbetriebnahmen informieren die Behörden laufend aktuell auf dem Internetportal www.hamburg.de/fluechtlinge.

Rückfragen der Medien

Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Marcel Schweitzer | Pressesprecher
Hamburger Straße 47 | 22083 Hamburg
Tel.: +49 40 42863 2889 | M +49 170 990 56 15
marcel.schweitzer@basfi.hamburg.de | www.hamburg.de/basfi

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Frank Reschreiter | Pressesprecher
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Tel.: +49 40 4 28 39 26 73 | pressestelle@bis.hamburg.de

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